Verfrühte Wechseljahre - Symptome Atemnot, Schluckbeschwerden...

    Hallo,


    ich bin gerade 43 geworden und kämpfe nun seit ca. 5 Monaten mit diversen Beschwerden. Diese kamen so nacheinander und aus dem Nichts. Genauso plötzlich hörten meine Migräneanfalle nach 30 Jahren auf.


    Blutbild (vor zwei Wochen) ergab eine Gelbkörperschwäche mit Verdacht auch Klimakterium praecox.


    Zur Behandlung gibt es nun wieder die Pille, die ich bis vor 2 Jahren auch genommen und gut vertragen hatte (Neo-Eunomin). Diese nehme ich nun seit einer Woche ein. Die Heulkrämpfe sind besser geworden, der Rest s.u. leider noch nicht.


    Wie lange dauert es nach Start der Pille, bis sich die Symptome bessern?


    Meine Symptome sind jeweils wechselnd in Häufigkeit/Dauer/Stärke (Hitzewallungen habe ich keine):


    Atemnot


    Schluckbeschwerden (aber anders als klassisches Globusgefühl), fühlte sich muskulär (verkrampft an)


    Komisches Gefühl im Mund/Hals/Zunge -> trocken, teils leicht brennend, teils so als ob der Rachen mit etwas "fremdem" ausgekleidet wäre


    Herzstechen


    Panikattacken


    Heulkrämpfe


    Zyklusunregelmäßigkeiten (häufig mehrere Schmierblutungen im Monat)


    Sehstörungen


    Schwindel


    nachts häufig schwere Hustenanfälle, Schleim im Hals


    nachts sind die Atmenot und die Schluckbeschwerden besser.


    Kennt noch jemand diese Symptome?


    Was kann ich noch tun außer abwarten, ob es mit der Pille besser wird?


    LG solaryellow


    PS: bitte keine Tipps aus dem Bereich Homöopathie/Schüssler etc.

  • 4 Antworten

    Schilddrüsenunterfunktion ist seit über 10 Jahren bekannt und gut eingestellt (hatte ich oben vergessen, sorry).


    HNO ohne Befund (Schluckbeschwerden)


    Lunge abhören ebenfalls ohne Befund


    Hmmm Infekt über mehrere Monate ohne erhöhten CRP ist auch unwahrscheinlich. Großes Blutbild (mehrfach im o.g. Zeitraum) inkl. z.B. Eisenwerten auch alles ok.


    Da die untypischeren Beschwerden im gleichen Zeitraum auftraten, wie die typischeren (Zyklus, Psyche) wäre ich auch mangels anderer Befunde geneigt, das doch im Bereich Wechseljahre zu verorten...

    Aufgrund des Zusammenspiels zwischen Sexual- und Schilddrüsenhormonen sollte man die Schilddrüsenwerte im Auge behalten. Die Pille kann Einfluss auf die Schilddrüse bzw auf die Verwertung der Hormone haben.


    Beim Eisenwert sollte man einmal aufs Ferritin/Transferrin gucken, freie Eisenwerte haben relativ wenig Aussagekraft. HK und MC-Werte können ebenfalls hinweisgebend sein.


    Lymphotrope Viren wie beispielsweise EBV können wochen- bis monatelang zu Symptomen führen. HHV4 persistiert im Körper. Teilweise zeigen sich erhöhte Leberwerte, ein unauffälliges Blutbild schließt den EBV Virus als Verursacher verschiedenester Symptome leider nicht aus. Auch CRP kann innerhalb der Referenz liegen.


    Falls die Pille die bestehenden Beschwerden nicht zu beheben vermag, könnte man eventuell einen genaueren Blick aufs Blutbild (auch in Richtung EBV, Mängel wie Eisen, Vit B12, Vit D) werfen.

    Vielen Dank!


    Eisenwerte (deshalb schrieb ich Werte und nicht Wert) sind alle ok, wenn auch im unteren Drittel der Referenzwerte.


    Zu Vitamin D meinte der Doc, ein Bluttest wäre nicht sonderlich aussagekräftig. Andere Vitaminmangelzustände würde ich aufgrund der Ernährung ausschließen.


    Die Pille nehme ich ja erst gut eine Woche, da kann es kaum Auswirkungen auf die Schilddrüse geben.


    Die Beschwerden hingegen habe ich ja seit Monaten.


    Leider noch immer keine Besserung. Atemnot, komisches Gefühl in Rachen/Zunge, Schwindel, Sehstörungen etc. unverändert. Heute nun auch leichte Wortfindungs- und Sprechstörungen dabei. Würde ein Besuch beim Neurologen Sinn machen? Könnten die Beschwerden auch neurologischer Natur sein?


    Ich bin echt am Verzweifeln, was das alles ist und ob das jemals wieder weggeht...