Massive Gedächtnisstörung

    Hallo zusammen!


    Ich habe schon viel in diesem Forum gelesen, aber noch keine wirkliche Hilfe gefunden.


    Deshalb schreibe ich jetzt mal selbst.


    Ich muss vorab eine Warnung aussprechen, es wird etwas länger, fürchte ich ;-) Wenn sich also niemand die Mühe machen mag das alles zu lesen, so kann ich das verstehen!


    Es geht mir sehr schlecht. Ich habe massive Störungen des Gedächtnis. Sowohl des Lang- als auch des Kurzzeitgedächtnisses. Ich komme quasi an keine Daten in meinem Hirn mehr dran und kann auch keine neuen mehr ablegen.


    Aber der Reihe nach. Ich bin 46 Jahre alt. Verheiratet, keine Kinder. Aktuell wiege ich (nur noch) 55kg bei 1,65m Größe.


    2010 wurde meine Gebärmutter wegen Endomitriose entfernt.


    Also keine Periode mehr. Meine Eierstöcke sind damals drin geblieben.


    Im Sommer 2015 fingen meine Probleme an:


    Gewichtszunahme, Haarausfall, Verlust der Libido, Ein- und Durchschlafstörungen, leichte Wortfindungsstörungen, Herzstolpern, - rasen, lauter Herzschlag.


    Der Besuch bei einem Stoffwechselzentrum im Herbst hat mich nicht weiter gebracht.


    Anfang 2016: Hitzewallungen.


    Also ab zum Frauenarzt und Hormonstatus gemacht. Ergebnis: Wechseljahre.


    Gynokadin (2 Hübe) und Progestan (alle 3 Monate) verschrieben bekommen.


    Die 2 Hübe Gynokadin waren mir zu viel, habe davon Brustschmerzen und Ausfluss bekommen. Reduziert auf 1 Hub: Sofort besser geschlafen, war ich voller Hoffnung, dass der Rest auch besser wird.


    Aber im Gegenteil: Starke Wortfindungsstörungen gesellten sich dazu, sowie Konzentrationsstörungen und ein Gedächtnis gleich Null.


    Im Sommer 2016 Untersuchung Blutzucker: normal und Eisenbelastungstest: normal.


    Wieder 2 Hübe Gynokadin genommen, aber trotzdem keine Verbesserung.


    Im Herbst 2016 Besuch von Neurologie und Endokrinologie mit allen möglichen Untersuchungen inklusive MRT. Alles unauffällig (lediglich leicht vergrößerte Hypophyse ohne weiteren Befund), Ausschluss einer endokrinologischen Erkrankung, aber Postmenopausen-Status und erstmals der Hinweis auf eine möglicherweise vorliegende Depression.


    Im Frühjahr 2017 habe ich in voller Verzweiflung einen Demenztest in einer Gedächtnisambulanz gemacht. Das Ergebnis negativ, aber die Diagnose einer mittelschweren Depression.


    Außerdem habe ich beim FA den Hormonstatus der Wechseljahre überprüfen lassen und da dieser negativ ausfiel, die Hormone abgesetzt.


    Kurz darauf habe ich durch einen Psychiater ein Antidepressivum verschrieben bekommen, da nach dessen Meinung die Gedächtnisprobleme durchaus durch eine Depression verursacht sein könnten.


    Also habe ich im Juli angefangen, das verordnete Antidepressivum einzuschleichen.


    Ich habe dann eigenmächtig noch meinen B12-Status überprüft. Ergebnis: Gut, ich nehme aber trotzdem welches ein.


    Außerdem meinen Vitamin D- Status. Ergebnis: Mäßig, nehme ich seitdem ein.


    Mir ging es im Folgenden immer schlechter.


    Immer weniger Hunger, aber mit Sebstbeherrschung habe ich normal weiter gegessen. Mein Gewicht fing an abzunehmen.


