Progesteronmangel und Schilddrüsen­unterfunktion

    Habe jetzt schon in mehreren Beiträgen gelesen, dass zwischen Progesteronmangel und Schilddrüsenunterfunktion ein Zusammenhang besteht. Nach der letzten Blutuntersuchung hatte mir der Arzt L-Thyroxin verschrieben, weil mein Wert im Grenzbereich gelegen hat. Ich hab´s dann aber nicht genommen, weil man laut Beipack Herzrasen davon bekommen kann und ich zu dieser Zeit sowieso schon ständig Angstzustände hatte. Die Depressionen hab ich dann mit eisernem Sportprogramm weitgehend in Griff bekommen ... und dass das ganze irgendwie mit den Wechseljahren zu tun hat, habe ich auch vermutet, aber nicht weiter drüber nachgedacht.Zwischenzeitlich ist klar, dass ich (51) einen Progesteronmangel (also im Hinblick auf´s Alter nichts ungewöhnliches) habe.


    Darum würde ich nun gerne mal wissen, wie das zusammenhängt und kann es aber nicht so recht herausfinden. Denn einmal hab ich gelesen, dass die Schilddrüsenunterfunktion vom Progesteronmangel kommt, und ein anderes Mal (vielleicht bei den jüngeren Menschen?) ist das dann aber wieder grad anders herum. Wie gesagt, bisher bin ich ohne das L-Thyroxin klar gekommen – aber wenn sich mein andererweitig durch den Progesteronmangel bedingtes Problem dadurch soweit lindern ließen, dass ich ohne HET oder Gebärmutterentfernung klar komme, wäre das ja vielleicht immer noch das kleinere Übel?


    – Wer kennt sich aus? Progesteronmangel durch Unterfunktion oder anders herum?

  • 5 Antworten

    Wäre schon möglich ... und damit auch eine Erklärung für die beiden Fehlgeburten (missed abortion), die in dieser Zeit lagen. Jedoch: obwohl ich mit Hinblick auf die Berechnung des Geburtstermins immer auf die kurzen Zyklen hingewiesen hatte, ist niemand auf diese Möglichkeit gekommen. Im Zusammenhang mit den FG hab ich dann auch mal eine Zeitlang Temperatur gemessen, ohne dass ich einen Temperaturanstieg (und damit ES) hätte feststellen können.


    Trotzdem wollte mir keiner sagen, dass kurze Zyklen was mit Progesteronmangel (oder Gelbkörperschwäche) zu tun hätten, sondern durchaus auch 21 Tage normal sein können, und Wechseljahre wollte mir (bis heute) keiner bestätigen – meine Eierstöcke seien noch gut aufgebaut ...


    Bei meinem jetzigen Arzt beginnen die WS anscheinend dann sogar erst, wenn die Menopause da ist.


    Was den Zusammenhang Schilddrüse/Progesteron angeht, werd ich in den nächsten Tagen mal die Blutwerte prüfen lassen und bei der Gelegenheit den Hausarzt befragen. Der müsste es ja eigentlich auch wissen, hoffe ich jetzt wenigstens mal.

    Zitat

    Trotzdem wollte mir keiner sagen, dass kurze Zyklen was mit Progesteronmangel (oder Gelbkörperschwäche) zu tun hätten, sondern durchaus auch 21 Tage normal sein können

    Soweit ich weiß, sind Zyklen unter 24 Tagen zu kurz für intakte Schwangerschaften. Da hätte damals bei dir wirklich mal ein Arzt drüber nachdenken müssen.


    Ich hatte vor 25 Jahren eine Progestonschwäche (die äußerte sich bei mir mit Dauerschmierblutung). Um einen Überblick zu bekommen, musste ich Temperatur messen und bekam ein Gestagenpräparat für die 2. Zyklushälfte.

    Zitat

    Bei meinem jetzigen Arzt beginnen die WS anscheinend dann sogar erst, wenn die Menopause da ist.

    Der Herr hat scheinbar noch nichts von der Einteilung des Klimakteriums in verschiedene Phasen gehört. Die Menopause kommt ja selten aus heiterem Himmel.


    Wenn dein HA sich mit Endokrinologie nicht so sehr auskennt, kannst du dich auch zum entsprechenden Facharzt überweisen lassen.

    Hallo,


    ich bin seit 5 Jahren in einer Unterfunktion.


    Einen Progesteronmangel respektive eine relative Östrogendominanz habe ich allerdings schon sehr viel länger.


    Es hat aber weder die Einnahme von Utrogest die Unterfunktion vermieden, noch die Einnahme der Schilddrüsenhormone den Progesteronmangel behoben.


    Ich nehme beides und damit geht es mir ganz gut.


    LG