• 450€ Rechnung für Professionelle Zahnreinigung? (Privatpatient)

    Hallo zusammen, eben ist mir als Privatpatient von meinem Zahnarzt (in Nürnberg) eine Rechnung für eine professionelle Zahnreinigung über 449€ hereingeschneit. Ich bin völlig geschockt. Nach Suche im Forum schiesse ich da wohl völlig den Vogel ab. Abgerechnet wurden eine PZR pauschal (90€ wegen vorheriger Pauschalvereinbarung als Privatleistung), dann…
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    Hallo *:)!!


    Ich bin geschockt :-o. Ich hoffe, da der Beitrag ja nun schon länger her ist, dass sich die Sache schon geklärt hat. Bin Zahnarzthelferin und mache die Abrechnung. Hatte gerade diese Woche ein Gespräch bezgl. der 407. Die 407 ist die Entfernung subgingivaler Konkremente . Eine Zahnarzthelferin z. B. darf nur supra arbeiten. War es eine ZMF ? Zahnmedizinische Fachassistentin ? Die dürfen das, nach meinem Wissen. Trotzdem, ganz schön heftig. Man sollte mit der 407 "vorsichtig" umgehen. Und die 101, wie begründet er eine Kontrolle des Übungserfolgs, am gleichen Tag in der gleichen Sitzung, neben der 100 ? Ich würde mich an Eure Zahnärztekammer wenden, dort kann man anhand eines Fragebogens "Einspruch" einlegen. Dann wird das überprüft. Auf jedem Fall steht es nicht im Verhältnis.


    Viele Grüße.....:-D

    Zitat

    Erklärst du mir die Aufregeung? Ich steh auf dem Schlauch!

    Klar glucke, mach ich.


    Wir setzen als gegeben voraus, daß sowohl Kassen- als auch Privatpatient die PZR Kosten nicht erstattet bekommen, es also eine Leistung ist, die zu 100% vom Kunden selbst zu bezahlen ist. Ferner sei die Behandlungsleistung beider Patiententypen identisch. Dann haben wir bei dem von dir kontaktierten Arzt folgende Situation:


    - Kassenpatient: 55-75€


    - Privatpatient: 140€


    Der P-Patient zahlt also im günstigen Fall fast das Doppelte, im ungünstigen Fall aber noch wesentlich mehr als Doppelte, als es der Kassenpatient tut.

    @ bombo:

    bei zahnärztlichen behandlungen bestehen nicht so große unterschiede zwischen gkv- und privatpatienten - im vergleich gibt's da so 1,7 oder auch etwas mehr goz bei gesetzlich versicherten ....


    die vertretungen der zahnärzte haben es bei gkv-patienten auch durchgesetzt, dass z.b. endo-revisionen nicht mehr gezahlt werden oder auch implantate nicht in den katalog aufgenommen werden, da man lieber privat abrechnen möchte (oder sollte man sagen "abzocken"?)

    Ach so...na ja, ist das nicht immer so? Dafür werden P-Patienten leider ja auch oft anders behandelt.


    Mein Ex zum beispiel musste keine drei Monate auf nen Termin warten und wurde generell anders behandelt als ich...ich find das ehrlich gesagt gerechtfertigt. Man solle sich mal reinziehen, dass es Ärzte gibt, die für ihre P-atienten sogar gesonderte Wartezimmer haben....


    Wenn ich zu nem guten Frisör gehe, dann bekomme ich auch nen Kaffee und ne Kopfmassage und zahl dann ja auch mehr, als bei nem no name Frisör...


    Hm:-/


    Dann find ich das schon eigentlich fair.....


    So, bitte net schlagen....

    mit 'ner gkv-zulassung hast du quasi 'ne umsatzgarantie als gruppenvertrag - und du hast keinen ärger mit privatpatienten, die dann die rechnung nicht bezahlen .... welcher unternehmer aus anderen wirtschaftsbereichen hat das denn schon?


    (dazu dann noch, dass nur 10% der zahnärzte wirklich gut sind ...)

    Zitat

    Ach so...na ja, ist das nicht immer so? Dafür werden P-Patienten leider ja auch oft anders behandelt.

    Glucke, ich gehe ja bei der PZR davon aus, daß die Leistung für alle Patienten identisch ist. Wie sinnvoll wäre denn eine unterschiedliche PZR überhaupt? Es handelt sich ja um schlichtes Reinigen der Zähne, und nicht um unterschiedliche Füllungs- oder Zahnersatzmaterialien.

