Schon Wechseljahre oder was könnte das sonst sein?

    Hallo Leute,

    ich bin 45 und seit einigen Monaten geht es mir nicht so gut. Ich war nicht sicher, ob ich hier, oder im Beziehungs Forum posten soll, irgendwie hängt ja alles zusammen...


    Ich hab in letzter Zeit häufig Streit mit meinem Mann, bin schnell angerührt, weine schnell und bin im Streit auch oft ungerecht zu meinem Mann. Ich mach das nicht mit Absicht, aber irgendwie schaukelt sich alles so schnell hoch und ich bin irgendwie in einer Spirale gefangen... Wir sind knapp 25 Jahre zusammen, bald 23 Jahre verheiratet und haben 2 schulpflichtige Kinder. Wir lieben uns, aber so kann das nicht weitergehen...

    Beruflich bin ich ziemlich gestresst, bin noch mitten in einer postgradualen Ausbildung, möchte dieses Jahr damit fertig werden. Mir gehen viele Gedanken im Kopf rum, kann mich schlecht konzentrieren, wenn ich nachts aufwache, kann ich oft schlecht wieder einschlafen, was gerade beim Lernen für meine Prüfungen kontraproduktiv ist. Nachts wache ich manchmal schweißgebadet auf, aber das tritt eher sporadisch auf.

    Mein Mann meint, dass ich mir immer selbst ein Loch schaufle, dass ich mich selbst runter ziehe und damit unsere Beziehung in Gefahr bringe. Er ist derjenige in der Beziehung, der über alles reden will. Wenn ihn etwas stört, sagt er es sofort. Ich denke mir eher, ach halb so schlimm, ich sag jetzt nichts. Aber irgendwann kommt es dann im Streit doch hoch und wenn ich dann etwas sage, verletze ich ihn, ohne dass ich es will.


    Ich bin unausgeglichen und fühl mich manchmal himmelhochjauchzend und am nächsten Tag vielleicht schon wieder zu tode betrübt. Können das schon erste Anzeichen der Wechseljahre sein? Im Herbst war ich beim Gyn, der hat keine Hormonuntersuchung gemacht, sondern nur wie sonst auch US und Abstrich.


    Wer von euch hat auch Probleme mit Stimmunsschwankungen und was hilft dagegen?

  • 5 Antworten

    Puuh, schwierige Frage. Und ich finde, es ist kaum eindeutig zu beantworten, ob das Wechseljahre sind. Hast Du denn Probleme mit der Regelbltung, Veränderungen,...?


    Ansonsten reicht Stress ja auch aus für so ein Befinden... Und Du packst zusätzlich was drauf, indem Du Dich darüber ärgerst, dass Du gestresst bist. Kannst Du vielleicht an DER Reaktion ansetzen? Also humorvoller nehmen, wenn Du gereizt reagierst?


    Ist der Ausbildungsabschluss dieses Jahr realistisch? Wie viel Zeit brauchst Du für die Vorbereitung, wie schwierig wird der Abschluss an sich? Können andere Dinge bis dahin zurückstecken? Wie geht es Dir damit, wenn der Haushalt weniger perfekt ist, einfachere Dinge gekocht werden,...?


    Bei mir (46 Jahre) ist der Abschluss einer postgradualen Ausbildung gerade mal/schon 6 Jahre her. Das war mit viel Formalien, Schreibkram, schriftlichen und mündlichen Prüfungen behaftet. Ich habe recht lange für die Weiterbildung gebraucht, war Single, hatte aber finanziellen Druck, endlich "richtig" in meinem Job zu arbeiten. Mich hat dieses "Wann mache ich die Prüfung?" und dann die Vorbereitung komplett ans Limit gebracht. Zumal ja dem Abschluss einige Jahre dieser Weiterbildung vorausgingen, die auch anstrengend waren...


