Starke Wechseljahrsbeschwerden oder etwas anderes?

    Hallo, ich habe eine Frage an Euch: ich bin 53 Jahre und bin daher natürlich voll in den Wechseljahren. Meine Regel habe ich seit vier Jahren nicht mehr, da bei mir eine Endometriumablation ( Abtragung der Gebärmutterschleimhaut) gemacht wurde. Seit 3 Jahren habe ich massive Beschwerden die sich wie folgt äußern:


    Übelkeit ohne Erbrechen, Kopfschmerzen in den verschiedensten Formen, manchmal Herzstiche, oft Mattigkeit. Achja und auch hitzewallungen aber die empfinde ich als harmlos, damit kann ich leben. Die anderen Beschwerden beeinträchtigen mich derart, besonders die Übelkeit und damit verbundene Mattigkeit, das ich kein normales Leben mehr führen kann. Die Woche über reiße ich mich sehr zusammen da ich berufstätig bin. Aber am Wochenende Hänge ich dann meistens in den Seilen. Wenn ich glück habe sind mal ein paar symptomfreie tage dazwischen. Ich bin schon einmal notfallmässig im Krankenhaus gewesen weil ich dachte ich würde einen Herzinfarkt bekommen ( Druck und Stiche in der linken Brust, Übelkeit, Erschöpfung ) aber mit meinem Herzen ist zum Glück alles in Ordnung. Meine Blutwerte sind laut Hausarzt auch ok. Er versucht mich mittlerweile in die Psycho-Ecke zu schieben da er nicht weiter weiß. Meine Frauenärztin hat mir Progesteron Creme verschrieben. Es ging mir damit nach zwei Monaten besser, allerdings bekam ich nach drei Monaten Herzstolpern sprich Zusatzschläge. Da habe ich die Progesteroncreme abgesetzt und zwei Wochen später hörte dies auf. Demnächst habe ich noch einen Termin zur magenspiegelung und auch beim Neurologen um alle anderen Erkrankungen auszuschließen. Hormone in Form von Östrogen ( Rat meiner FA) möchte ich nicht nehmen, da ich aufgrund meiner jahrelangen pilleneinnahme ein FNH ( harmloser lebereigener Tumor ) habe und meine Leberwerte seit Jahren (ohne findbaren Grund ) erhöht sind.


    Wer hat ähnliche Symptome oder hat einen Tip für mich. Ich glaube nicht, dass es psychosomatisch ist da ich weder Stress noch andere Gründe hierfür hätte. Aber wenn es so weitergeht habe ich bald psychische Probleme da meine Lebensqualität total eingeschränkt ist

  • 15 Antworten

    Du schreibst dass deine Blutwerte (bis auf die Leberwerte, die sich aber nicht in diesem Tumor begründen?) und das Herz ok sind, und dass dir die Progesteron-Creme zunächst geholfen hat.


    Wenn auch Migräne und oder die Leberwerte nicht im Zusammenhang mit deinen Beschwerden stehen und auch auch die anstehende Magenspiegelung und die neurologische Untersuchung keine Befunde ergeben, würde ich ganz schon sehr schwer auf WS-Symptome tippen. Mattigkeit und Kopfschmerzen sind als Symptome für Progesteronmangel beschrieben, und wie gesagt, die Creme hat ja zunächst auch Besserung gebracht. Herzstolperer als Reaktion auf die Zuführung des dir in jedem Fall fehlende Progesteron? Vielleicht lag ja eine Überdosierung vor? An deiner Stelle würde ich es nach Rücksprache mit den Ärzten (wegen den Leberwerten/Wechselwirkungungen) vielleicht versuchsweise und vorrübergehend nochmal mit der Creme in geringerer Dosis oder mit einem pflanzlichen Mittel (Mönchspfeffer, usw.) probieren, um evt. auf diesem Weg zu erwirken, dass sich wieder ein ausgeglicheneres Verhältnis zwischen den Hormonen einpendelt, mit dem du dann anschließend wieder ohne Therapie auskommst. Evt. würden dir auch Entspannungsübungen wie Yoga oder progressive Muskelentspannung was bringen? Dass du keine Hormone nehmen möchtest, kann ich sehr gut verstehen, und ist bereits mit Hinblick auf die Leberwerte bestimmt die richtige Entscheidung, denn eine kaputte Leber würde dir sicher noch viel größere Probleme machen. Wenn deine Lebensqualität jedoch dauerhaft gravierend eingeschränkt ist und letztendlich in Depressionen oder Burnout enden, bleibt dir letztlich vermutlich nichts anderes übrig, als abzuwägen, mit welchem Risiko/Übel es sich besser leben lässt.

