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    Mal abgesehen davon, dass die Zeugungsfähigkeit beim Mann grundsätzlich bis ins hohe Alter bestehen bleibt, ja. Es gibt sowas wie die Wechseljahre beim Mann. Dort nennt man das Klimakterium virile oder auch Andropause. Dabei nimmt der Testosteronspiegel ab. Das kann zu psychischen Belastungen führen, weil dadurch u. a. die Potenz (erektile Dysfunktion) abnimmt. Die Dauer beträgt durchschnittlich 1 - 3 Jahre.


    Wichtig ist die psychische Standfestigkeit. Durch eine psychische Entgleisung kann der Zustand der erektilen Dysfunktion bestehen bleiben. Die wichtigste Therapie (wenn man es so nennen kann), ist das Akzeptieren seines Körpers für diesen Zeitraum. In verschiedenen Studien wurde eine Verbesserung der Symptome durch das Spritzen von Testosteron getestet. Da dieser Zustand aber nicht krankhaft, sondern ein Lebensabschnitt ist, bedarf er eigentlich auch nicht der Behandlung.


    VG

    Hallo adl 5,


    bei meinem Mann (er ist 51) begann vor rund einem Jahr eine gravierende Veränderung. Er wurde 'zickig', war unausgeglichen, schlief schecht, hatte enormen Libidoverlust und war -gelinde gesagt- ein Kotzbrocken.


    Ich habe ihn zum Endokrinologen geschickt, mit bestem Erfolg! Er nimmt jetzt zwei Hormone und ist wie ausgewechselt. Und er fühlt sich selbst wieder viel besser, schläft wieder, ist ausgeglichen und hat keine Angstzustände mehr.


    Es trifft Männer also genauso wie Frauen - das ist nomal und man sollte es auch aktiv angehen.


    Viel Erfolg!


    edsel

    Hallo klamix,


    aber sicher! Leider ist das noch immer so ein 'Tabuthema'. Ich fand meinen Mann ziemlich 'unausstehlich'. Er sagte mir dann aber auch, dass er irgendwie alle Lebensperspektiven verliert und fürchterlich schlechte Träume habe, sich in keiner Ecke mehr wohlfühle und eben Angstzustände habe.


    Da ich bereits mit 43 fühlte, dass meine Wechseljahre begannen, habe ich was dagegen unternommen, weil ich mich so gar nicht damit abfinden wollte. Ich habe dann den Endokrinologen gefragt, ob es denn Parallelen bei Männern geben würde. Und er bestätigte mir das. Er sagte mir auch, dass mittlerweile in seiner Sprechstunde mindestens genauso viele Männer, wie Frauen wären und eben genau diese Problematik haben würden.


    Ich kann nur allen Männer dringend raten, sich nicht damit 'abzufinden', sondern aktiv etwas zu unternehmen. Wir haben heute doch alle eine recht hohe Lebenserwartung und man darf sich schon die Frage stellen : wie will ich alt werden! Und nicht das Alter ist entscheidend, sondern wie man sich fühlt.


    Ich habe jetzt wieder einen lebensfrohen und ausgeglichen Mann, der mit sich zufrieden ist. Und er ermutigt alle seine Freunde, diese Möglichkeit wenigstens in Erwägung zu ziehen und mal mit einem Spezialisten zu sprechen.


    In diesem Sinne


    edsel

    Ich habe mit 44 festgestellt, dass sich für mich mental vieles veränderte. Ich wurde gereizter und unstetiger.


    Sexuell ist der Reiz und das "Stehvermögen" auch ein wenig zurückgegangen, sehr zum Ärger meines Mädels. Aber zu einem Arzt habe ich mich noch nicht getraut. Da wart ich noch ab. Weil von Bekannten weiß ich, dass der Arzt Männern in meinem Alter den Po sehr eingehend untersucht und das möchte ich nicht, das wäre mir peinlich.


    Insgesamt finde ich, dass ich vierl mehr transpiriere als in jüngeren Jahren. Kennt ihr das auch?? Weiß da jemand Rat?*:)

    Hallo alley_cat,


    auch mit bereits 44 Jahren können beim Mann durchaus die Wechseljahre einsetzen. Wie auch bei Frauen setzen diese heute leider bei vielen Menschen immer früher ein.


    Das mit dem vermehrten Schwitzen hatte mein Mann auch, besonders nachts.


    Spezialist ist hier aber nicht der Urologe (wo man zur Vorsorge hingeht), sondern der Endokriniologe. Keine Sorge, der untersucht Dich nicht unter der Gürtellinie. Es wird nur Blut abgenommen und die einzelnen Hormonwerte bestimmt. Zudem geht er einen Fragenkatalog mit Dir durch, um festzustellen, was sich alles geändert hat. In der Praxis wirst Du genauso viele Männer, wie Frauen vorfinden.


    Mein Mann ist so froh, dass er diesse Entscheidung getroffen hat. Und er war zunächst auch skeptisch und hatte Bedenken.


    Trotzdem sei eine Anmerkung gestattet:


    Vorsorgeuntersuchungen durch den Urologen sind auch beim Mann super wichtig! Klar ist das nicht unbedingt toll, wie man da untersucht wird. Aber es kann Dein Leben retten! Diese Ärzte machen nichts anderes, als eben diese Untersuchungen. Da muß Dir nichts peinlich sein.


    Als Frau gehe ich auch 1x p. Jahr zur Vorsorgeuntersuchung. Ist ebenfalls nicht angenehm, aber notwendig.


    Viele Grüße


    edsel

    Ich würde das nicht auf die leichte Schulter nehmen, weil im Anfangstadium sehr viel zu reparieren ist. Es kann sehr viele Ursachen haben dass derartige Komplikationen auftreten. Z. B angehender Herzinfarkt, verengte Schlagadern. Es werden auch die Aorta und die Halsschlagadern untersucht. Weiters dafür verantwortlich sein kann Diabetes im Anfangsstadium wodurch auch das vegetative Nervensystem angegriffen und blockiert wird. Das kann bis zu einem Sekundentod führen, wie man so schön sagt. Es wird schon viel im Blutbild festgestellt, daher ist es wichtig, sich untersuchen zu lassen. Es kann auch eine Vergrößerung der Prostata die Ursache sein. Diese Untersuchung erfolgt durch Ultraschall und abtasten über den After. Ist keineswegs unangenehm. Es kann auch Testosteronmangel eine UUrsache der erektilen Dysfunktion sein. Auf jeden Fall soll alley-cat einen Arzt aufsuchen und keine Scheu haben.

    @ Kate

    Zitat

    Vielleicht insgesamt eine stressige Lebensphase?

    Nein, das ist es ja, mein Leben verläuft privat als auch beruflich jetzt viel ruhiger ab als vor einigen Jahren. Ich mach mir halt nur Sorgen, dass sich das im Laufe der jahre noch verschlimmert.

    @ edsel

    Das mit dem Schwitzen ist bei mir auch nachts sehr ausgeprägt. Mein Mädel mag schon gar nicht mehr neben mir liegen, wenn ich immer so durchgeschwitzt bin. Sie meint dann immer, ich wäre so klebrig:°(


    Zum Endokriniologen werd ich mal gehen, danke für den Tip. Weil mein Hausarzt steht kurz vor der Rente, der horcht einen bloß ab und mehr macht der nicht. Kostet so ein Endokriniologe Geld oder bezahlt das die GKV?

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