    Entschuldige, falls ich jetzt an der eigentlichen Frage vorbei antworte. Vielleicht zu einseitig aufgrund eigener Erfahrungen. Aber bei dem Stichwort "postgraduale Weiterbildung" klingelten meine Alarmglöckchen...

    Tja, ich hab noch eine große schriftliche Prüfung im Mai, auf die ich mich gerade vorbereite, und dann noch eine große mündliche Prüfung, wenn ich schriftlich bestanden habe. Also denke ich, dass das bis Ende des Jahres zu schaffen sein müsste. Manchmal krieg ich tagelang den A** nicht hoch und kann mich nicht zum Lernen aufraffen, dann bin ich wieder gut motiviert, will lernen, aber es geht nichts in den Kopf rein. Dann hab ich fast immer ein schlechtes Gewissen, weil ich durch das Lernen der Familie Zeit stehle, weil mein Mann mit den Kindern alleine was unternehmen muss, damit ich lernen kann.
    Oder ich lerne am Abend, nachdem die Kids im Bett sind, dann hab ich aber keine Zeit für meinen Mann.Er unterstützt mich, macht viel im Haushalt, kümmert sich toll um die Kinder. Ich sag ihm das auch oft, wie toll er ist, aber irgendwie fühlt er sich trotzdem zurückgesetzt und meint, dass ich zu wenig auf ihn eingehe. Vielleicht finde ich auch nicht die richtigen Worte, die bei ihm anklang finden...


    Irgendwie bin ich total durch den Wind, meine Stimmungsschwankungen nerven total, daher war meine Überlegung, ob mir die Wechseljahre einen Streich spielen, dass das zu den sonstigen Belastungen noch dazu kommt...

    Ach ja, Regelblutung ist schon noch relativ regelmäßig ca alle 24 Tage, also immer ein recht kurzer Zyklus. Selten kommt sie mal 3 Tage später. Manchmal hab ich davor extrem Brustspannen, Bauchschmerzen, etc. Aber nicht vor jeder Mens. Die ersten 2 Tage hab ich stärkere Blutungen und Krämpfe, dann flacht es ab, dauern ca. 6 - 7 Tage.

    Hmmm... klingt jetzt nicht sooo eindeutig nach Wechseljahren... Könntest Du mit dir ausmachen, dass das "Vernachlässigen" von Dingen bis Mai halt akzeptabel sein muss und einem höheren Zweck dient? Dass der Stress ist für die paar Wochen jetzt eben Fakt ist und du daran arbeitest, diesen gelassener hinzunehmen?


    Solche Prüfungen sind immer Ausnahmezustand... und man ist in dem Alter, mit Mann und Kindern, eben auch nicht mehr in der Lage, sich nur und ohne schlechtes Gewissen, mit den üblichen Prokrastinationsdingen, auf eine Prüfung zu konzentrieren.

    Hallo,


    Mein Gyn hat gemeint, dass die Wechseljahre meist ähnlich verlaufen, wie bei der Mutter, also hab ich mich letztens mit meiner Mutter darüber unterhalten. Bei ihr hat es damals so um die 40 angefangen mit Stimmungsschwankungen, etc. und mit ziemlich genau 50 war dann die Menopause. Da ich jetzt 45 bin, wär ich da mitten drin...

    Die letzten beiden Male war die Mens etwas aus dem Ruder, normal sind 24 Tage, die letzen beiden waren 27 und 22 Tage...

    Meine Mutter hatte die Mens bis zum Schluss relativ regelmäßig, dann waren mal 2 Monate Pause, dann nochmal eine leichte Blutung und seithr nix mehr.


    Dass durch die Prüfungssituation der Haushalt nicht so perfekt läuft, sehe ich gelassen. Mein Mann unterstützt mich ja und hilft, wo er kann. Das hat ja mE mit den Stimmungsschwankungen nichts zu tun. Die Prüfung ist in 3 Wochen und derzeit geht es mir von der Stimmung her recht gut, aber das kann sich schnell wieder ändern...