    Ja. Danke Seli62. Werde erstmal die beiden nächsten Termine (Neurologe und Magenspiegelung) abwarten. Hatte bislang in meinem Leben nie Probleme meine Gesundheit betreffend. Auch bei meinen Schwangerschaften hatte ich nie mit Übelkeit zu kämpfen. Daher macht es mich ganz schön fertig, jetzt solche Symptome zu haben und nicht genau zu wissen was es ist. Bei den Ärzten findet man auch nicht wirklich Gehör. Hoffte, hier ein paar Leidensgenossinnen zu finden, denen es ähnlich geht. Die meisten in meiner Bekanntschaft Klagen über Hitzewallungen und Schlafstörungen. Aber Übelkeit und Erschöpfung hat niemand. Darum fürchte ich immer es ist doch etwas anderes.

    Ja, diese Ängste kenn ich auch, und ich kenn auch niemand, der mal von der Übelkeit erzählt hätte, das mit den Wechseljahren ist halt so ein Thema, über das niemand so wirklich gern sprechen möchte. Die Erfahrung hab wenigsten ich mal so gemacht.


    ... aber les da mal nach:


    http://www.hilfreich.de/oestrogendominanz-auf-das-richtige-verhaeltnis-kommt-es_17391


    da steht das mit der Übelkeit auch drin, scheint also auch nicht ganz so ungewöhnlich zu sein.

    Hallo Rotschopf2, ja, ich bin auch schon auf Schilddrüse untersucht worden. Der obere Wert TSH war in Ordnung. War vor drei Wochen beim Endokrinologen und habe auch dort ein Blutbild machen lassen. Wegen der Unterwerte und noch so ein paar andere Blutuntersuchungen die meine Symptome auslösen könnten. Allerdings dauert es vier bis sechs Wochen bis ich die schriftliche Antwort bekomme. Das ist dort in der Praxis wohl so üblich dass man eine schriftliche Info bekommt und kein persönliches Gespräch. Habe letzte Woche dort angerufen und die Helferin sagte, wenn etwas ausser der Norm ist, würde der Arzt sich telefonisch melden. Da er dies nicht getan hat, gehe ich davon aus, dass alles ok ist. Wenn ich in dem Link von SEli62 lese, dass es einfache Speicheltests gibt zur Bestimmung des Hormonhaushaltes frage ich mich, warum meine FA das nicht schon längst gemacht hat. Es wurde nur ein Bluttest gemacht und die Info die ich bekam war: "Ja, da ist nichts mehr" und dann eben die Progesteroncreme.Werde auch sie nochmals darauf ansprechen. Es ist mir so leid diese ständige Rennerei zu den Ärzten - das könnt ihr mir glauben. Monatelange Warterei auf einen Termin bei Fachärzten und dann keine vernünftige Hilfe. Heute ist wieder so ein Tag wo es mir nicht gut geht. Die Überkeit ist permanent da und Schmerzen in der Brust habe ich auch. Bin echt verzweifelt.

    So, nun will ich mal wieder einen Stand meines Befindens abgeben. Oft hört man nichts mehr von einigen Mitgliedern, das finde ich schade.


    Seit drei Monaten nehme ich Wechseljahrsglobuli, die mir gegen die Hitzewallungen und die Übelkeit gut geholfen haben.


    Ich bin aber immer noch nicht wieder richtig fit. Im November war ich für drei Tage im Krankenhaus da ich plötzlich wieder über Tage Extrasystolen hatte die mich sehr beeinträchtigt haben und mir Angst machten. Im Krankenhaus waren es beim LangzeitEKG 4800 aber hauptsächlich tagsüber, nachts selten. Mein Herz ist wohl in Ordnung. Die ES harmlos.Man hat mir empfohlen Betablocker zu nehmen, was ich aber erstmal abgelehnt habe. Die Ärzte wollten mir auch einreden, dass es wohl psychisch wäre. Kann es immer noch nicht Glauben, da ich ja auch diverse körperliche Symptome habe, die ich mir nicht einbilde. z.B.linksseitig diverse Brustbeschwerden (Druck, Ziehen, Stechen) die auch in den Arm und manchmal ins Bein ausstrahlen. außerdem habe ich keinen für mich ersichtlichen Grund. Es ging mir dann einige Zeit recht gut, wenn man von gelegentlichen Kopfschmerzen, Mattigkeit und Einschlafstörungen absieht. Für die Brustbeschwerden mache ich Funktionstraining da der Orthopäde Brustwirbelverklemmungen als Ursache sieht. Bis jetzt aber keine Besserung. Die Untersuchung beim Neurologen (Kopf) war auch ohne Befund.


