Wechseljahre und Schilddrüse

    Guten Tag in die Runde.


    Nach langer Zeit sehe ich wieder ein kleines Licht am Ende des Tunnels und ich suche Leidensgenossinnen die einen Weg gefunden haben die hormonelle, unendliche Geschichte zu meistern. Ich stehe noch ganz am Anfang und hoffe, dass es nicht allzuviele Rückschläge geben wird. Zum besseren Verständnis erkläre ich mal......


    Ich bin 48 und seit nunmehr 6 Jahren plage ich mich mit den verschiedensten Symptomen umher. Natürlich hab ich auch immer wieder an die Prämenopause dabei gedacht und versucht es einfach hinzunehmen. Mein Zyklus ist immernoch sehr regelmäßig, hat sich aber im vergangenen Jahr ziemlich verkürzt, vorher 28/4 jetzt 25/4. Ein Hormontest beim Frauenarzt sagte aus, dass alles so ist wie es sein soll. (Wobei ich nicht weiß wie man diese Werte wirklich interpretiert bzw ob das dann in jedem Zyklus so ist)


    Es gibt Zeiten da ist alles ok und es gibt Zeiten da denk ich es geht zu Ende. Manche Dinge kommen wie aus dem nichts und genauso sind sie wieder weg. Meine Lebensqualität ist schon arg eingeschränkt da ich mich oft zurückziehe, Verabredungen oft absagen muß weil ich vor Benommenheit nicht rauskann.


    Symptome die mich regelmäßig begleiten sind, extreme Abgeschlagenheit, Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf, extremes Frieren, Schwindel, Benommenheit, Gangunsicherheit, Muskelschmerzen wechselnd in allen 4 Extremitäten, dann wieder Gelenkschmerzen vor allem Hände und Füße, Gewichtszunahme, Haarausfall, Kopfdruck, Ohrensausen, Kribbeln und Taubheitsgefühle wechselnd in allen Extremitäten, extreme Nackenverspannungen mit einem Gefühl als brenne der Kopf, Herzrumpeln.


    Diese Dinge hab ich natürlich nicht alle ständig und nicht alle gleichzeitig, einiges hab ich immer an bestimmten Zyklustagen, anderes kann man zeitlich nicht einordnen.


    Seit 2012 saß ich regelmäßig beim Arzt der irgendwann alles auf meine Psyche schob, da er nichts fand, weil alle Werte des Blutbildes in der Norm waren.


    Also hab ich angefangen selbst zu suchen. Um es abzukürzen, ich hatte schweren B12 und D3 Mangel die inzwischen behandelt werden seit über 2 Jahren, dadurch hat sich manches gebessert.


    Letztes Jahr bat ich um Untersuchung meiner Schilddrüse, da mein gesamtes Umfeld meinte das klingt alles nach einer Schilddrüsenunterfunktion. Die Ärztin bestimmte nur den TSH und der lag bei 0,8 und für sie war damit eine Unterfunktion ausgeschlossen. Unter einem TSH von 10 würde sie sowieso nicht behandeln.


    Beim Ultraschall der SD wurden "Unregelmäßigkeiten" entdeckt die jedoch nicht behandlungsbedürftig erschienen und nichts mit einer Unterfunktion zu tun hätten. (So der Arzt) Die Bestimmung der freien Werte lehnte er als unnötig ab. Ich habe diese Werte dann auf eigene Kosten bestimmen lassen. (09/2017)


    TSH 0,86


    ft3 2,30 pg/ml Ref. 2,3 - 4,2


    ft4 1,04 ng/dl Ref. 0,89 - 1,76


    Der Arzt meinte die Werte wären absolut in Ordnung, mein schlechtes Befinden interessierte ihn nicht…..das wäre Stress oder sonstwas sagt er.


    Anfang April ging es mir nun so mies, dass ich auf Empfehlung einen weiter entfernten privat praktizierenden Arzt aufsuchte, der sich mit der Behandlung der Schilddrüse auskennt. Nach Einsicht in alle Befunde und dem Anhören meiner Symptome meinte er, es handle sich um eine latente Schilddrüsenunterfunktion mit falsch niedrigem TSH, (?) die dringend behandelt werden sollte. Meine freien Werte seien hundsmiserabel im Kontext mit dem TSH. Würde es mir bei diesen Werten gut gehen, könnte man das so stehen lassen, wie es von meinem Hausarzt praktiziert wurde. Da es mir aber so schlecht geht und wirklich alle Symptome die einer Unterfunktion sind, wozu auch der B12 Mangel und der D3 Mangel sehr gut passt, rät er mir testweise Thyronajod50 und Selen100 einzunehmen und zu schauen wie es sich dann entwickelt. Dann sollte ich mir einen anderen Hausarzt suchen, der mich adäquat weiterbehandelt. (Hahaha)


    Das nehme ich nun seit gut 5 Wochen und ich muß sagen es geht aufwärts, mir geht es schon besser.


