Was passiert da eigentlich genau?

    Seit einem halben Jahr hab ich nächtliche Schwitzattacken, naja, dann hat sich mal meine Regel verschoben, hat auch schon mal 2 Wochen gedauert aber sie kam, d.h. wenn ich es richtig sehe, findet ein Eisprung statt, sonst gäbe es auch keine Blutung. Jetzt warte ich seit 1 Woche wieder mal auf meine Regel, hab Kopf- und Unterleibsschmerzen, mein Körper kribbelt, fühle mich nicht wohl aber die Blutung kommt nicht. Kann ich nun davon ausgehen, weil ich eben alle sonstigen Anzeichen für eine zu erwartende Blutung habe, dass die noch anrollt oder bleibt die auch trotz der Symptome einfach mal aus? Oder anders gefragt, bleibt sie nicht nur dann aus, wenn auch kein Eisprung stattgefunden hat? Also ohne Eisprung hätte ich doch auch nicht die anderen Beschwerden wie Kopf- und Unterleibsschmerzen oder wie sehe ich das?


    Weiß jemand wo ich mich mal eingehend informieren kann?

  • 10 Antworten

    Der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut ist unabhängig vom Eisprung. Jeden Monat baut sich die Schleimhaut auf weil sie denkt, es könnte ja sein, dass es einen Eisprung gibt, dann eine Befruchtung und somit muss die Schleimhaut bereit für die Einnistung sein. Kommt es zu keiner Einnistung, blutet die Schleimhaut ab und baut sich beim nächsten Zyklus wieder auf. Ob deine Mens. kommt oder ausbleibt kann ich dir nicht sagen???. Wenn du schon in den WJ bist und sich die Schleimhaut nicht mehr genügend aufbaut, wird sie ausbleiben.

    Demnach hat die Blutung nichts mit dem Eisprung zu tun? Wenn die Blutung ausbleibt, sich also keine Schleimhaut aufbaut, dann gab es auch keinen Eisprung, richtig? Denn wenn es einen gäbe, müsste sich ein evtl. Ei ja irgendwo einnisten können...wo sollte das dann möglich sein, wenn keine Schleimhaut da ist? Also kann ich davon ausgehen, dass kein Eisprung mehr stattfindet, wenns mal losgeht mit dem Ausbleiben der Regel? Kann mir das jemand noch genauer erklären oder kann man das irgendwo nachlesen? Ich bin 48 und hatte meine Regel immer pünktlich, selten mit einer oder zwei Wochen Verspätung. Jetzt bin ich eine Woche drüber und es fühlt sich an, als kämen meine Tage...Bauchweh, Kopfweh, Miese Laune, das übliche halt.


    Angenommen die Regel bleibt ganz aus, also es hat sich keine Schleimhaut aufgebaut, die dann auch nicht abfließen muss...was wäre dann der Grund für meine Beschwerden???

    Hi Albany,


    Also, ich weiß es nicht ganz sicher - aber meine Mutter wird dieses Jahr 50 und hat seit zwei Jahren ähnliche Beschwerden. Teilweise kommt die Regel nicht, aber die Unterleibschmerzen/krämpfe treten trotzdem auf. Dann bekommt sie manchmal alle 2 Wochen eine Blutung. Ich denke, es ist sehr wahrscheinlich das dies mit den Wechseljahren zusammenhängt.


    Hast du denn z.Z. ungeschützten Sex, sodass du dir Gedanken machen müsstest - oder fragst du rein aus Interesse?

    Huhu Albany,


    guck mal hier, damit werden sicher deine Fragen beantwortet.


    http://wechseljahre.gesund.org/beschwerden/zyklus-unregelmaessigkeiten.htm


    Mir geht es gerade auch so, dass ich über 2 Monate keinen Eisprung hatte und Menstruation ausblieb. Vor zwei Wochen fing es dann mit leichten SB die stundenweise wieder aufhörten. Diese sind jetzt in eine leichte Blutung übergegangen. Ein paar Wochen vorher hatte ich auch immer schon das Gefühl, dass die Mens bald kommen wird, abe da kam halt nichts. Werde nach Ostern zum FA. gehen, wenn es nicht besser wird.


    LG


    Ravini

    Hallo,


    bereits ab dem 40 Lebensjahr hat eine Frau (es gibt auch Ausnahmen) nicht mehr regelmäßig einen Eisprung. Es kann sein, dass ein Ei heranreift- aber es nicht bis zum Eisprung schafft.