    Jetzt, nach zwei Monaten Ruhe, habe ich seit gestern wieder diese Extrasystolen. Das schmeißt mich ziemlich um, da ich dabei auch körperlich völlig platt bin. Ich kann wirklich kein psychischen Auslöser hierfür erkennen. Habe mich aufs Wochenende gefreut.Eine Psycho-Therapie habe ich zwar auch schon erwogen. Aber erstens bekommt man keinen Platz (ewige Wartezeiten) und zweitens weiß ich nicht, was das bringen soll. Ich habe nichts zu verarbeiten. Tja so langsam weiß ich auch nicht weiter. Das kann doch nicht alles von den Wechseljahren kommen? Auf der anderen Seite fingen diese Beschwerden erst mit 50 Jahren an. Davor brauchte ich selten einen Arzt. Mittlerweile habe ich fast alle Fachrichtungen durch. Es ist zum verzweifeln. >:(

    hallo ihr wechseljahrgeplagten!


    ich bin 48 jahre alt(2 kinder) und seit 2 jahren kenne ich die symptome, die ihr beschreibt auch, übelkeit, herzrasen- oder stolpern,hitzewallungen, unruhe und totale abgeschlagenheit, verspannung und kreislaufprobleme usw. ich bekomme meine tage noch regelmäßig, aber immer wieder verkürzte zyklen und schmierblutungen und zysten in den brüsten. ich habe zugenommen und die beschwerden kamen bei mir immer in der 2. zyklushälfte, das typische pms. ich bin auch durchgecheckt worden und alles ist ok.


    ich wollte auf keinen fall die üblichen hormone nehmen und habe mich auf eine lange suche gemacht. kräuterheilmittel halfen mir nur bedingt und war auch sehr aufwendig. über die yamswurzel bin ich dann an ein buch geraten, das ich hier gerne empfehlen würde: "natürliche hormontherapie" von dr.a. scheuernstuhl. es hat ein bischen gedauert und ein paar selbstversuche gebraucht (mein arzt wollte nicht erhöhen, obwohl ich merkte, es reicht noch nicht), aber, seit 2 zyklen bin ich beschwerdefrei und bekomme sogar noch meine alte figur zurück! ich bin beeindruckt! mein progesteron war so im keller, das ich entgegen vieler anderer meinungen, recht viel progesteron brauche, das ich dann im selbstversuch ausprobiert habe und es hat geklappt.ich schmiere 10% und 3% creme.vorraussetztung ist aber schon ein speicheltest und ein arzt, der den auswerten kann. findet man aber auf der hp von fr. dr. scheuernstuhl. ich finde den ansatz des natürlichen progesterons ganz wichtig für uns frauen, da er uns gesund machen und erhalten kann... aber bitte nur die naturidentische variante!! habe viel dazu gelesen, dr. rimkus, dr. lee, lohnt sich!

    hallo birgit 60,nicht verzweifeln, wenn alle medizinischen faktoren untersucht wurden und man nichts feststellen konnte, ist das schon mal ein gutes zeichen!


    und wenn sich die ärzte mit natürlichem progesteron nicht auskennen und auch noch nichts von speicheltests wissen, ist das traurig, aber, es gibt menschen, die da helfen können. die "herzgeschichten" sind gerne bei uns frauen ein thema, das durchaus mit den wechseljahren zu tun hat, sowie ja auch die osteoporose oft nach den wechseljahren kommt. dr. rimkus sagt in einem seiner bücher, dass durch den hormonabfall, übrigens bei männern auch, die klassischen altersgebrechen eintreten. oder auch krebsentstehungen begünstigt werden. dadurch, dass das naturidentische progesteron exakt die gleiche zusammensetzung hat, wie unser eigenes, hilft es den körper wieder in balance zu bringen und uns gesund zu erhalten.progesteron hat viele gute eigenschaften, die wir in jüngeren jahren ohne darüber nachzudenken, genossen haben. ich habe schon von einigen frauen gehört, das sie herzprobleme im oder nach dem wechsel haben, von daher würde ich dir sehr das buch von fr. dr, scheuernstuhl empfehlen, darüber bin ich auch ans progesteron gekommen. sie selber hatte auch eine eigene leidensgeschichte und weiss, wovon sie schreibt, zudem ist sie ärztin. auf ihrer hp fand ich auch einen behandler in meiner nähe. man muss aber wissen, dass es noch viel unsicherheit auch unter ärzten über diese behandlungsform gibt. da ich krankenschwester bin und viel im gyn. bereich gearbeitet habe, habe ich mich sehr intensiv mit dem thema beschäftigt und auch ein bischen an mir ausprobiert, weil auch mein behandler nicht so richtig weiter wusste. mir liegt das natürliche progesteron sehr am herzen, die ganzen hormonersatztherapien sind nicht ungefährlich! und ich würde mir wünschen, soviele frauen und ärzte wie möglich würden ihren horizont erweitern, zu unser aller besten! die rimkustherapie läuft über bluttest, aber einem speziellen, die 3% und mehr creme therapie wird über speicheltest gemacht. es sollte aber in beiden fällen jemand sein, der sich auch mit der entsprechenden therapie auskennt. manche frauenärzte geben 1% creme, aber eher gegen brustspannen. ich hoffe, ich konnte dich ein wenig beruhigen, gabri L

