• ARGE besteht auf Zahnsanierung

    Die zuständige ARGE Sachbearbeiterin besteht darauf, das ich mich einer Zahnsanierung unterziehe, anderfalls sperrt sie mein Geld Ich bin Langzeitarbeitslos die Sachbearbeiterin sieht den Grund dafür, in meinen schlechten FrontZähnen Vor zwei Wochen hatte ich einen Termin bei ihr, hinterher wurde ich in einen Raum geführt In diesem waren dann andere…
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    mal zu dem urteil wegen dem arbeitnehmer und den immer wieder kehrenden zahnschmerzen: das ist eine ganz andere sache, denn der arbeitgeber kann den arbeitnehmer durchaus auffordern, etwas gegen die immer wiederkehrenden ausfallzeiten zu unternehmen, da dem arbeitgeber ja konkrete aussagen (nämlich fehlzeiten wegen den zahnschmerzen) vorlagen.


    das ist aber nicht der fall, wenn die arge mal eben sagt, es könnte sein. wenn ein arbeitgeber an den arbeitsvermittler herantreten würde mit dem kommentar "den hab ich nicht genommen wegen der schlechten zähne", dann kann gesagt werden, du würdest besser arbeit finden, wenn...


    aber nicht einfach so.


    ich halte das vorgehen der arge für rechtlich sehr bedenklich und würde persönlich bauchschmerzen haben, wenn ich in dem fall eine entscheidung für eine sanktion umsetzen müsste. meine hand würde ich nicht dafür ins feuer legen, dass die rechtsstelle (die den widerspruch prüft) das mitträgt.


    ich würde auch jedem in meinem umkreis dringend empfehlen, schon aus gründen seiner würde da nicht mitzumachen. was folgt denn als nächstes??


    den friseurbesuch (klassisches beispiel) kann die arge aus dem "vermittlungsbudget" bezahlen, welches für jeden hilfeempfänger zur verfügung steht. das ist eine bestimmte summe, die für viele dinge verwendet werden kann, eben auch für einen friseurbesuch. oder aber auch für einen zahnarztbesuch. zumindest denke ich, wird die arge die kosten aus diesem budget bezahlen, weil wie schon weiter oben erwähnt, wenn die arge das anordnet mit der androhung von konsequenzen, dann muss sie auch zahlen!

    Zitat

    Angst vorm Zahnarzt ist im übrigen, bei regelmäßiger Pflege der Beisserchen absolut unnötig.

    @ Braim

    du kannst es dir vielleicht nicht vorstellen - aber es gibt Menschen die möglicherweise aufgrund schlechter Erfahrungen mit Zahnärzten eben auch bei gepflegten Beißerchen Angst vorm Zahnarzt haben ...


    In bestimmten Berufsfeldern (z.B. Service, Zahnarzt (die Helferinnen), Verkäufer in einer Bäckerei oder Rezeptionist/in um nur mal einige zu nennen) find ich es durchaus angenehmer und auch z.T. unerläßlich ordentliche Zähne zu haben.


    Aber .... wen stört ein Zimmermädchen mit schlechten Zähnen

    auch beim Busfahrer z.B. oder beim Pförtner wär mir das echt egal ...


    Das sind alles Personen mit denen man nur kurz oder fast gar nicht (z.B. Zimmermädchen in Hotels) zu tun hat.


    Aber - auch wenn eine Bäckereiverkäuferin keine so tollen Zähne hat, sagt das aus, daß sie sich nicht pflegt- also würde ich auch kein Problem haben, bei ihr zu kaufen.


    Leute die sich über so etwas beschweren diskriminieren in meinen Augen schon ...............


    Denn man weiß nie, warum die Zähne nicht schön sind.


    Die Eröffnerin dieses Fadens sagt von sich aus, daß es ihre Schuld ist (zu wenig Zähneputzen etc.).


    Aber ich z.B. habe auch schon von Kindesbeinen an Probleme zum Zahnarzt zu gehen und bin auch oft erst gegangen, wenns weh tat.


    Aber meine schlechten Zähne sind z.B. rein krankheitsbedingt, denn ich hab brav immer Zähne geputzt (bis auf die letzten Wochen vor der Zahnextraktion jetzt) und auch mich gepflegt. (das tu ich immer noch bevor jetzt jemand auf komische Gedanken kommt !!)


    Aber sah man das meinen Zähnen an ??? Nein .... keiner konnte das sehen /wissen.


