Wechseljahrsbeschwerden, bin nicht mehr ich selbst

    Hallo,


    ich bin 51 Jahre alt, habe immer noch meine Mens und leide schon seit einigen Jahren unter WJ-Beschwerden. Richtig unerträglich wurde es dann, als ständig gar kein Rythmus im Zyklus mehr zu erkennen war. 3 bis 4 Jahre kam die Regel immer so alle 3 Wochen, jetzt wie sie Lust hatte, oft nach 2 Wochen. Jetzt hatte ich Beschwerden nicht mehr nur 7-10 Tage vor der Regel sondern ständig, und neue kamen dazu.


    Ganz schlimm empfinde ich das Kippen der Stimmung, wie, als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Plötzlich bin ich total weinerlich, aber auch gleichzeitig ungedulig, aufgebracht, teilweise völlig außer mir. Ich frage mich dann immer, wer ist das? Ich bin das nicht und versuche mit meinem Verstand zu regulieren. Geht nicht, bin wie ferngesteuert.


    Kam letzten Sommer an einen Punkt, an dem ich merkte, es geht so nicht mehr. Dachte, entweder klinke ich mich, wenn ich unerträgliche Phasen habe, aus dem Leben aus und verbringe die Tage im Bett, bis es wieder etwas erträglicher wird oder ich hole mir jetzt ärztliche Hilfe.


    Gesagt, getan, ich bekam ein 2-Phasen-Hormonpflaster. Ab dem 2. Monat spürte ich deutlich, dass ich mich ganz anders fühle. Im 3. Monat war ich wieder ich. Gleichbleibend gute Laune, Hitzewallungen seltener und nur noch ganz leicht, Nächtliche Schweißströme schwächer und so erträglich.


    Tja, leider verschwinden immer mehr HET-Mittel vom Markt. Werden zu wenig verordnet, wegen der angeblichen Horrornebenwirkungen. Also neues Pflaster, das allerdings wieder alles durcheinandergebracht hat. Beschwerden wie früher ohne Pflaster. Normalerweise sollte, wenn eine Blutung überhaupt noch kommt, sie am Ende des letzten Phase2-Pflasters nur ganz leicht sein. Bei mir kam sie jetzt in der 1. Phase, am 9. Tag. Die beiden Monate vorher am 13. und 14. Tag und so stark, dass das dickste Tampon nach 2 Stunden überläuft.


    Dazu noch eine deftige Migräne und Darmprobleme, die ich sowieso ständig habe, weil ich zig Nahrungsmittelunverträglichkeiten und eine Mastzellaktivitätsstörung habe, die gerne im Darm wütet.


    Das Leben könnte so schön sein...........javascript:emoticon('X-\')


    Wem geht es ähnlich?

  • 12 Antworten

    Hallo Dingsda!


    Ich lese gerade, dass du eine Mastzellaktivierungsstörung hast, dazu Nahrungsmittelunverträglichkeit.


    Wie äussert sich das bei dir?


    Hast du Hautsymptome, oder fängt es nach dem Essen bei dir auf der Haut mit Jucken und Brennen an, oder hast du Probleme mit der Blase bzw. generell mit den Schleimhäuten?


    Bin 50, auch in den WJ.


    LG Jessy

    Hallo Jessy,


    ich reagiere, bis jetzt, nur mit den inneren Schleimhäuten. Hoffe, dass das auch so bleibt. Außer meiner Sonnenallergie, die ich neuerdings habe. Ich kenne aber eine Leidengenossin, die extrem über die Haut reagiert, mit Ekzemen.


    Bei mir äußerst sich hohe Mastzellaktivität durch verschleimte Bronchien und einen hyperaktiven Darm, der dann gar nichts zu vertragen scheint. Außerdem fühle ich mich dann wie vergiftet, schaffe kaum meinen Alltag, habe Herzrasen und bin total erschöpft. Leider triggert der Hormonmangel in der 2. Phase die Mastzellen, wodurch ich dann weniger Essen vertrage als in der ersten Phase.