    Außerdem stellten sich ein:


    Muskelzucken, Muskelzittern und dadurch schlechte Handschrift und schlechte sonstige Feinmotorik, zittern beim Trinken oder Essen, Muskelschwäche, immer stärkerer Haarausfall, sehr leicht blaue Flecken, Libido nicht mehr existent und auch wieder Hitzewallungen (hauptsächlich nachts). Weil das aber noch nicht reicht, auch starke Schlafstörungen (einschlafen bis 2 Uhr, dann hochschrecken und nicht wieder einschlafen können oder abwechselnd 1/2 Stunde schlafen, 1 Stunde wach). Das Gedächtnis lang, mittel, kurz ist nicht mehr vorhanden.


    Beispiel für "kurz": Für 2 Tage zum abends kochen eingekauft, am 2. Tag nach der Arbeit nicht mehr wissen was ich eingekauft hatte, oder wie die Hauptcharaktere der Serie heißen, die wir gerade gucken, oder was gerade in der Welt passiert, obwohl ich Zeitung lese.


    Beispiel "mittel": Nicht mehr wissen wie die Orte heißen die vor kurzem im Urlaub besucht wurden, oder was im Abstimmungstermin auf der Arbeit vor ein paar Tagen besprochen wurde.


    Beispiele "lang": Auf der Arbeit kein Fachwissen mehr vorhanden, alles nachschlagen müssen, immer auf Vorlagen zurückgreifen müssen. Privat: Nicht mehr wissen wann wir unser Haus gekauft haben, oder seit wann wir unser Auto fahren.


    Die Wortfindungsstörungen werden nun immer stärker.


    Beispiel: Eine Packung O-Saft sagen wollen, und statt Packung nur Karton als halbwegs passendes Wort finden.


    Ich mache ständig Buchstaben- / Zahlendreher beim Schreiben (von Hand oder Rechner), vertausche Worte (also falsche verwenden) beim Sprechen (links/rechts, Bus/Auto), logisches Denken ist eigentlich nicht mehr möglich, Schlussfolgerungen ziehen etc funktioniert auch nicht mehr, Kopfrechnen sowieso nicht.


    Neu hinzu kommen nun regelmäßige (mind 2 x täglich) Deja Vus / Flashbacks mit anschließendem für kurze Zeit nicht ansprechbar sein.


    Mit einfachsten Fragen / oder Aufgaben, mit denen ich in diesem Moment nicht rechne, bin ich überfordert:


    Beispiel: Im Auto nach dem Tanken die Bitte von meinem Mann, den Tageskilomterzähler


    abzulesen und nicht wissen was der Tageskilomterzähler ist. Oder im Supermarkt ein neues Produkt oder Produkt von einem anderen Hersteller im Regal finden, unmöglich.


    Im November beträgt die Gewichtsabnahme inzwischen 1kg pro Woche.


    Lust mich mit Freunden zu treffen habe ich keine mehr, da ich "nicht mitreden kann". Meine Hobbys, wie schreinern oder Fotobücher machen, habe ich aufgegeben. Wegen des immer schlimner werdenden Bewegungs-Tremors und weil ich nicht mehr weiß, wie die Software oder die Maschinen funktionieren.


    Das Antidepressivum hat (nach 3 Monaten) keine Wirkung gezeigt. Ich schleiche es also in Abstimmung mit dem Psychiater wieder aus.


    Ohne meinen Mann wäre ich inzwischen völlig aufgeschmissen. Schreiben von Bank, Versicherung oä brauche ich gar nicht anzufangen zu verstehen.


    Habe dann auch im November nochmal alles mögliche an Blutwerten überprüfen lassen. Schilddrüse inkl. Antikörper, Borreliose, Leber, Nieren, Entzündungswerte, Eisenstatus.


    Ich kann leider nicht alles wiedergeben. Gefunden wurde nur ein niedrige Transferrinsättigung.


    Seitdem nehme ich Ferro-Sanol.


    Und seitdem haben zumindest die Deja Vus deutlich nachgelassen.


    Ein neuer Hormonstatus beim FA hat wieder Postmenopause ergeben und ich schmiere wieder 2 Hübe Gynokadin und nehme eine Uterogest (Progestan) vaginal durchgehend. Also nicht nur alle 3 Monate, wie vom FA verordnet.


