• ARGE besteht auf Zahnsanierung

    Die zuständige ARGE Sachbearbeiterin besteht darauf, das ich mich einer Zahnsanierung unterziehe, anderfalls sperrt sie mein Geld Ich bin Langzeitarbeitslos die Sachbearbeiterin sieht den Grund dafür, in meinen schlechten FrontZähnen Vor zwei Wochen hatte ich einen Termin bei ihr, hinterher wurde ich in einen Raum geführt In diesem waren dann andere…
  • 307 Antworten

    @ Terminator

    Von welchem Engagement der Arge sprichst du denn? Die versuchen doch nun, sich ganz link aus der Affäre zu ziehen.

    @ BK09

    Dein Wort in Gottes Gehörgang. Ich hoffe, du behälst recht. Andererseits, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

    Ich meinte das vermeintliche Engagement am Anfang. Ich finde nämlich eine Zwangszahnbehandlung bei einer Langzeitarbeitlosen, die mit diesen Zähnen niemals einen Job bekommen würde, super! Dass nun eine Rente beantragt wurde, finde ich unter aller Sau und es ärgert mich, dass Grinsebär nun bis zu ihrem Lebensende von meinen Steuergeldern leben wird, wenn der Antrag bewilligt wird.


    Man sollte Grinsebär das jeden Cent streichen, wenn sie ihre Zähne nicht behandeln lässt. Wenn sie es aus psychischen Gründen nicht durchführen kann, muss ein Gutachten angefordert werden und wenn dieses besagt, dass sie eine Zahnarztphobie hat, muss diese behandelt werden. Wenn die Phobie behandelt wurde, kann sie sich wieder ihren Zähnen widmen. Nur weil Grinsebär Messie ist und schlechte Zähne hat, bedeutet das keinesfalls, dass sie arbeitsunfähig ist. Sie könnte z.B. nachts Zeitung austragen. Schlechte Zähne stören in der Nacht doch niemanden...

    Zitat

    Nur weil Grinsebär Messie ist und schlechte Zähne hat, bedeutet das keinesfalls, dass sie arbeitsunfähig ist

    das kannst du doch nicht entscheiden, grinsebär hat anscheinend viel mehr probleme also sie hier angibt!

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    Dass nun eine Rente beantragt wurde, finde ich unter aller Sau und es ärgert mich, dass Grinsebär nun bis zu ihrem Lebensende von meinen Steuergeldern leben wird, wenn der Antrag bewilligt wird.

    der antrag ist ja noch gar nicht bewilligt, da regst du dich vorher schon auf? nur wegen zähnen bekommt doch keiner rente, so einfach wie du dir das vorstellst ist es nicht %-|

    Zitat

    der antrag ist ja noch gar nicht bewilligt, da regst du dich vorher schon auf? nur wegen zähnen bekommt doch keiner rente, so einfach wie du dir das vorstellst ist es nicht %-|

    Oh, da hast du meinen Beitrag wohl nicht richtig gelesen. Mir ist klar, dass der Antrag nicht bewilligt ist.


    Das hast du hier bereits mehrfach hier geschrieben. Komischerweise hatte ich sogar kurz an deine "Belehrungen" diesbezüglich gedacht und deshalb folgenden Zusatz mit in den Satz genommen: wenn der Antrag bewilligt wird.


    ;-D

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    Ich finde nämlich eine Zwangszahnbehandlung bei einer Langzeitarbeitlosen, die mit diesen Zähnen niemals einen Job bekommen würde, super! Dass nun eine Rente beantragt wurde, finde ich unter aller Sau und es ärgert mich, dass Grinsebär nun bis zu ihrem Lebensende von meinen Steuergeldern leben wird, wenn der Antrag bewilligt wird.

    Dir ist aber schon klar, dass es Millionen Arbeitslose gibt und weit weniger offene Stellen? Die ARGE kann noch so viele Maßnahmen ergreifen, Drohungen aussprechen und sich auf den Kopf stellen, an dieser simplen Tatsache ändert sich nichts.


