Wechseljahre? Wie kann ich meiner Mutter helfen?

    Hallo,


    meine Mutter ist 49 Jahre alt und in den Wechseljahren. Sie hat sich in den letzten Jahren total verändert und macht einem fast Angst. In einem Moment lacht sie, im nächsten weint sie wieder. Dann ist ihr ständig heiß. Mit anderen Leuten ist sie einmal total nett und im nächsten Moment beachtet sie sie gar nicht mehr. Mein Vater ist schon total traurig, weil wir nicht wissen, wie wir ihr helfen können. Die Ehe der beiden geht, wenn das mit meiner Mutter so weitergeht, auch bald den Bach runter. :°(Wenn ich zu ihr sage, komm, wir gehen zu einem Arzt, blockt sie ständig ab und sagt ihr geht es gut.


    Ich glaube auch irgendwie sie hat einfach Angst vor dem Altwerden. Sie sieht im Spiegel einfach eine ganz andere Frau. Sie ist zwar 49 aber man sieht ihr ihr Alter gar nicht an. Sie sieht noch sehr jung aus und das sag ich ihr auch immer wieder.


    Ich weiß nicht was ich machen soll. Meint ihr ein Psychologe wäre die Lösung?


    Wie kann ich im Internet am Besten nach solchen Leuten suchen?


    Habt ihr Tipps für mich, wie ich mich mit ihr verhalten soll? Ich kann echt nicht mehr.


    Bin für jede Antwort dankbar.


    Vielen Dank

  • 5 Antworten

    hi pulcina,


    ich weiß genau was du im moment mitmachst - bei meiner mutter war's auch ne sehr üble zeit...


    sie ist jetzt (wenn ich mich nicht täusch :-/) 53 und hat's glaub ich größtenteil's hinter sich.


    meine mutter war genau so: SEHR launisch - himmelhoch jauchzend - zu tode betrübt... man wusste nie woran man ist. aber, ich kann dich beruhigen, ganz langsam wurd's besser. mittlerweile ist sie meistens ruhig und gelassen, gut gelaunt wieder lockerer. noch ein vorteil: seit sie ihre tage nicht mehr bekommt entfällt ihr pms-syndrom (wo sie auch immer hoch-explosiv war). bei der mutter einer freundin von mir war's auch so, die hat mittlerweile auch das gröbste überstanden und ist auch wieder "normal" (falls das irgendjemand ist ;-)) meine mutter war "nur" bei ihrer frauenärztin und hat von ihr diverse mittelchen bekommen. sie hat auch öfter hochdosiertes johanniskraut aus der apotheke zur stimmungsaufhellung genommen.


    wobei ich auch der meinung bin, dass ein psychologe eigentlich nie schaden kann, wenn der betroffene bereit dazu ist - sonst macht's keinen sinn...


    ich hatte immer das gefühl, dass ich jetzt meine mutter erlebe, wie sie mich als ich in der pubertät war (und eine phase ist "toller" als die andere :-().


    ich hoffe ich konnt dir ein bisschen helfen


    lg und gute nerven ;-)


    wolky

    Der Umgang mit den Wechseljahren

    Tja, das mit den Wechseljahren ist echt so ne Sache und damit man Deiner Mutter helfen kann gehört zuallererst eine gewisse Einsicht ihrerseits. Verstehst? Es sind die Hormone, die ihren Gefühlshaushalt durcheinander bringen und klar, die Einsicht, dass mit den beginnenden Wechseljahren auch ein Kapitel des "Frauseins" zu Ende geht, ist auch nicht gerade prickelnd. Ein Psychologe kann unterstützend tätig werden, was ihr sicher sehr gut täte, doch was sie - meiner Meinung nach - dennoch braucht ist entweder eine Hormon oder eine Hormonersatz-Therapie und dafür ist der Gynäkologe zuständig. Ich selbst nehme Hormone, eben weil mir dieses sprunghafte Auf und Ab meiner Launen, inklusive der Schweißausbrüche in den unpassendsten Momenten gehörig auf die Nerven ging.


    Nun, grundsätzlich ist es völlig normal und natürlich, was Deine Mutter erlebt und durch macht, wenngleich das Ganze für die Umwelt sehr belastend empfunden werden kann, deshalb rede mit ihr und schicke sie zu ihrem Gynäkologen. Ich drücke Dir die Daumen.