    Werte nach 4 Wochen Einnahme:


    TSH 0,68


    ft3 2,3 pg/ml Ref. 2,0 - 4,4


    ft4 1,11 ng/dl Ref. 0,93- 1,7


    MAK TPO 18 U/ml <34


    Eines stell ich noch fest, und zwar, hatte ich in den letzten Jahren immer mit PMS zu tun, ca. eine Woche vor Beginn der Regel ging das los und mit Einsetzen der Regel wars gut. Jetzt ist es schon den zweiten Zyklus , also seit Einnahme der Schilddrüsentablette, so, dass ich keinerlei PMS Symptome mehr hatte, jedoch ab Tag 5 des Zyklus für 4 bis 5 Tage Muskelschmerzen, Stiche in den Beinen, Kopfschmerzen und Schwindel hatte. Kann das mit der Schilddrüsentablette zusammenhängen, dass sich das in die 1. Zyklushälfte verschoben hat ??


    Eine Frage hab ich noch…..;-)) Ich muß demnächst wieder zu meinem Hausarzt. Wie verklicker ich dem am besten, dass ich "fremdgegangen bin" und dass ich jetzt Thyronajod und Selen nehme wo er doch überzeugt war, dass meine SD völlig normal arbeitet….Die Idee mit dem neuen Hausarzt ist zwar gut, aber hier in der Gegend nicht umsetzbar. So groß ist die Auswahl nicht und die meisten nehmen eh keine Patienten mehr an. Gute Endokrinologen und Schilddrüsenärzte sind lt Mundpropaganda entweder nicht existent, nehmen keine Patienten mehr an oder praktizieren ausschließlich privat. (kann ich mir trotz Vollzeitjob nicht leisten)


    Kann mir jemand noch was zu meinen Werten sagen?


    Sollte sich jemand mit den Sexualhormonen auskennen stelle ich die gern auch noch ein. Ich hab echt bissl Sorge, dass das Hormonchaos mit den WJ noch so richtig losgeht. Gern würde ich vorbeugend irgendwas tun. Ich ernähre mich schon gesund (meistens jedenfalls), versuche regelmäßig zu sporteln, rauche und trinke nicht, hoffe von meinen 79 kg wieder runterzukommen.....naja.


    Danke jedenfalls fürs "Zuhören"


    LG @:)

  • 4 Antworten

    Hallo *:)

    das kann schon alles mit den Wechseljahren zusammen hängen


    was ich dir allerdings zur Schilddrüse sagen kann ist das mein Endo der Meinung ist "jeder hat seine eigenen individuelle wohlfühl Werte und die müssen nicht immer mit den Lehrbuchwerten übereinstimmen"

    tut mir leid, aber mehr kann ich zu deinen Problemen leider nicht sagen X-\


    Lg micha

    Du könntest deinem Hausarzt ja sagen, was sein Kollege diagnostiziert hat bei dir und betonen, dass es dir seit Befolgung der Ratschläge seines Kollegen deutlich besser geht.


    Am besten du rechtfertigst dich nicht, warum du bei einem anderen Arzt warst, und teilst deinem Hausarzt nur - wie selbstverständlich - mit, dass du bei dem Arzt sowieso warst und der [Diagnose] festgestellt hätte bei dir.


    Erna1970 schrieb:

    Eines stell ich noch fest, und zwar, hatte ich in den letzten Jahren immer mit PMS zu tun, ca. eine Woche vor Beginn der Regel ging das los und mit Einsetzen der Regel wars gut. Jetzt ist es schon den zweiten Zyklus , also seit Einnahme der Schilddrüsentablette, so, dass ich keinerlei PMS Symptome mehr hatte, jedoch ab Tag 5 des Zyklus für 4 bis 5 Tage Muskelschmerzen, Stiche in den Beinen, Kopfschmerzen und Schwindel hatte. Kann das mit der Schilddrüsentablette zusammenhängen, dass sich das in die 1. Zyklushälfte verschoben hat ??

    Das weiß ich nicht, tut mir Leid. Aus eigener Erfahrung könnte ich nur bestätigen, dass die Schilddrüsenfunktion einen Einfluss auf den Zyklus hat.

    Der fT3 ist grottig schlecht, da würde ich nur noch dahin vegetieren.
    Erstmal muss da eine anständige Schilddrüsen-Diagnostik erfolgen. Also ab zum Endokrinologen oder Nuklearmediziner. Das Thema ist bei Allgemeinmedizinern falsch aufgehoben.

    ich würde Dir auch raten zu einem Endokrinologen gehen. Die Symptome können durchaus nicht an den Wechseljahren, sondern eventuell ein Hashimoto sein.