Utrogest gegen Zwischenblutungen

    Hallo,


    ich (46) habe seit einigen Jahren ständig Zwischenblutungen gehabt. Auch während der Pilleneinnahme. Nachdem ich verschiedene Pillen ausprobiert hatte, habe ich diese schließlich abgesetzt. Die ständigen Zwischenblutungen aber blieben. Meine FÄ hat mir dann Orgametril verschrieben und damit war alles im Lot. Jetzt wurde dieses Medikament leider vom Markt genommen. Seit einem Zyklus nehme ich nun Utrogest. Zwischenblutungen hatte ich auch nicht. Momentan habe ich aber die Einnahmepause (nehme die Tabletten erst ab dem 9. Zyklustag) und bekomme keine Blutung. Ich müsste sie eigenlich schon vor drei Tagen bekommen haben. Seitdem habe ich auch einige typische Beschwerden wie diese ganz "besonderen" Kopfschmerzen und ab und an leichte Schmerzen in den Beinen. So kündigt sich bei mir die Menstruation an bzw. habe ich diese Beschwerden die ersten zwei Tage.


    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?


    LG, Sommerleuchten

  • 16 Antworten

    Hallo Sommerleuchten,


    nehme seit einiger Zeit auch Urogest. Bin 44 und bei mir haben die Wechseljahre auch bereits eingesetzt. Bei Urogest handelt es sich um ein natürliches Hormon (Progesteron), was nicht synthetisch hergestellt wird. Gewonnen wird es aus der Yamswurzel. Das ist sehr wichtig, da die synthetisch hergestellten Hormone (wie z.B. in der Pille) in Verdacht stehen, Krebswachstum zu begünstigen.


    Wenn eine Frau in die Wechseljahre kommt, sinkt zuerst der Progesteronspiegel. Dieses Hormon ist aber sehr wichtig und schützt Frauen besonders vor Brust- und Gebährmutterhalskrebs. Dieses Krebsarten steigen besonders bei Frauen ab 40 Jahren an, da eben hier die körpereigene Produktion nachlässt. Die meisten Frauen bemerken ihre Wechseljahre erst, wenn die bekannten Hitzewallungen kommen. Dafür ist dann aber der sinkende Östogenspiegel verantwortlich, da ist das Progesteron bereits im Keller.


    Ich habe für gut einem Jahr auch plötzlich alle 14 Tage Blutungen bekommen und irgendwie veränderte sich alles bei mir. Ich habe gleich mal auf den Beginn der Wechseljahre getippt, mein Frauenarzt nahm mich aber leider nicht ernst. Bin dann Ende 2008 zum Endokrinologen gegangen. Die dort gemachten gemachten Hormontests bestätigten meine Vermutung. Ich war ein großer Skeptiker in Bezug auf die Einnahme von Hormonen, habe mich allerdings jetzt in das Thema mal eingearbeitet. Vermutlich wissen die meisten Frauen viel zu wenig darüber! Daher meine Empfehlung zu dem Buch 'Die Wahrheit über Hormone' von Dr. A. Römmler, erschienen im Südwest Verlag, ISBN 3-517.06906-X. Dieses Buch ist leicht verständlich und nicht im üblichen 'Fachchinesisch' geschrieben.


    Seit ich Urogest nehme, geht es mir wieder gut. Und meine Kopfschmerzen haben dabei nachgelassen. Meine Haut ist wieder besser (nicht mehr so trocken) und ich bin ruhiger und ausgeglichener geworden.


    Wichtig aber immer: nur unter ärztlicher Aufsicht nehmen und regelmäßig den Hormonstatus untersuchen lassen.


    Ich wünsche Dir auf diesem Wege 'sorgenfreie' Wechseljahre!


    Liebe Grüße


    bombo

    Hallo,


    danke erst einmal für Eure Antworten.


    Meine Gyn meinte schon, dass die Wechseljahre beginnen könnten. Als meine Zwischenblutungen anfingen, war das aber definitiv noch nicht der Fall, wie ein Hormonstatus damals bestätigte. Allerdings ist das inzwischen ca. 2 Jahre her und da kann sich einiges geändert haben, so dass ich davon ausgehe, jetzt in den Wechseljahren zu sein. Hier wurde die Frage gestellt, warum ich überhaupt Hormone gegen Wechseljahresbeschwerden nehme. Ich nehme sie, weil ich es leid war, im Prinzip vier Wochen am Stück Schmerzen und Blutungen zu haben.