    Kühl betrachtet kostet es viel mehr Steuergelder den Arbeitslosen teure Zahnbehandlungen, Fortbildungen, Kurse etc. aufzudrücken als einfach jeden Monat einen gewissen Betrag zum Überleben zu überweisen. Warum tun sie es dann trotzdem? Weil die Politik Druck macht. Die Arbeitslosenzahl soll fallen, das kommt beim Wähler gut an. Die ARGEn geben den Druck weiter und tun alles, um die Statistik zu schönen. Wer irgendwelche Kurse oder Maßnahmen macht ist erstmal aus der Statistik raus und manche wie die TE kann man an andere Behörden abschieben, damit wäre sie somebody else's problem.

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    naja gut :=o trotzdem sollte man sich nicht über ungelegte eier aufregen ;-)

    Ich rege mich nicht über ungelegte Eier auf. Bitte lies dir meinen Beitrag noch einmal durch. Dass der Antrag gestellt wurde, ärgert mich. Wenn der Antrag bewilligt wird, ärgert mich das auch. Ich habe mich also nicht über ungelegte Eier aufgeregt. *:)

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    Dir ist aber schon klar, dass es Millionen Arbeitslose gibt und weit weniger offene Stellen?

    Derzeit gibt ca. 900.000 offene Stellen... Ich bin der Meinung, dass JEDER einen Job findet, wenn man es wirklich will.

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    Die ARGE kann noch so viele Maßnahmen ergreifen, Drohungen aussprechen und sich auf den Kopf stellen, an dieser simplen Tatsache ändert sich nichts.

    Aber mit welchem Recht lässt man sich dann auf lange Dauer aushalten? Natürlich gibt es Sozialgesetze, aber die sollen doch Menschen zugute kommen, die wirklich darauf angewiesen sind. Selbst wenn man mit seiner Arbeitskraft keinen eigenen "Vedienst" erarbeiten kann, so kann man sich mit sozialer Arbeit, beispielsweise im Rahmen eines 1-Euro-Jobs, betätigen. Einfach die Hand aufmachen und fordern, finde ich billig und ungerecht gegenüber Menschen, die ihr Leben lang arbeiten.

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    Kühl betrachtet kostet es viel mehr Steuergelder den Arbeitslosen teure Zahnbehandlungen, Fortbildungen, Kurse etc. aufzudrücken als einfach jeden Monat einen gewissen Betrag zum Überleben zu überweisen. Warum tun sie es dann trotzdem?

    Weil es Sozialgesetze gibt, die auch gut sind. Kein Land der Welt fängt Arbeitslose so hilfreich auf wie es Deutschland tut.

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    Weil die Politik Druck macht. Die Arbeitslosenzahl soll fallen, das kommt beim Wähler gut an. Die ARGEn geben den Druck weiter und tun alles, um die Statistik zu schönen. Wer irgendwelche Kurse oder Maßnahmen macht ist erstmal aus der Statistik raus und manche wie die TE kann man an andere Behörden abschieben, damit wäre sie somebody else's problem.

    Das Problem hat in meinen Augen der Arbeitslose und NICHT die Arge, andere Behörden oder sonst irgendjemand. Jeder ist für sich selbst verantwortlich und meines Erachtens können "irgendwelche Kurse oder Maßnahmen" durchaus sinnvoll sein. Natürlich beschönigen sie die Statistik und der Druck seitens der Regierungsmacht ist groß, aber mich stört der Gedanke vieler Deutschen: "Der Staat muss für mich Sorgen und das nutze ich voll aus." Gerhard Schröder hat das mal ziemlich passend als Mitnahmementalität bezeichnet.

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    aber mich stört der Gedanke vieler Deutschen: "Der Staat muss für mich Sorgen und das nutze ich voll aus."

    meinst wirklich das viele deutsche so denken ??? das ist doch die minderheit die so denkt ! oder denkst du das grinsebär absichtlich nie zum zahnarzt gegangen ist damit sie so schön von der arge leben kann ???