    Lieben Gruß,


    Sydney

    hab deine fragen ein bisschen überlesen, sorry...


    am besten hilfst/helft du/ihr ihr, indem du immer zu ihr hältst, sie unterstützt, für sie da bist wenn sie es braucht. so dass sie sich wohl, geborgen, verstanden fühlt. spielt nicht's runter ("ach du und deine wehwehchen...") aber unterstützt nicht ihr evtl. selbstmitleid, sonder versucht sie abzulenken/rauszureißen. spaziergänge, einkaufen, kochen o. ä.... so dass sie schöne momente erlebt.


    therapeuten kann dir deine krankenkasse nennen - frag am besten gleich nach welchen mit freien plätzen. in den gelbenseiten blätterst/telefonierst du dir nen wolf... in bayern gibt's von der kassenärztlichen vereinigung ne koordinationsstelle psychotherapie - die sagen einem auch freie thera's - vielleicht gibt's das bei euch auch o. ihr seit sogar aus bayern?


    ich kann dir so gut nachfühlen :°_, aber wie gesagt, bei meiner mutter und der meiner freundin wurd's mit der zeit echt deutlich besser...


    lg

    huhu!


    genau nach diesem thema hab ich gesucht.


    meine mum ist seit ca. 3 monaten dermaßen launisch, dass ich froh bin nicht mehr zu hause zu wohnen.


    hm, angefangen oder gemerkt habe ich es eigentlich, als mit meinem freund schluss war. ich bin dann vorrübergehend wieder nach hause gezogen. ich denke, das ganze war für sie zuviel, vor allem, weil ich glaube, dass sie meinen ex schon als zukünftigen schwiegersohn gesehen hat und er ihr ja ach so leid tat. ich war natürlich die böse....


    sie hat geheult und mir indirekt vorwürfe gemacht, indem sie sagte, sie hätte mit meinem dad auch viel zurückstecken müssen (er ist hobby-mäßig musiker). am nächsten tag war sie zickig. meine schwester hat ständig eine auf den deckel bekommen, weil sie zu wenig lernte und nur abends unterwegs war anstatt sich aufs abi zu konzentrieren.


    es war dann leider so, dass meine mum so gut wie kein wort mehr mit uns geredet hat. am frühstückstisch haben nur mein dad, meine schwester und ich geredet.


    als ich dann wieder in meine wohnung gezogen bin war es immer noch nicht besser. wir haben nicht mal ein bussi bekommen, wenn wir gegangen sind, was vorher immer der fall war. oder so kurze sätze wie: fahr vorsichtig etc.


    hab dann vor weihnachten mal mit ihr geredet und sie gefragt, was eigentlich los ist. das mit den wechseljahren hat sie gleich auf die seite geschoben und gemeint, dass es daran lag, weil ich ihr vorher nie was erzählt hätte, dass es in meiner beziehung nicht mehr so läuft wie es soll.... naja, denke schon, dass sie das ein wenig mitgenommen hat, aber früher wäre das nach ein paar tagen schmollen wieder vergessen gewesen.


    jetzt ist es so, dass sie uns zumindest wieder a bussi gibt etc, aber im endeffekt immer noch so in sich gekehrt ist, keine spass mehr mit macht und fast nichts redet. dieses weihnachten war die hölle. jetzt kommt noch hinzu, dass ich einen neuen freund hab und meine mutter irgendwie gar nicht darauf eingeht. sie kennt ihn und ich weiß, dass sie ihn auch gern hat, aber jetzt ist er mit mir zusammen und seitdem hat sie noch kein einziges mal zu mir gesagt, ich solle ihn mal mitbringen oder mich überhaupt mal gefragt, wie es mir jetzt geht und was wir so machen. ich werde in seiner familie so herzlich aufgenommen und ich fühle mich ehrlich schlecht ihm gegenüber, weil das bei meiner familie im moment nicht der fall ist.


    so, jetzt hab ich mal alles runtergeschrieben. hoffe, es war nicht zuviel, aber das lag mir jetzt irgendwie auf dem herzen.


    meint ihr, ich solle nochmal mit ihr reden und sie auf einen frauenarzt besuch ansprechen. meine mum ist jetzt 49. feiert im juni ihren 50. und ich habe so das gefühl, dass das im moment erst der anfang ist und es noch schlimmer wird. mit meinem dad redet sie auch nicht wirklich viel.


    vielen dank schonmal fürs durchlesen.


    grüßle dinilein