    hallo. bin neu hier und erkenne mich wieder. sind das alles "nur" wechselbeschwerden? geschwollene finger und zehen. übelkeit und schwindel verhindern alltag. muskel- u.gelenksschmerzen. hitze und schwitzen stören nicht. aber viel weinen und ängste. gegen depression nehm ich trittico u. schlaf endlich wieder.sonst: thyrex wg. sd, pregnenolon und estrogel ( natürl. östrogen) 2x 1hub auf unterarm. gegen übelkeit hylaktiv oder magenbitter. werte: e2 <10; fsh 95,9; prol 15,3; prog. 0,99. bin 57, schleppe mich bleiern und kraftlos, freudlos dahin. hab einen lieben mann, eine tolle tochter und eine öffentliche arbeit, die einmal viel spaß macht(e). wie soll ich so den alltag meistern?

    hallo ibin57, vielleicht würde dir die "rimkus" behandlung helfen. dr. volker rimkus war jahrelang gynäkologe in eigener praxis und hat eine spezielle methode entwickelt im bereich der naturidentischen hormone. über seine hp gelangt man an ein hormonnetzwerk, in dem es eine therapeutenliste gibt, die nach dieser methode behandeln, mit den sogenannten "rimkuskapseln". man bekommt einen bluttest abgenommen und dann kapseln verschrieben, die speziell für die eigenen bedürfnisse mit natürlichen hormonen versehen sind. dr. rimkus hat auch einige bücher dazu geschrieben, sehr lesenswert. auf das du einen weg aus dieser "bleiernheit" findest, gruß, gabri L


    vielleicht lässt du uns teilhaben, wenn du damit erfolg hast?

    danke, gabri l für deinen rat. klingt sehr interessant. kann dem aber derzeit nicht folgen, da ich von meinem sehr umsichtigen gynäkologen mit der diagnose " major depression " in die uniklinik überwiesen wurde. war also doch nicht allrd "nur" der wechsel. ich glaub, dass viele frauen um mein alter herum "vielfrontenkämpferinnen" sind. derzeit nehm ich abends 100mg trittico und kann damit besser schlafen. morgens 5 mg cipralex. bereits nach 4 tagen viel bessere stimmung, aber ich kämpfe mit übelkeit, schwindel, zittern, appetitlosigkeit und friere schrecklich. hoffentlich sind das"nur" nebenwirkungen, die bald vergehn. meine wallungen sind ganz selten geworden. mein wechsel wird also mehrfach bedeutung haben, da ich viel "wechseln" muss. ganze verhaltensmuster und einstellung mir selbst gegenüber. nochmals danke.

    hallo ibin 57, ich denke mittlerweile, das es zuerst zu einem ungleichgewicht der hormone kommt, bei jedem ab einem anderen alter, bei allen menschen aber bestimmt irgendwann, gefühlt oder auch ungefühlt. durch dieses ungleichgewicht kommt es dann zu diversen erkrankungen, wie depressionen, herzprobleme, gewichtsprobleme, osteoporose, krebserkrankungen usw. und auch diverse symptome wie schwindel, übelkeit, frieren. so beschreibt es dr. rimkus in seinen büchern. er geht von diesem ansatz aus und behandelte deswegen zuerst mit den naturidentischen hormonen, um das gleichgewicht wieder herzustellen und darüber folgeerkrankungen, wie z.b. die depression usw. zu verhindern. ganz viele frauen haben ab 40 jahre diese depressionen. ich kenne sogar eine psychiaterin, die selber daran litt und es auch erst nicht den hormonen zuschrieb (viele erkrankungen werden nicht dem hormonungleichgewicht zugeschrieben, tauchen aber interessanterweise zur gleichen zeit auf, wie es zu diesem ungleichgewicht kommt).


    progesteron ist z.b. ein natürliches antidepressivum. und wenn man liest, für welche prozesse hormone in unserem körper gebraucht werden, wundert es eigentlich auch nicht, dass es zu störungen kommt, wenn hormone da plötzlich fehlen oder weniger vorhanden sind.


    es ist natürlich auch so, dass wir über unser alter in andere lebenssituationen kommen, in umbrüchen sind und auch verhaltensmuster eine rolle spielen. körper und seele sind da für mich untrennbar miteinander verbunden und hormone deswegen auch nicht das allerheilmittel. den körper aber darüber wieder in balance zu bringen um folgeerkrankungen vielleicht darüber zu vermeiden halte ich für einen guten, neuen denkansatz. liebe grüße!