    Zitat

    Ich finde nämlich eine Zwangszahnbehandlung bei einer Langzeitarbeitlosen, die mit diesen Zähnen niemals einen Job bekommen würde, super!

    den satz finde ich :(v zwangszahnbehandlung, das erinnert mich an nichts gutes.....

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    Ich finde nämlich eine Zwangszahnbehandlung bei einer Langzeitarbeitlosen, die mit diesen Zähnen niemals einen Job bekommen würde, super!

    ... und Dicke zwingen wir mal zur Fettabsaugung und Dünne werden wir zwangsernähren und Nägelkauer unterziehen wir einer Zwangsmaniküre und ...


    In der Gesellschaft zählen anscheinend nur noch Äußerlichkeiten :(v Aber gerade bei der Besetzung einer Stelle sollte es doch mehr auf die Qualifikationen ankommen.

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    Nur weil Grinsebär Messie ist und schlechte Zähne hat, bedeutet das keinesfalls, dass sie arbeitsunfähig ist. Sie könnte z.B. nachts Zeitung austragen. Schlechte Zähne stören in der Nacht doch niemanden...

    Wenn sie Zeitung austrägt kommt sie aber lange noch nicht vom Arbeitsamt los. Mit dem verdienten Geld kann sie höchstens ihre Haushaltskasse aufbessern, jedoch nicht ihren Lebensunterhalt bestreiten. Es sollte nämlich das Ziel sein, einen Job zu finden, von den man auch leben kann. In irgendwelchen Minijobs rumkrebsen bringt auf Dauer nix. Das hilft weder ihr noch der Gesellschaft.

    Zitat

    Derzeit gibt ca. 900.000 offene Stellen...

    Und wie viele Arbeitslose gibt es? Na?? Na???

    Zitat

    Ich bin der Meinung, dass JEDER einen Job findet, wenn man es wirklich will.

    Es wird eben nicht jeder einen Job finden! Eben weil es zu wenig Stellen und zu viele Arbeitslose gibt! Die Rechnung ist so simpel, dass selbst du es verstehen müsstest %-|

    Zitat

    Selbst wenn man mit seiner Arbeitskraft keinen eigenen "Vedienst" erarbeiten kann, so kann man sich mit sozialer Arbeit, beispielsweise im Rahmen eines 1-Euro-Jobs, betätigen.

    Es gibt schon genug ehrenamtliche Tätigkeiten. Dazu braucht es keine 1€-Jobs. Die zerstören nur reguläre Arbeitsplätze, genauso wie die 400€-Jobs.

    Zitat

    Einfach die Hand aufmachen und fordern, finde ich billig und ungerecht gegenüber Menschen, die ihr Leben lang arbeiten.

    Es gibt im Übrigen auch sehr viele Arbeitslose, die keine Leistungen beziehen. Wollte ich nur mal anmerken.

    Zitat

    Jeder ist für sich selbst verantwortlich und meines Erachtens können "irgendwelche Kurse oder Maßnahmen" durchaus sinnvoll sein.

    Sinnvoll ist es aber nur für die, die es auch wirklich brauchen. Das Problem ist aber, dass das Arbeitsamt Arbeitslose nicht gezielt in Kurse und Maßnahmen steckt sondern willkürlich.

    Zitat

    ... und Dicke zwingen wir mal zur Fettabsaugung und Dünne werden wir zwangsernähren und Nägelkauer unterziehen wir einer Zwangsmaniküre und ...


    In der Gesellschaft zählen anscheinend nur noch Äußerlichkeiten :(v Aber gerade bei der Besetzung einer Stelle sollte es doch mehr auf die Qualifikationen ankommen.

    Wir leben in einem Industriestaat mit Regeln im Arbeitsleben. Eine gesellschaftliche und arbeitsmarktrelevante Regel ist die Gesundheits- und Körperpflege. Wenn man sich nicht an diese Regeln hält, gibt es Konsequenzen.