    Zitat

    (dazu dann noch, dass nur 10% der zahnärzte wirklich gut sind ...)

    Zuza, das glaube ich ja auch gerne, aber hast du da auch einen Verweis auf wirklich valide Daten für diese Behauptung? Die Damen und Herren Ärzte lassen ihre Leistungen ja nur sehr ungerne evaluieren, man erinnere sich an das Gewimmer der Krankenhäuser zu diesem Thema.

    Zitat

    Glucke, ich gehe ja bei der PZR davon aus, daß die Leistung für alle Patienten identisch ist. Wie sinnvoll wäre denn eine unterschiedliche PZR überhaupt? Es handelt sich ja um schlichtes Reinigen der Zähne, und nicht um unterschiedliche Füllungs- oder Zahnersatzmaterialien.

    Da gebe ich dir natürlich Recht.


    Nur darüber kann sich ja ein Privatpatient ja VORHER beim ZA erkundigen, ob er denn das gleiche zahlt, wie ein Kassenpatient.


    Ich habe am 31. 3 einen Termin, ich werde meine ZÄ mal fragen...hatte leider nur die Azubiene am Telefon....die wusste anscheinend net soooo gut bescheid und war mit meiner Frage ein wenig überfordert...

    Also ich zahl für ne prof. Zahnreinigung ca 35€, den Rest die KK (gesetzl. versichert).


    Dauert auch immer 1 Std - 1 Std 15 Minuten.

    Hab jetzt nicht alles gelesen, vielleicht steht die Antwort hier schon:


    Lass Deine Versicherung die Rechnung prüfen, die wehren sich ziemlich ausdauernd gegen unverschämte Rechnungen. Dann hast Du gar keinen Stress damit.

    Susanni, das kenne ich so nicht, im Gegenteil. Die Versicherung ist eigentlich fein raus, denn als P-Patient bist du der Vertragspartner des Arztes und folglich darfst du dich auch mit dem Arzt in aller Konsequenz rumärgern. Die Versicherung wird einfach bestimmte Posten auf der eingereichten Rechnung nicht erstatten, weil du eben die Rechnung auf Korrektheit hättest prüfen müssen.

    Zitat

    Die Versicherung ist eigentlich fein raus, denn als P-Patient bist du der Vertragspartner des Arztes und folglich darfst du dich auch mit dem Arzt in aller Konsequenz rumärgern. Die Versicherung wird einfach bestimmte Posten auf der eingereichten Rechnung nicht erstatten, weil du eben die Rechnung auf Korrektheit hättest prüfen müssen.

    Genau meine Erfahrung. Wenn Du die Rechnung sofort einreichst mit der Bitte um Prüfung, dann kommt oft innerhalb der Rechnungsfrist keine Antwort (und tel. heisst es vorher schon: "längere Bearbeitungszeit"). Anderer Grund gegen sofortiges Einreichen ist, dass es durch SB (+Bonus) nicht sinnvoll ist.


    Meine Gegenstrategie (wie bei Autowerkstätten): Zahlungen bei kleinstem Zweifel nur unter explizitem "Vorbehalt der Rückforderung", damit eine Rückforderung durch implizite Annahme wegen der Zahlung nicht komplett verbaut ist. Aber dann bist natürlich Du der Forderungssteller und hast den schwarzen Peter.


    P.S. Wobei in obigem Fall sowieso der Hauptauftrag privat zu zahlen ist (Pauschale) und der Arzt nur zusätzliche GOZ Positionen einzumischen versuchte.

    soweit ich das weiss und mitbekommen habe, berechnen die ärzte für privatpatienten den


    3 fachen satz ...


    ich weiss garnicht, was diese aufregung soll.


    zahlt die kasse doch eh, du streckst den betrag doch nur vor.

    Nein Trullarulla, es ist "normalerweise" der Faktor 2,3, alles was darüber hinausgeht muß - zumindest bei meiner Versicherung - vom Arzt begründet werden, damit die Versicherung das auch erstattet. Es gibt sogar Tarife, die nur 1,8 vorsehen ...


    Und in dem hier besprochenen Fall der PZR zahlt meine Versicherung exakt 0€, das muß ich genauso wie die Kassenpatienten aus eigener Tasche löhnen.