    Mein Problem mit Utrogest ist nun, dass ich gar keine Blutung mehr bekomme und nur die Begleiterscheinungen habe. Heute gehts mir wieder gut. Die Regel wäre heute vorbei, wenn sie denn gekommen wäre. Aber nichts. Keine Blutung, kein Ausfluss.


    LG, Sommerleuchten

    Was stört dich denn daran, keine Blutung gehabt zu haben? Es ging dir doch darum, die Zwischenblutungen los zu werden, irgendwann wirst du auch wieder eine Blutung haben, solange noch genug Östrogen vorhanden ist. Es ist ganz normal, dass in deinem Alter die Blutungen ausbleiben können, das muss gar nichts mit Utrogest zu tun haben.

    hallo,


    jetzt melde ich mich mal zu Wort :-)


    Bin 21 und daher noch nicht in den Wechseljahren. Aber ich nehme auch Utrogest wegen PCOS und einer dauerhaften Schmierblutung.


    Mein Arzt meinte ich solle es 3 Monate durchnehmen (da ich keine Zyklen habe), und ich nehme es jetzt bereits 3 Wochen. Die Blutung war sofort vorbei, aber ich merke seit 3 Tagen, dass es wieder leicht bräunlich wird, aber nur ganz leicht (deswegen denke ich darüber nach eine Pause einzulegen, aber ich bin mir sehr unsicher).


    Jedenfalls haben bei mir die Blutungen auch sofort aufgehört.


    Wurde es bei dir geklärt, woher die Blutungen stammen?

    @ Monika65

    Dass ich keine Blutung habe, stört mich nicht. Aber ich habe gelesen, dass, wenn keine Blutung erfolgt, evtl. irgendwann eine Ausschabung sein muss. Da ich eben bei dem vorhergehenden Medikament (was auch ein völlig anderer Wirkstoff war) Blutungen in der Pause hatte, wundert es mich, dass jetzt keine Blutung kam.

    @ Mnemosyyne

    Meine Ärztin machte einen Hormonstatus und stellte fest, dass ich noch nicht in den Wechseljahren wäre. Allerdings ist das schon eine Weile her. Ich hätte aber zu viele Stresshormone und daher würden die Blutungen kommen. Ich hatte die Blutungen ja sogar unter Einnahme der Pille. Nach Absetzen der Pille gingen sie auch nicht weg. Dann bekam ich Orgametril verschrieben und alles war bestens. Bis ich vor ca. 4 Wochen zu Utrogest wechseln musste. Erst war mir tagelang total schwindlig, da sollte ich dann die Dosis halbieren. Und jetzt kam eben keine Blutung. Heute habe ich starke Unterleibsschmerzen. Vielleicht kommt ja doch noch was, obwohl die Regel heute eigentlich vorbei sein müsste.

    Zitat

    Gewonnen wird es aus der Yamswurzel. Das ist sehr wichtig, da die synthetisch hergestellten Hormone (wie z.B. in der Pille) in Verdacht stehen, Krebswachstum zu begünstigen.

    Bei Hormonen ist es völlig wurscht, aus was sie gewonnen werden-die Wirkung am Rezeptor bliebt gleich-und damit auch das Krebsrisiko, falls vorhanden.


    Ich kenne jeden Falls keine ernstzunehmende Studie, die dies belegen würde-und auch der Hersteller schreibt in seiner fachinfo nichts, was darauf hinweisen würde.

    Ich wäre über Links dankbar.


    Ich finde übrigens auch in der Fachinfo keine Angaben zur Gewinnung des Progesterons-da es aber um einiges schwerer ist, Yams Progesteron aufzureinigen, nehme ich schwer an, dass Utrogest ganz normales, synthetisch hergestelltes Progesteron enthält. Was wie gesagt wurst wäre-denn in unserem Körper kommt auch Progesteron vor. Wir reden also vom selben Molekül.

    Das einzige was ich finde, ist das Progesteron nie zu einem erhöhten Brustkrebsrisiko führt-und genau das habe ich nie bestritten.


    Ich bestreite nur, dass synthetisiertes Progesteron anders wirkt, als aus Yams aufgereinigtes-das wäre pharmakologisch nämlich Nonsense, da es dasselbe Molekül ist.


    Das andere Gestagene das Krebsrisiko fördern können, ist klar-das sind ja auch andere Moleküle