    Zitat

    Wenn sie Zeitung austrägt kommt sie aber lange noch nicht vom Arbeitsamt los. Mit dem verdienten Geld kann sie höchstens ihre Haushaltskasse aufbessern, jedoch nicht ihren Lebensunterhalt bestreiten. Es sollte nämlich das Ziel sein, einen Job zu finden, von den man auch leben kann. In irgendwelchen Minijobs rumkrebsen bringt auf Dauer nix. Das hilft weder ihr noch der Gesellschaft.

    Natürlich ist eine dauerhafte Anstellung zum Erwerb des Lebensunterhalt die perfekte Lösung. Dennoch kann man sich meines Erachtens nicht komplett von seiner Verantwortung drücken und den Staat alles zahlen lassen. Wenn es die Möglichkeit gibt seine Haushaltskasse mit einem Minijob aufzubessern, besteht die Möglichkeit der Kürzung von den staatlichen Leistungen. Somit entlastet man den Staat und demnach unsere Gesellschaft. Das macht deutlich, dass deine Behauptung, es bringe nichts und es helfe nicht der Gesellschaft, in keiner Weise stimmt.

    Zitat

    Und wie viele Arbeitslose gibt es? Na?? Na ???

    Im März 2010 erhielten 6.180.000 erwerbsfähige Menschen Lohnersatzleistungen nach dem SGB III oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II.


    Erschreckend, dass 900.000 offene Stellen nicht von 6.180.000 Menschen besetzt werden können.....

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    Es wird eben nicht jeder einen Job finden! Eben weil es zu wenig Stellen und zu viele Arbeitslose gibt! Die Rechnung ist so simpel, dass selbst du es verstehen müsstest %-|

    Reichen denn nicht erst einmal 900.000 offene Stellen aus? Ich verstehe deine Rechung, aber diese Rechnung ist oftmals eine typische Rechnung von Arbeitslosen, die sich für ihre Arbeitslosigkeit rechtfertigen möchten. Marktwirtschaftlich hat die Besetzung der 900.000 offenen Stellen positive Folgen: Es würden NEUE offene Stellen entstehen! Somit solltest du nicht gleich negativ und altklug auf meine Behauptung reagieren, sondern einfach etwas weiter denken als dieses Stammtischgefasel hier aufzutischen :)z

    Zitat

    Es gibt schon genug ehrenamtliche Tätigkeiten. Dazu braucht es keine 1€-Jobs. Die zerstören nur reguläre Arbeitsplätze, genauso wie die 400€-Jobs.

    Auch hier bist du nicht ausreichend informiert. In vielen Bereichen fehlt es an ehrenamtlichen Helfern. Dass damit reguläre Arbeitsplätze zerstört werden, ist arbeitswirtschaftlich nicht nachvollziehbar und bisher gibt es auch keine Hinweise.


    Auch hier muss ich leider sagen, dass deine Behauptung ein typisches Arbeitlosen-Argument ist....

    Zitat

    Es gibt im Übrigen auch sehr viele Arbeitslose, die keine Leistungen beziehen. Wollte ich nur mal anmerken.

    Ich frage jetzt einfach mal, weil ich da eine Vermutung habe. Bist du arbeitslos und beziehst Arbeitslosengeld?

    Zitat

    <Sinnvoll ist es aber nur für die, die es auch wirklich brauchen. Das Problem ist aber, dass das Arbeitsamt Arbeitslose nicht gezielt in Kurse und Maßnahmen steckt sondern willkürlich.

    Maßnahmen und Kurse werden nur dann vom Leistungsbezieher als willkürlich betitelt, wenn der Leistungsbezieher keinen Sinn in den Maßnahmen und Kursen sieht. Meiner Meinung nach ist das Vorgehen der Arge nur dann willkürlich, wenn man sich als Leistungsbezieher willkürlich behandeln lässt. Wenn man sich aktiv an der Suche nach einem Arbeitsplatz oder einer Weiterbildung beteiligt und dieses ernst meint, lässt man sich in der Regel nicht willkürlich in eine Maßnahme stecken. Wenn mir das als Leistungsbezieher passieren würde, würde ich gegen diese Willkürlichkeit Beschwerde einreichen und im Zweifel klagen.