    Die Frau hat dann trotzdem eine regelmäßige Blutung.


    Feststellen kann man den Eisprung durch die Morgentemperatur. Also messen und 'Termperaturkurve führen- und zwar vor dem Aufstehen. Nach dem Eisprung erhöht sich die Termperatur um 1 Grad.


    Es ist so, dass ohne Eisprung kein Progesteron gebildet wird. Somit beginnen die WJ nicht mit einem Östrogenmangel wie oft behauptet wird.


    Ohne Progesteron hat man z.B. schmerzende Brüste , Heisshunger- Stimmungsschwankungen, .......


    In den WJ ist alles möglich- Zyklen ohne Eisprung aber mit Eireifung- Östrogene sind dominant im Körper weil Progesteron fehlt.


    Folge: starke Blutungen


    keine Eireifung-. niedriger Östrogenspiegel- langer Zyklus. dann doch noch Eireifung.- evtl. wieder ein Eisprung.


    In den Wechseljahren hört zuerst die Progesteronbildung auf- weil der Eisprung fehlt.


    Nach und nach werden auch keine reifen Eizellen mehr gebildet- dann sinkt irgendwann auch der Östrogenwert.


    Und wenn dieser dauerhaft niedrig bleibt- dann ist irgendwann die Menopause d.h. 12 Monate keine Blutung mehr.


    Die Seite lifeline.de hat eine Rubrik Wechseljahre- da kann man vieles nachlesen.


    Liebe Grüße


    Emilia47

    Also meine Brüste schmerzen seit 20 jahren ab dem Zeitpunkt des Eisprungs, kurz vor Einsetzen der Blutung hab ich auch Stimmungsschwankungen und Heißhunger. Deiner Aussage nach fehlt mir seit 20 Jahren Progesteron??? Und ich habe seit 20 Jahren keinen Eisprung....äh...Da kann was nicht stimmen...

    Zitat

    Also meine Brüste schmerzen seit 20 jahren ab dem Zeitpunkt des Eisprungs, kurz vor Einsetzen der Blutung hab ich auch Stimmungsschwankungen und Heißhunger. Deiner Aussage nach fehlt mir seit 20 Jahren Progesteron ??? Und ich habe seit 20 Jahren keinen Eisprung....äh...Da kann was nicht stimmen.

    Das sind dann die typischen PMS-Beschwerden. Etwa ein Drittel bis die Hälfte aller Frauen im gebärfähigen Alter leidet an einem prämenstruellen Syndrom; welche folgende körperliche Symptome machen können:


    Gewichtszunahme durch Wasseransammlungen im Gewebe


    Hautveränderungen


    Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Erschöpfungssymptome


    Übelkeit und Kreislaufbeschwerden


    Durchfall


    Krämpfe im Unterbauch


    Kopf- und Rückenschmerzen


    Heißhunger oder Appetitlosigkeit


    Schmerzhafte Spannungen, Schwellungen oder extreme Empfindlichkeit gegenüber Berührung der Brüste - die sogenannte Mastodynie


    erhöhte Sensibilität auf Reize (Licht, Berührung, Lärm, Geruch, Zeit- und Arbeitsdruck)


    Migräne


    Ohnmacht


    Völlegefühl


    Schmerzen im Bereich der Geschlechtsorgane und im kleinen Becken beim Geschlechtsverkehr – eine sogenannte Dyspareunie


    Schleimhautreizungen ähnlich Erkältungssymptomen


    Aktivierung von latenten Entzündungsherden im Körper


    Seelische Symptome:


    Stimmungsschwankungen (Gemütslabilität)


    Antriebslosigkeit


    Hyperaktivität, Ruhelosigkeit


    Depressionen oder manische Phasen


    Angstzustände


    Reizbarkeit


    Aggressivität


    grundloses Weinen/Lachen


    vermindertes Selbstwertgefühl


    Heißhungerattacken


    Die Beschwerden in den Wechseljahren hat man dauernd und nicht nur zwischen Eisprung und Einsetzen der Mens.


    Emilia hat die Vorgänge während den Wechseljahren sehr schön beschrieben:)=:)=. Was ich noch anfügen möchte, falls das Ei heranreift, es aber nicht zum Eisprung kommt, bildet sich eine Zyste. Diese kann Blutungsunregelmässigkeiten wie lange anhaltende Schmierblutung machen.