@Flammenseele

    Hallo erstmal,


    du sprichst mir aus der Seele... lese hier schon seit einiger Zeit...


    bin auch schon im GM-Entfernungsforum gewesen... hab mich aber nicht getraut dort über meine Probleme zu schreiben... wollte die da nicht verunsichern, weil es ist ja bei jeder Frau anders.


    ich dachte auch nach meiner GM-entfernung würde alles besser, von wegen!! habe jede menge Probleme, obwohl meine Eierstöcke erhalten wurden. meine OP ist schon 10 Jahre her, die Beschwerden fingen auch erst nach einem halben Jahr an


    Gruß jana02

    jana02

    Zitat

    habe jede menge Probleme, obwohl meine Eierstöcke erhalten wurden

    :°_ Das habe ich bei meinen Recherchen auch festgestellt. Sooooo unproblematisch ist eine Hysterektomie nämlich nicht wie es immer von diversen Frauenärzten dargestellt wird. Da z.B. die Eierstöcke durch die GB mit Blut versorgt werden, trocknen teilweise die Eierstöcke regelrecht ein. Dann kommt man zu früh in die Wechseljahre usw. Diese Tatsache sagte mir schon vor Jahren eine Freundin, die lange als Krankenschwester auf der Gyn gearbeitet hat. Das wird aber von den operierfreudigen Ärzten entweder völlig ignoriert oder einfach verschwiegen :-/ Dazu kommen Probleme mit Blase und anderen inneren Organen, da durch die fehlende GB das ganze "Gefüge" im Bauchraum regelrecht durcheinander gebracht wird. Natürlich muß das alles nicht passieren, aber diese Tatsachen zu ignorieren und den Frauen einzureden eine Hysterektomie wäre unproblematisch halte ich für grob fahrlässig und macht mich wütend.


    BTW: irgendwo hab ich mal eine Studie gelesen, dass der Anteil der Ehefrauen von Frauenärzten bei GB-Entfernungen unterdurchschnittlich ist. Darauf mag sich jeder seinen eigenen Reim machen :-/

    Flammenseele

    Zitat

    Ein Mann kann´s ja eh nicht nachvollziehen...

    Doch, Flammenseele, solche Männer gibt es, und ich find es sehr gut, was Du schreibst, Gratulation! Hat mich sehr berührt! Ein intakter Körper ist wichtig, jedes Organ leistet seinen Beitrag und steht in Wechselwirkungen mit anderen, das ist bei uns Männern auch nicht anders. Die Gebärmutter ist nicht nur ein hohles Behältnis für einen Embryo!

    Hallo Kestra

    kann Dir nur zustimmen, habe im Urlaub eine Krankenschwester kennen gelernt, die mir dann bestätigte, das viele Frauen diese Probleme nach der GM-entfernung haben, Ärzte verschweigen das gerne. das schlimme ist, man wandert danach von Arzt zu Arzt, keiner hilft einem wirklich.


    wenn die Ärzte selber nicht mehr weiter wissen, dann stecken sie dich in die Psychoschublade.

    Zitat

    wenn die Ärzte selber nicht mehr weiter wissen, dann stecken sie dich in die Psychoschublade.

    Das haben die Userinnen aus dem Pro-Hysterektomie-Faden hier mit den betroffenen Frauen ja auch versucht.


    Auch ich bin da schon blöd angeredet worden, weil ich gefragt habe, wie es zusammenpasst, dass einerseits die Frauen schreiben, sie hätten nach der Entfernung an Lebensqualität gewonnen, andererseits aber fragen, ob sie eine Schwerbehinderung beantragen können:-o


    Befremdlich fand ich auch eine Userin, die schrieb, dass Frauen, die sie im Drogeriemarkt Binden und Tampons kaufen sieht, ihr leid tun. Die Periode ist über einen bestimmten Zeitraum ein ganz natürliches Geschehen in einem Frauenleben, mich stört's nicht!


    Ich bin nicht direkt betroffen! Ich habe ein großes, beschwerdefreies Myom, seit ca. 8 Jahren (zumindest weiß ich seitdem davon). Meine neue FÄ war auch ganz wild darauf. "Da müssen wir (wir???) was dran machen". Auf meine Frage, "Was denn?", kam prompt die Antwort: "In Ihrem Alter und bei abgeschlossener Familienplanung, wäre eine GB-Entfernung auf jeden Fall sinnvoll". HALLOOOO?


    Mich sieht so schnell kein Gynäkologe wieder.


    Und wie gesagt, das war eine ÄRZTIN.


    Gut finde ich, dass hier endlich mal ein Thread ist, in dem sich Frauen, die eben nicht alles so einfach wegstecken sich auch mal austauschen können. Ich denke, in den anderen Fäden trauen sich viele nicht, zuzugeben, wie besch... man sich nach so einem Eingriff fühlen kann. Ich bin auch Krankenschwester und weiß, dass die meisten Frauen schon daran zu knabbern haben.