    Ich glaube fest daran, dass die Willkürlichkeit der Arge in vielen Fällen "Verzweifelungstaten" sind, weil vom Leistungsbezieher einfach zu wenig Input kommt.

    Hallo Grinsebär,


    ich habe jetzt nicht alle Beiträge hier gelesen und möchte auch nicht auf die Frage eingehen, ob die ARGE so was darf oder nicht (finde es auf jeden Fall sehr ungewöhnlich und absolut grenzwertig)


    Möchte vielmehr auf Deine eigentlichen Probleme eingehen.


    Erstens Deine Angst vorm Zahnarzt:


    Du bist nicht die Einzige, die Schiss vorm Zahnarzt hat - auch ich mach mir davor immer fast in die Hose... aber es kommt nicht drauf an, keine Angst zu haben oder diese zu überspielen. Es geht darum, zu lernen, mit diesen Ängsten umzugehen. Erzähl dem Zahnarzt davon. Die sind heute alle psychologisch geschult. Und mach Dir eines klar: frage Dich: "Was ist das Schlimmste, was mir beim Zahnarzt passieren kann?" und wenn Du wirklich ein Angstpatient bist, kann man das auch unter Narkose machen, das Schlimmste ist also eine Spritze. Und das ist ja wirklich kein Weltuntergang, wenn Du ganz ehrlich bist, oder?


    Vor allem: Du wirst merken, wie Toll Du Dich fühlst, wenn Du es überstanden hast. Dann kannst Du zu recht STolz drauf sein, dass Du so tapfer warst.


    Dann Deine Arbeitslosigkeit:


    Du schreibst, dass Du als Verkäuferin gearbeitet hast. Du wohnst nach Deinen Aussagen irgendwo zwischen München und Regensburg, also in Bayern, wo es im deutschlandweiten Vergleich mit Arbeitsplätzen noch relativ gut aussieht. Mach dch mal einen Spaziergang durch Deine Stadt - ich wette, da werden einige Verkäuferinnen gesucht oder noch besser: sprich einfach mal das Personal in den Läden an, in denen Du Stammkundin bist, die Dich vielleicht sogar kennen. Selbst wenn die akut nix haben, können sie Dir vielleicht einen Tip geben. Ehrlich gesagt würde ich mich bei der Jobsuche nie auf's Arbeitsamt verlassen, da wirst Du nur verwaltet. Ich habe noch nie in meinem Leben durch das Amt einen Job bekommen, es hat immer auf anderen Wegen geklappt.


    Zum Dritten: Dein "Nichts auf die Reihe bekommen"


    Du scheinst ein Problem zu haben, dass bei Langzeitarbeitslosen nicht ungewöhnlich ist.


    Nämlich der Frust, das "sich in die Wohnung zurückziehen" und die - ich nenn es mal "soziale Verwahrlosung"


    Ich denke, es ist wichtig, dass Du da raus kommst.


    Hierzu brauchst Du erst mal einen strukturierten Tagesablauf.


    Am Besten in Form einer Liste, wie einen Stundenplan, in den Du jeden Tag vorher aufschreibst, was Du machen mußt


    Plane feste Termine ein, zum Beispiel 1-2x pro Woche Sport


    Bitte Deine Freunde, Dir zu helfen und Dich zu motivieren. Gute Freunde treten einen auch mal (liebevoll) in den Hintern, damit man in die Gänge kommt.


    Such Dir irgendwas, bei dem Du "raus kommst" und Bestätigung von anderen bekommst. Damit meine ich nicht, mit Freunden ausgehen, sondern irgendeine Aufgabe zu übernehmen, für die Du verantwortlich bist. Beispielsweise in einem Verein, eine ehrenamtliche Tätigkeit o.ä.


    So bekommst Du wieder das Gefühl, "gebraucht zu werden" und "zur Gesellschaft zu gehören". Und das ist entscheidend. Wer weiß, vielleicht tut sich auch hierüber ein Türchen zu einem Job auf?