    Die Hitzewallungen haben quasi sofort wieder aufgehört, der ganze Rest hat sich nicht verbessert.


    Im Dezember war ich dann nochmal beim Neurologe mit entsprechenden Untersuchungen (EEG, MRT, Blut etc) und nochmal ein Demenztest.


    Außerdem habe ich eine Liquor-Untersuchung (Hirnwasser) durchführen lassen.


    Es konnte kein Hinweis auf eine degenerative Demenz gefunden werden.


    Vor 1 Woche habe ich angefangen L-Tryptophan nach Einnahmeplan aus dem Netz (Dr. Nachtigall) einzunehmen.


    Die Aminosäure Tryptophan wohl die entscheidende Vorläufersubstanz für die Bildung von Serotonin gilt daher als natürliches Antidepressivum.


    Gegen die Einnahme eines "normalen" Antidepressivums sträube ich mich nämlich.


    Im Janur habe ich einen Termin in einer Gedächtnisambulanz, die auf "junge" Menschen spezialisiert sind.


    Achja, im Moment bringe ich auch jeden Schluck Flüssigkeit einzeln auf die Toilette.


    Außerdem habe seit zwei Tagen Durchfall.


    Eine wegen der ungeplanten Gewichtsabnahme durchgeführte Magen- und Darmspiegelung war ohne Befund.


    So, es ist noch länger geworden, als ich befürchtet hatte.


    Findet sich eine von Euch in meinen Beschreibungen wieder?


    Hat also jemand auch so starke Probleme mit dem Gedächtnis?


    Kann dies also durch die Wechseljahre, also durch ein wie auch immer geartetes Hormonungleichgewicht ausgelöst sein? Mein FA sagt nein..


    Mit den ganzen körperlichen Symptomen der Wechseljahre könnte ich umgehen, aber mein Hirn :-(


    Ich weiß wirklich nicht, was ich noch machen soll...


    Dankeschön und Tschüß,


    Alatariel

  • 22 Antworten

    Niedrige Transferrinsättigung ... Eisenmangel. Hier müsste man den Ferritin-Wert kennen.


    Bei entsprechend entleertem Speicher dauert es Wochen bis Monate, bis sich spürbare Besserung einstellt.


    Die Symptome passen zum Mangel.


    Ich würde mit der Diagnostik nicht sofortfahren, solange nicht alle Mängel behoben sind.


    Mängel treten häufig vergesellschaftet auf. Hier würde ich auch dringend an Magnesium-Mangel denken. Bei manchen Patienten entgleist der Parathormonspiegel bei Einnahme von Vitamin D3 (eigentlich ein Prohormon).


    Vitamin D3 sollte daher NIE ohne Magnesium und K2 eingenommen werden. Ich würde auch absolut von Vit D3 Hochdosen abraten.


    Bei Eisenmangel fehlt oft auch Vit B9.


    Dazu darf Eisen nicht mit Kaffee, Milch, Cola undergl eingenommen werden. O-Saft fördert die Einnahme. Alternativ könnte man noch an Venofer denken, je nach Ferritin-Status.


    Falls vorhanden, das letzte Blutbild online stellen.

    Hallo!


    Ich nehme 500 mcg flüssiges B12 als Mundspray morgens früh nach dem Zähneputzen.


    Dann Vitamin D3 als Kombi-Produkt mit Vitamin-K2 (3.000 IE D3, 150µg K2) plus Magnesium kurz vor dem Frühstück.


    2 Stunden nach dem Frühstück nehme ich Eisen (Ferro Sanol) plus Vitamin C.


    Abends nehme ich Magnesium (als Tri-Magnesium-Dicitrat, insgesamt ca 300mg/Tag)


    Meine Eisen-Werte:


    Serum-Eisen 49,2 µg/dl (60 - 180)


    Serum-Ferritin 36,0 ng/dl (11,0 - 306,8)


    veralteter unterer Wert nach meiner Meinung, ich habe gelesen 50, oder noch besser 100 ng/dl


    Hämoglobin 14,4 g/dl (12,0 - 16,0)


    Hämatokrit 43,7 % (36,0 bis 48,0)


    Transferrin 293 mg/dl (198 - 337)


    Hieraus selbst errechnete Transferrinsättigung


    (Serum-Eisen [µg/dl] / Serum-Transferrin [mg/dl]) x 70,6 = (49,2 / 293) x 70,6 = 11,9% (soll 20% bis 45%)


    Kann ich an den Faden Bitmaps oder pdfs anhängen? Ich finde es auf Anhieb mal nicht


    Die ganzen Blutwerte vom letzten Blutbild abzuschreiben dauert nämlich ziemlich lange, fürchte ich...