    @aulina

    Schön, von dir zu hören, und schön, dass es dir gut geht!

    lampeter

    Ich bin auch extra von einem Arzt zu einer Ärztin gewechselt und was von der kam, war der Hammer :(v


    Ich sagte ihr, dass ich ein KH gefunden hätte, das meine Myome evtl. nur rausoperiert und nicht die ganze Gb, antwortete sie mir abfällig: "Naja, wenn die daran rumschnippeln wollen und DAS dann wieder zusammenflicken" >:(


    Ich finde das unter aller Sau (sorry für die Wortwahl, aber anders kann ichs nicht ausdrücken)

    @Kestra

    Ich hätte es noch verstanden, wenn dieses Ding mir Probleme machen würde, tut es aber nicht. Ich habe weder Schmerzen, noch schlimme Blutungen (die könne es an der Stelle, wo es sitzt auch nicht auslösen (O-Ton FÄ). Warum soll ich mich einer OP unterziehen, wenn ich nicht krank bin??


    Ohne die moderne Ultraschalltechnik wüsste ich gar nicht, dass ich ein Myom habe, und das wäre mit ehrlich gesagt auch lieber! Ich war auch wegen einer ganz anderen Sache (Brustsekret) bei der FÄ, wurde da direkt auf eine VU festgenagelt und schon war alles andere uninteressant.

    Zur Ehrenrettung der Ärzte noch was Positives :-D

    Mittlerweile habe ich eine Frauenärztin, die (m) eine Gebärmutter mitnichten als ein überflüssiges Organ sieht, das frau nach der Familienplanung einfach so wegschmeissen soll, weil zu nix mehr nütze. Als ich ihr erzählte, dass jeder Arzt mir rät sie wegen der Myome entfernen zu lassen, hat sie mir klar davon abgeraten: "Das ist kein unnützer Sack, Kestra. Wenn es die GB nur für die Kinder bräuchte, hätte es die Natur so eingerichtet, dass uns Frauen das nur wächst, wenn ein Kind entsteht. Nein, nein, das probieren wir erstmal mit andren Mitteln" :)^

    lampeter

    Zitat

    Warum soll ich mich einer OP unterziehen, wenn ich nicht krank bin??

    So ist es, das wäre der reinste Schwachsinn, mal abgesehen vom OP-Risiko, das immer besteht

    Zitat

    Ohne die moderne Ultraschalltechnik wüsste ich gar nicht, dass ich ein Myom habe, und das wäre mit ehrlich gesagt auch lieber!

    Ja, das versteh ich

    Hallo ihr Lieben,

    ich finde es erschreckend, dass Frau häufig (wenn Fam. planung abgeschlossen ist) "die" wäre doch eh überflüssig. Darum geht es doch gar nicht. Selbstverständlich braucht eine Frau in den 40ern die Gebärmutter nicht für den "eigentlichen" Gebrauch. Aber es hängt ja vieles (im wörtlichen Sinne) dran.


    Es ist leider so, dass die weiblichen Geschlechtsorgane quasi im Ausverkauf sind.


    Die Frauen ergeben sich aber auch leichter in dieses Schicksal. Klar, wenn es KEINE andere Möglichkeit gibt, muss es sein. Aber es ist ja andersrum. Viele Frauen könnten mit ihrer GM und/oder Eierstöcken noch friedlich bis in alle Ewigkeit leben, aber, ... es wurde nie gesagt, dass es was anderes gibt, oder dass es nicht lebensnotwendig ist.


    Wenn ich nicht so ein Angstschisser wäre, hätte ich mich sicherlich auch der OP gebeugt. Aber ich hab halt große Angst und dachte mir, "das kanns doch einfach nicht sein, da muss es doch noch was geben" und es gibt erstaunlich viel, man darf nur nicht locker lassen, verweigern. Ich hab ja auch die Auskünfte nur bekommen, weil ich (da vorinformiert) einfach stur nachfragte. Ohne Internet hätte ich schon längst keine GM mehr und würde wahrscheinlich auch die gewonnen Lebensqulität preisen. Dass diese jetzt NOCH höher ist kann man nur schwer vermitteln.

    @lampeter

    danke für Deine guten Wünsche. Du weißt ja, Unkraut vergeht nicht @:) und immer schön unbequem bleiben, nachfragen bohren. sonst geht was flöten


    Grüße


    aulina

    und zu überflüssigen Organen...

    Hallo,


    freiwillig, also ohne Not, gebe ich keines her. Ich finde es sogar unmenschlich, einer Frau, die vorraussichtlich nicht mehr gebären wird, zu sagen, man könne diese überflüssige Organ entfernen. Mich hat diese Aussage sehr verletzt. Und am liebsten würde ich manchen Menschen ihr Hirn entfernen, da sie es ja eh nicht benutzen und es somit überflüssig ist.


    Es ist was anderes, wenn es keinen Ausweg gibt. Aber selbst da sollte man so sensibel sein, es nicht als überflüssige Angleichung zu sehen.


    Jedes Organ hat einen Sinn, und selbst, wenn er nur darin besteht, das andere Organe an ihm haften. Das fehlen ist nicht gut. Ich würde auch meinen Blinddarm nicht leichtfertig hergeben, obwohl man den def. nicht sonderlich braucht. Da könnte man ja gleich bei Neugeborenen anfangen, überflüssiges erst mal raus.


    Grüße


    aulina

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