    Ich hab mal gehört, dass ca. 2/3 der Jobs über Beziehungen vergeben werden. Nutze also Dein "soziales Netzwerk" und baue es aus! Fang mit kleinen Schritten an, aber sei konsequent.


    Und noch was:


    Du schreibst, dass Du "nur Hauptschülerin ohne Berufsausbildung" bist.


    Aber: wenn ich Deine Beiträge hier lese, so stelle ich fest, dass Du Dich ziemlich gut ausdrücken kannst.


    AUßerdem bist Du nicht auf den Kopf gefallen: Du informierst Dich derzeit sehr genau über Deine Rechte, bist in der Lage, Gerichtsurteile und andere Dinge zu recherchieren und den Inhalt komplexer Texte zu verstehen. Versuch doch mal, in einem Büro (z.B. als Sekretärin / Assistentin) unterzukommen. Die Fähigkeiten dazu hast Du allemal!

    hallo... habe mir gestern abend und ebend diesen faden durchgelesen und bin noch fassungslos... ich möchte eigentlich gar nicht so sehr auf die verfasserin eingehen... ich selber habe im januar erwärbsminderungsrente beantragt... wochen später mußte ich dann noch was von meiner hausärztin ausfüllen lassen und im april kam schon mein renten bescheid... ich bin wahrscheinlich ne ausnahme das es so schnell ging... ich kenn leute die kämpfen jahrelang um diese rente zu bekommen... ich wäre auch froh, wenn ich richtig arbeiten könnte... aber mehr als paar stunden am tag schaffe ich nicht... neben der rente darf ich nun bis zu 400 eur hinzuverdienen...

    Zitat

    Wir leben in einem Industriestaat mit Regeln im Arbeitsleben. Eine gesellschaftliche und arbeitsmarktrelevante Regel ist die Gesundheits- und Körperpflege. Wenn man sich nicht an diese Regeln hält, gibt es Konsequenzen.

    Ich will ja nicht abstreiten, dass Gesundheits- und Körperpflege wichtig ist. Aber ich würde dann eher jemanden an das Gewissen appellieren und nicht zu irgendwelchen körperlichen Eingriffen zwingen, was eh gegen die Grundrechte verstoßen würde.

    Zitat

    Wenn es die Möglichkeit gibt seine Haushaltskasse mit einem Minijob aufzubessern, besteht die Möglichkeit der Kürzung von den staatlichen Leistungen. Somit entlastet man den Staat und demnach unsere Gesellschaft. Das macht deutlich, dass deine Behauptung, es bringe nichts und es helfe nicht der Gesellschaft, in keiner Weise stimmt.

    Bei einem nicht zu hohen Verdienst wird es doch gar nicht erst auf die staatliche Leistungen angerechnet. D.h. man kann zu den Leistungen noch etwas dazu verdienen. Der Staat spart dort also nur in seltenen Fällen.

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    Im März 2010 erhielten 6.180.000 erwerbsfähige Menschen Lohnersatzleistungen nach dem SGB III oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II.


    Erschreckend, dass 900.000 offene Stellen nicht von 6.180.000 Menschen besetzt werden können.....

    Du haust da schon mal mächtig was durcheinander. Zum einem sind nicht alle, die Leistungen beziehen arbeitslos. Das heißt, viele haben schon einen Job, wo sie aber vielleicht nicht genug verdienen und zusätzliche Hilfe vom Staat benötigen. Zum anderen sind 900.000 offene Stellen nicht von heute auf morgen besetzt. Nur, weil es 900.000 offene Stellen gibt, heißt es ja nicht, dass diese nicht besetzt werden können. Ein Arbeitgeber muss ja auch erst mal nach geeigneten qualifizierten Arbeitnehmern suchen. Da geht schon mal etwas Zeit ins Land. In der Zwischenzeit ergeben sich neue offene Stellen und ebenso werden welche besetzt.