    LG dingsda66

    "Ganz schlimm empfinde ich das Kippen der Stimmung, wie, als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Plötzlich bin ich total weinerlich, aber auch gleichzeitig ungedulig, aufgebracht, teilweise völlig außer mir. Ich frage mich dann immer, wer ist das? Ich bin das nicht und versuche mit meinem Verstand zu regulieren. Geht nicht, bin wie ferngesteuert........."


    Der Satz könnte von mir sein. Es ist zum verzweifeln. Selbst meine Familie belastet das sehr.


    Als Panik Patient wird es meistens der Psyche zugeschoben. Dass das alles von den Hormonen getriggert wird, wollen die wenigsten hören. Ich habe mich in der Hormonsprechstunde angemeldet..... Obwohl meine Mutti Brustkrebs hat. Ich bin aber dermaßen verzweifelt, dass ich es probieren will. So die nächsten Jahre weiter leben das übersteigt, glaub ich, meine Kräfte.


    LG


    Conny

    Hallo liebe Forumfrauen


    Nimmt keiner von Euch Progesteron???


    Ich bin 53 , habe immer noch einen regelmäßigen Zyklus und meine Periode ist leider sehr heftig. Seit 3 Monaten nehme ich Progesteronkapseln vaginal und es geht in Bezug auf die Stimmungsschwankungen enorm besser...seit dem zweiten Tag eigentlich. Nur die Periode nervt . Jetzt ist Sie einen Hauch schwächer gewesen, dafür aber 3 Tage länger.


    Meine wirklich ausgeprägten Nahrungsmittelintoleranzen sind durch das Progesteron deutlich gemildert. Gestern habe ich nach 11Jahren das erste Mal wieder ein Stück Schokolade essen können ohne ein sofortiges Angioödem ( Gesichtsschwellung) zu bekommen.

    Bitte lasst Euch keine Psychopharmaka aufschwatzen!!!! Lieber einen Hormonstatus machen und mit bioidentischen Hormonen für einen Ausgleich sorgen. Es hilft der Psyche enorm . Ich erlebe es selbst-jeden Tag!!!

    Mir geht es gerade auch wieder so wie Euch!


    Vor allem haben sich nach ein paar Monaten Besserung meine Schlafstörungen zurück gemeldet. :(v


    Und was Nahrungsmittelunverträglichkeit angeht, da kann ich auch ein Lied von singen....


    Mein langjähriger Frauenarzt ist mir in punkto WJ leider gar keine Hilfe gewesen. Er ist schon älter und denkt, solange man noch regelmäßig die Regel hat, (bei mir ca alle 22 Tage) ist man doch noch gar nicht in den Wechseljahren. ???


    Deshalb war ich auch schon fast 2 Jahre nicht mehr beim Frauenarzt. In unserer Mini-Kleinstadt gibt es auch nur zwei Frauenärzte... aber heute werde ich mich endlich mal aufraffen und einen Termin bei der Ärztin machen. Wird aber sicher dauern, denn ihre Praxis ist sehr beliebt und überlaufen....


    Bisher hatte ich etwas Bedenken wergen HET, aber so geht das nicht weiter. Gestern Nacht habe ich sogar ausnahmsweise eine halbe Schlaftablette genommen und trotzdem nur 4 Stunden geschlafen.


    Also drückt mir mal die Dauemen, daß es nicht sooo lange dauert mit dem Termin!