    Grüße.

    Hallo Alatariel


    die Entfernung der Gebärmutter ist schon ein ziemlicher Eingriff, darum sollte das eigentlich die letzte Notlösung sein, wenn alle anderen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind.


    Das Problem ist nämlich, dass die Entfernung der Gebärmutter zu einem beschleunigten Ausfall der Eierstockfunktion führt.


    Bei sehr vielen Frauen setzen dann die Wechseljahre zu früh ein.


    Die von dir aufgeführten Beschwerden - seit Sommer 2015 - sind völlig normal zum Beginn der Wechseljahre.


    Der Körper muss sich erst an die veränderte Hormonlage gewöhnen.


    Nach meiner Ansicht war es ein Fehler, eine Hormonersatztherapie zu beginnen.


    Ich vermute, dass daher ein sehr großer Teil deiner Beschwerden stammt.


    Die Hormonersatztherapie ist sehr kritisch zu sehen und nur in wenigen Fällen nötig.


    Wenn du mal die Nebenwirkungen der beiden Medikamente anschaust, wirst du darunter auch die Demenz aufgelistet finden.


    http://www.onmeda.de/Medikament/Gynokadin+Gel--nebenwirkungen+wechselwirkungen.html


    https://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/Progestan-2178920.html

    Zitat

    Dein Vorschlag wäre slso aufhören mit den Hormonen und abwarten?

    Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich die Hormone absetzen.


    Es gibt viele natürliche Mittel, mit denen man die Beschwerden in den Wechseljahren abmildern kann.


    Es kann schon 2 Jahre dauern, bis der Körper sich endgültig auf die veränderte hormonelle Situation einstellt und eine neue Balance findet.


    Alle Frauen machen diese Phase irgendwann durch.


    Je weniger man die Wechseljahre als krankhaft empfindet, umso besser geht man da durch.

    Ich weiß nicht, ich weiß nicht. Für jemanden, der angibt massive Gedächtnisstörungen zu haben, dazu Buchstabendreher und und und, liest sich das alles sehr flüssig und extrem gut sortiert.


    Ein Demenztest hat ja auch keinen Befund gebracht.


    Depressionen dagegen können schon solche Symptome machen, wohl wahr.


    Wie sieht die Ernährung aus? Die Bewegung? In einer psychosomatischen Klinik würden depressive Menschen angehalten, sich zu bewegen, zu bewegen, zu bewegen....


    Achtsamkeitsübungen mit Fokus auf mal ganz andere Dinge, weg von der Selbstbeobachtung.


    Gingko-Präparate, auch so etwas wie Scleron könnten mal ausprobiert werden.


    Aber ich denke, der Fokus mal auf was anderes gehen....

    Zitat

    Ich weiß nicht, ich weiß nicht. Für jemanden, der angibt massive Gedächtnisstörungen zu haben, dazu Buchstabendreher und und und, liest sich das alles sehr flüssig und extrem gut sortiert.

    Das ist auch mein Eindruck. Allerdings kann man sich für einen Text auch mehr Zeit zum Überlegen nehmen und ihn mehrmals bearbeiten.


    Massive Probleme können aber tatsächlich nicht vorliegen.


    Damit ein Demenztest sicher pathologisch ausfällt, muss schon viel im Argen liegen; geringere Abnahmen der kognitiven Leistung können dem Test entgehen, insb. wenn eine recht hohe Leistung ursprünglich vorlag.


