Rene Meyer

    Die Interessen der Kassenzahnärzte gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen werden von der Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV) vertreten.


    Theoretisch.


    In der Praxis sieht es andersherum aus.


    Die KZV läßt sich von den Krankenkassen diktieren was wie honoriert wird und (oh Wunder) die Honorare werden permanent weniger, während unsere Kosten permanent steigen.


    Die KZV scheint die Interessen der GKVen zu vertreten und nicht die der Zahnärzte.


    Den Kern des Problems kennen wir alle:


    die Kassen sind leer.


    Anstatt klare Grenzen zu ziehen wie z.B. Ausgliederung des Zahnersatzes aus dem Leistungskatalog der GKVen und die verbleibenden Leistungen wie z.B. Zahnerhaltung (Wurzelbehandlungen, Füllungen etc.), Prophylaxe, ... gut zu bewerten, sodaß sie gut durchgeführt werden können, versucht man alles zu bezahlen, aber nichts mehr ordentlich.


    Der Schweizer Zahnarzt bekommt für eine Amalgamfüllung weit mehr als der Deutsche für eine Krone mit allem Drum und Drann.


    So schlampig wie die meisten Leistungen bezahlt werden, so werden sie dann auch erbracht.


    Die Krankenkassen haben nicht den Mut zu gestehen, daß sie die Gesundheitsversorgung der Patienten nicht mehr tragen können.

    Käptn Iglu

    Schweizerisches Modell


    "Der Schweizer Zahnarzt bekommt für eine Amalgamfüllung weit mehr als der Deutsche für eine Krone mit allem Drum und Drann."


    Dieses Modell finde ich OK. Wenn die Kassen die Prothetik finanzieren, dann laufen viele Patienten mit - meistens häßlichen - Kronen und Brücken rum. Wenn der ZA aber für die Prophylaxe und für die konservierende Maßnahmen besser belohnt wäre, dann gäbe es weitaus weniger Zahnersatz. Beispiel: Als die Kassen vor ein paar Jahren aufgehört haben für Inlays zu zahlen, dann stieg schlagartig die Anzahl von Dreiviertelkronen!!


    Das Ziel der Gesundheitspolitik in der Schweiz ist es dass die Jugend karies- und füllungsfrei aus dem Schulleben ausscheidet.


    Ich weiß nicht, was für Leute da in den deutschen Kassen rumhockern!


    Ich unterschreibe mich mit beiden Händen unter dem schweizerischem Modell, obwohl ich ein Laborinhaber bin!!


    Viele Grüße


    P.S. Über die Kosten einer ZA-Praxis im nächsten Beitrag

    krasse kostenunterschiede für eine unterprothese

    meine mutter sollte für eine unterprothese bei ihrem langjährigen zahnarzt einen eigenanteil von ca. 1300,- bis 1500,.euro bezahlen.er hat ihr keinen besonderen kostenvoranschlag gemacht, sondern nur die nackten eigen-zuzahlungen je nach qualität auf einem zettel geschrieben.


    wir haben einen 2. arzt aufgesucht.er hat einen detailierten kostenplan für die kasse aufgestellt,und nun kommt der hammer !die gesamtkosten betragen demnach ca.945,. euro.die kasse übernimmt von diesen kosten etwa 506,.euro.


    kann mir jemand erklären,wieso ein solch krasser kosten unterschied besteht .betrügt der 1. zahnarzt ??

    "Teilprothese" - "Unterprothese" ?

    Aber Hallo!


    Was billiger ist, muß nicht schlechter sein! Wenn hinter dem höheren Preis eine sehr gute Arbeit steht und hinter dem niedrigeren Preis eine schlechte Qualität, dann ist alles OK. Verdächtig ist hier natürlich eine Schmiererei auf dem Papier und kein Kostenvoranschlag. Hat man eine Kostenaufstellung, kann man besser vergleichen, z.B. die verwendeten Materalien (Gold oder Nichtedelmetalllegierung). Auch immer fragen, wo die Arbeit gemacht wird - in welchem Labor (vielleicht in der Türkei? oder auf den Philippinen, wo Zahnersatz meistens von angelernten Leuten angefertigt wird - obgleich unter dem "aufpassenden Auge" eines dt. Zahntechnikers). Alles im allem: Ein seriöser Arzt gibt immer einen Kostenvoranschlag.


    Die sehr großen Preisunterschiede entsprechen nicht immer den Qualitätsunterschieden.