    LG

    Ich habe es allenernstes geschafft, dass von meinen Tonnen an Nachtschweiß mit der Zeit die Wände geschimmelt sind. Ok, es ist so eine spacke schlecht gelüftete Schlafnische mit Ecken, in denen kaum ein Lüftchen hinkommt, aber es haute immer hin. An Schimmel war nie zu denken. Aber seit meiner Menopausennachtsifferei sind die Wände in Gefahr....die Matratze ist richtig nass und alles...meine Klamotten kann man fast auswringen. X-

    Hallo dingsda,


    also als allererstes möchte ich dir ganz dringend davon abraten, dich aus dem Leben auszuklinken, wenn du gerade eine schlechte Phase hast. Das ist absolut nicht die Lösung, bringt dir keine Besserung und ich würde sogar sagen, es verstärkt die Probleme nur noch. Ich kann zwar verstehen, dass du zu nichts mehr Lust hast und dich am liebsten verkriechen würdest, aber viel besser ist du gehst raus in die Natur, das wirkt oft Wunder, zumindest für den momentanen Zustand.


    [...] Hormonspiegel mal messen lassen wäre glaub ich auch nicht verkehrt, vor allen Dingen weil deine Mensis auch so unregelmäßig ist. Wünsche dir alles Gute:)

    Dieser Text könnte von mir stammen, mir ging es wirklich genau gleich!!


    Und sich aus dem Leben auszuklinken ist da einfach nicht das richtige, das Leben war von den WJ einfach zu schön. Habe mir vor 3 Monaten auch ärztliche Hilfe geholt und es war die absolut richtige Entscheidung! Ich weiß heute selber nicht, warum ich überhaupt so lange gewartet habe und nicht direkt mit einem Fachmann darüber geredet habe. Mein Arzt hat mir anders als deiner, sogar zu einer HET geraten. Er meinte, es gäbe heutzutage sogar schon Studien, die beweisen, dass die HETs gar nicht so schlimm sind, wie jeder immer denkt. Ich habe mich selbst zuvor auch schon im Internet etwas schlau gemacht und eine HET erschien mir auch schon vor meinem Arztbesuch als das richtige um meine Beschwerden zu lindern. Habe jetzt vor 3 Monaten mit einer HET begonnen und nehme seitdem Tabletten [...] ein, die mir mein Arzt verschrieben hat. Die ersten Besserungen habe ich nach ca. 2.5 Wochen gemerkt. Mittlerweile fühle ich mich schon viel besser und kann mein Leben wieder wie zuvor genießen. Lediglich mit der Schlaflosigkeit bin ich noch nicht so ganz zufrieden. Mein Mann vermutet jedoch, dass dieser auch durch einen Eisenmangel bedingt sein könnte, daher werde ich das jetzt die Tage mal testen lassen.

    Was für Tabletten nimmst Du denn? Progesteron oder etwas anderes?


    Ich war inzwischen auch bei der anderen FÄ, hat mir aber nicht so wirklich geholfen...


    Als erstes bekam ich einen Zettel mit lauter IGEL-Leistungen vor die Nase gelegt. Und nachdem ich meine Symptome geschildert habe (Schlafstörungen, Lebensmittelunverträglichkeiten, Nachtschweiß und Schwindel) verschrieb sie mir Progesteron- Tabletten. Auf die Frage nach einem Bluttest wegen Hormonstatus sagte sie nur, das würde nichts bringen, da der Hormonstatus sich in den WJ sowieso ständig ändert!


    Also liegen die Progesteron-Tabletten jetzt bei mir in der Schublade, unberührt! Ich habe etwas Angst, sie zu nehmen, wenn ich nicht weiß, welche Hormone bei mir zu wenig oder zu viel sind!


    Vor eventuellem Krebsrisiko habe ich keine Angst, aber um so mehr vor Thrombosen, Bluthochdruck oder daß ich die Dinger vom Magen/Darm her nicht vertrage...


    Aber wenn es um neue, unbekannte Medikamente geht, bin ich sowieso ein Schisshase! Und ich habe schon oft gehört, daß eine HET das Thromboserisiko erhöht. Stimmt das? Ich habe nämlich schon starke Krampfadern, und außerdem schaffe ich es leider immer noch nicht, das Rauchen aufzugeben.... :-/ Wäre unter diesen Umständen eine HET nicht zu riskant?


    Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir von Euren Erfahrungen mit HET erzählt!


    *:)