Mir geht es wie Benita... Für jemanden, der eine solch massive Symptomatik angibt, ist der Text viel zu kohärent, sortiert,... Ich bin ja in dem Bereich tätig und habe sowohl Menschen erlebt, bei denen es hirnorganische Probleme gab. Die waren dann aber nicht mal mehr in einem Aufnahmegespräch in der Lage, simpelste persönliche Angaben zu machen. Die waren kaum orientiert, wer und wo sie sind.


    Und dann gibt es die, wo solche Symptome psychische Ursachen haben. Die im Alltag darunter leiden, die sich dann auch immer mehr beobachten. Die Selbstbeobachtung frisst immer mehr Kapazitäten des Gehirns, ergo fehlen die woanders. Die Symptome nehmen zu, ebenso die Selbstbeobachtung und die katastrophisierende Bewertung. Ein Teufelskreis. Häufig erlebt man ihn bei Depressionen.


    Kurzum: Bitte nicht falsch verstehen. Ich glaube, dass Du diese Symptome hast - aber nach diesen ganzen Untersuchungen und dem Text oben sehe ich praktisch keine Anhaltspunkte für eine organische Symptomatik.

    Also eine Basis-Diagnostik auf Wilson (Kupfer im Urin und Coeruplasmin im Blut) könnte man schon einmal machen.


    Die GPT und GOT kann auch normal sein.


    Evtl. könnte man auch noch CHE und GLDH bestimmen lassen.


    Klinisch neurologisch untersucht wurdest du? (Reflexe, Kraft, Koordination etc.pp.)

    Nach Rücksprache mit meiner Neurologin werde ich Wilson ansprechen, wenn ich im Januar in der Gedächtnisambulanz bin.


    Neurologisch durchgecheckt wurde ich. Ohne Befund, slso alles soweit okay. Mein Tremor hat sich allerdings erst anschließend entwickelt.

    Hallo.


    Ich weiß genau wovon du redest.


    Vergesslichkeit, Zahlendreher, Wortfindungsstörungen, Gewichtsabnahme, Haarausfall, blaue Flecken usw.?


    Hast du noch irgendwelche anderen Symtome wie z.B. Juckreiz, Ohrenschmerzen, Geschmacksstörungen, Zahnschmerzen?


    LG

    Hallo!


    Falls es jemanden interessiert, der hier mitgelesen hat, oder jemand später mal über den Thread stolpert:


    Der Thread liegt eigentlich falsch hier, denn ich habe wohl eine nicht-paraneoplastische limbische Enzephalatis.


    Dies hat ich nach umfangreicher Diagnostik zuletzt in der Epileptologie der Uniklink Bonn bestätigt. (MRTs, Langzeit-EEG, Lumbalpunktion,...) Die Idee zu dieser, zu der Zeit noch möglichen Diagnose, hatte ich allerdings selbst aufs Tableau gebracht.


    Meine Deja-Vus sind einfach-fokale-epileptische Anfälle mit bisher rein psychischen Symptomen.


    Auch alle anderen Symptome sind absolut typisch für diese Erkrankung.


    Und die im nachhinein bereits eindeutigen Anzeichen in meinen älteren MRTs, wurden erschreckender Weise von den damals beteiligten Ärzten nicht erkannt.


    Ich werde aktuell mit Antiepileptika und einer Cortison-Stoßtherapie behandelt.


    Wie weit sich meine Gedächtnisprobleme zurück bilden, lässt sich schwer abschätzen, da Teile meines limbischen Systems tatsächlich schon vernarbt sind.


    Eine limbische Enzephalitis lässt jedenfalls grundsätzlich gut behandeln, wenn sie innerhalb von fünf Jahren erkannt wird. Da liege ich also gut im Zeitplan. ;-)


    Viele Grüße,


    Alatariel