    Nach einer typische Demenz klingt das dennoch nicht; wenn, dann könnte man mal Morbus Wilson ausschließen, da dieser auch mit (nur) neuropsychiatrischen Symptomen einhergehen kann.

    Hallo zusammen!


    So schnell so viele Antworten, damit hatte ich nicht gerechnet :-)


    --


    Seit meine Probleme angefangen haben, schreibe ich eine Art Tagebuch. Auf Grundlage dessen habe ich den Beitrag erstellt.


    Aus dem Gedächtnis wurde da wenig bis nichts formuliert.


    Und wie pelztier86 auch richtig erkannt hat, hatte ich vielzeit zum überlegen und bearbeiten.


    --


    Morbus Wilson habe ich kurz gegoogelt.


    Ein paar Leberwerte wurden im November mit bestimmt und waren unauffällig. ZB: GOT 18 U/L (bis 35), GPT 15 U/L (bis 35)


    Macht es daher Sinn hier weiter nachzuforschen?


    --


    Seine Aussage mit dem entgehen der Leistungsabbnahmen im Test wurde mir auch so gesagt, deshalb habe ich im Januar den Termin in der Gedächtnisambulanz die auf jüngere Menschen spezialisiert ist.


    Und ebenfalls ja, die Ausgangsleistung war eher über dem Durchschnitt, ich habe mal studiert...


    --


    Ansonsten, meine Ernährung ist gesund normal, würde ich sagen, und low carb. wir kochen in der regel selbst und frisch.


    Bewegen tue ich mich in der letzten Zeit leider kaum noch. Eigentlich sind wir viel gewandert und ich habe mal Badminton gespielt.


    --


    Gingko Präperate habe ich vor geraumer Zeit probiert und keine Wirkung feststellen können.


    Nach Scleron könnte ich meine Neurologin mal fragen.


    --


    Auch stellt sich tatsächlich die Frage, alles was ich so einnehme abzusetzen und abzuwarten.


    Aber warten kann ich sehr schlecht bis gar nicht.


    Und momentan drehen sich meine Gedanken nur um eines...


    Grüße...

    Kann mir kaum vorstellen, dass ein Neurologe Skleron kennt. Ist eher ein Mittel aus der anthroposophischen Medizin.


    Mir hilft es super, ich merke immer, wenn ich vergessen habe, das einzunehmen. Dann fallen mir Namen auch nicht ein und ich werde tüdelig...


    Mein Hausarzt sagt, er hätte damit bei seinen Patienten gut Erfolge, ich bestätige das. Und Gingko Wirkt langfristig, mein Arzt sagt, damit kann man in Würde alt werden, ein wunderbares Mittel.

    Für mich klingt es nach Pseudodemenz. Kognitive Beeinträchtigungen durch Depression.


    Bei beginnende Demenz ist nur 1 Hirnfunktion betroffen. Das Langzeitgedächtnis bleibt bei Demenzpatienten erhalten. Sie können alles über ihre Urlauben usw. detalliert erzählen. Auch wenn sie nicht wissen was sie gerade zum Frühstück hatten, oder ob sie überhaupt gegessen haben. Bis zu eine gewisse Zeitpunkt ist alles noch da.


    Bei beginnende Demenz: Kurzzeitgedächtnis ist noch normal.


    In der Regel ist erstmal nur das mittellange Gedächtnis pfutsch. (20 Minuten +)


    Es gibt aber viele Arten von Gedächtnis und bei organische Erkrankungen fallen ohe eine massiven Hirnschädigung nicht alle aus.


    Bei Depression schon.

    Klar, in psychosomatischen Kliniken gibt es viele Patienten, die das auch haben.


    Und vor allen Dingen werden die Pat. angehalten, eben mal den Fokus auch zu verschieben, mal das Leben mit den Zielen neu zu betrachten, da ist meist bösartig einiges im Argen. Falscher Arbeitsplatz, die böse Schwiegermutter, der Mann der nur noch nervt und und und. Und die Seele wehrt sich mit "Vergessen", weil das wirklich sich um sich (selbst) kümmern mit Handlungen verbunden wären, die als zu schmerzlich angesehen werden.