    Natürlich wird es auch Stellen geben die unbesetzt bleiben, weil man einfach niemanden findet. Aber das sind meist nur Stellen, wo man entweder die eierlegende Wollmilchsau sucht oder Stellen die zu gering bezahlt und/oder sittenwidrig sind.

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    Reichen denn nicht erst einmal 900.000 offene Stellen aus?

    Aber die werden eben nicht von allen Arbeitslosen besetzt werden können! Es wird trotzdem weiterhin Arbeitslose geben!

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    Somit solltest du nicht gleich negativ und altklug auf meine Behauptung reagieren, sondern einfach etwas weiter denken als dieses Stammtischgefasel hier aufzutischen :)z

    Das ist kein Stammtischgefasel sondern Fakt!

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    Auch hier bist du nicht ausreichend informiert. In vielen Bereichen fehlt es an ehrenamtlichen Helfern.

    Kommt wahrscheinlich auch auf die Region an. In meiner Gegend reißen sich sich die Arbeitslosen schon um ehrenamtliche Tätigkeiten.

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    Dass damit reguläre Arbeitsplätze zerstört werden, ist arbeitswirtschaftlich nicht nachvollziehbar und bisher gibt es auch keine Hinweise.

    Ich redete nicht von den Ehrenämtern sondern von den 1€ und 400€ Jobs.


    http://www.focus.de/karriere/perspektiven/ein-euro-jobs-vom-heilsbringer-zum-jobkiller_aid_412229.html


    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-ein-euro-jobs-verdraengen-arbeitsplaetze-8612.php


    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/bundesamt-vergisst-jahrelang-millionen-von-minijobs-mitzurechnen/1001352.html


    http://www.goethe.de/ges/soz/dos/arb/afo/de1697208.htm

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    Ich frage jetzt einfach mal, weil ich da eine Vermutung habe. Bist du arbeitslos und beziehst Arbeitslosengeld?

    Ich bin zwar arbeitslos, beziehe aber keine Leistungen. Als nicht-Leistungsempfänger ist man noch mehr gearscht, als, wenn man Leistungen beziehen würde (und sei es nur 1€). Als nicht-Leistungsempfänger hat man die gleichen Pflichten wie ein Leistungsbezieher aber nicht die gleichen Rechte :(v Aber das interessiert ja keine Sau.

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    Maßnahmen und Kurse werden nur dann vom Leistungsbezieher als willkürlich betitelt, wenn der Leistungsbezieher keinen Sinn in den Maßnahmen und Kursen sieht.

    Ja, sicher. Oftmals ist es auch tatsächlich so, dass es für den Leistungsbezieher nicht sinnvoll ist. Habe selbst mal ein Bewerbungstraining mit gemacht. Für mich war es sinnlos, da ich da einfach nix neues gelernt habe. Ich hab die Zeit damit verbracht gar noch anderen im Kurs bei der Bewerbung zu helfen. Manche hatten Hilfe wirklich nötig und waren auch froh darüber. Aber andere wiederum konnten es und fühlten sich auch dementsprechend deplatziert.

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    Meiner Meinung nach ist das Vorgehen der Arge nur dann willkürlich, wenn man sich als Leistungsbezieher willkürlich behandeln lässt.

    Man hat oftmals keine andere Wahl, weil einem sonst eine Leistungskürzung oder Sperre droht.

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    Wenn mir das als Leistungsbezieher passieren würde, würde ich gegen diese Willkürlichkeit Beschwerde einreichen und im Zweifel klagen.

    Machen auch einige. Allerdings musst du trotzdem erst mal eine Kürzung oder Sperre in Kauf nehmen, wenn du nicht so spurst wie das Amt will. Aber da viele nun mal auf das Geld vom Amt angewisen sind und sich eine Kürzung einfach nicht leisten können, beugen sie sich der Willkürlichkeit.

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    Ich glaube fest daran, dass die Willkürlichkeit der Arge in vielen Fällen "Verzweifelungstaten" sind, weil vom Leistungsbezieher einfach zu wenig Input kommt.

    Das kann, muss aber nicht sein.