    Ich wurde auch mal drauf angesprochen ob ich denn soviel süßes esse ... Ich bin nicht mal ein Süßfreak (nur belgischen Pralinen kann ich ab und zu nicht wiederstehen was aber nicht heißt, daß ich dauernd welche hier habe) sondern mag lieber herzhaftes und eß eher mal ne scheibe wurst (und geh danach mund spülen) statt ne praline.


    Ich arbeite übrigens in einer Kita und hatte auch beim Vorstellungsgespräch damals schon keine schönen und ordentlichen Zähne (hatte als kind auch rigoros eine Spange abgelehnt sodaß meine Zähne schief waren vorn) und trotzdem den Job gekriegt.


    Dort arbeite ich seit inzwischen 15 Jahren und noch niemand hat sich über meine Zähne beschwert.


    Aber auch wenn ich ALG 2 oder so beziehen würde, würde ich mir nicht gerne sagen lassen, ich müsse zum Zahnarzt, da ich finde, daß das wirklich was ist, das das Persönlichkeitsrecht berührt.


    Denn je nachdem welchen Job man machen möchte ... wen sollten dann die Zähne stören ?!


    (und ich bin ganz bestimmt keine, die sehr begeistert ist von Menschen, die sich vom Staat aushalten lassen, obwohl sie sehr wohl arbeiten könnten, aber nicht mal suchen !!!)


    (Dabei gehts auch nicht um unverschuldet in solche Lagen geratene Leute, bzw. auch nicht um Leute, die ordentliche Bewerbungen absenden, die Vorstellungsgespräche besuchen und trotz aller ernsthafter Bemühungen keine Jobs kriegen !!)

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    Das hast du komplett falsch verstanden!

    ne aber du mich, bin ganz auf deiner Seite :)z .. guter Beitrag, ich seh eben auch die Gefahr (ach was, beinah die Gewissheit) dass es in dieser Richtung weitergeht :-(

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    ne aber du mich, bin ganz auf deiner Seite :)z .. guter Beitrag, ich seh eben auch die Gefahr (ach was, beinah die Gewissheit) dass es in dieser Richtung weitergeht :-(

    ups |-o tut mir leid. hatte ich missverstanden. Sorry @:)

    Es ist doch völlig egal warum jemand welche Zähne hat. Das ist ein unzulässiger Eingriff in die Persönlichkeitsrechte, sowas ist nicht hinnehmbar. Ich persönlich halte das Vorgehen der ARGE für rechtlich sehr bedenklich...aber meine Einschätzung nützt jetzt auch niemandem.


    Würde die ARGE das auf freiwilliger Basis anbieten, immer gerne. Aber mit Zwang ? Und die Androhung von Mittelstreichung ist ein Zwang.

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    http://www.tacheles-sozialhilfe.de/forum/default.asp

    Schilder die Sache doch mal in diesem Forum, da sitzen Leute die sich wirklich auskennen ;-).


    Was mich wirklich schockiert ist die Tatsache, dass dieses Vorgehen auch noch Beifall findet :-o. Sind wir ein Sozialstaat oder sind wir keiner ? Ist das Grundgesetz nur noch gut für die Toilette ?

    Ich glaube, das Hauptproblem ist nicht das "OB" einer Zahnuntersuchung, sondern das "Wie" und das ist in diesem Falle tatsächlich unter aller Sau...; Brombeerküchlein hat ja schon wesentlich mildere Mittel als diese Zwangsuntersuchung genannt....

    Ich bin der Ansicht, dass Menschen, die ihr Gebiss gut pflegen, nicht solch ein schlechtes Gebiss bekommen (können, vielleicht ist es auch ein Teil Veranlagung). Nur die Angst vor dem Zahnarzt kann einem kein solch schlechtes Gebiss einbringen, wie die TE es zu haben scheint, wenn die ARGE schon solche Anforderungen stellt (egal, obs jetzt berechtigt ist oder nicht).


    Zitat:

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    ich nehme mir vor ich Staubsauge heute ,der Tag vergeht,Wochen vergehen meist kommt dann jemand und saugt für mich so geht es auch mit Zähneputzen, Wohnung aufräumen usw.

    Entschuldige, Grinsebär, aber wenn jemand schon so ne Einstellung seinen Zähnen gegenüber hat (vergisst du auch das Duschen?), dann würde ich an Stelle der ARGE auch mal ein Machtwort sprechen.

    Das finde ich auch nicht ok. :(v Wie gesagt, die Vergleiche mit Übergewicht und Frisur sind auch ganz angebracht. Die Zahnarztangst kann ich gewissermaßen nachvollziehen und ich würde dir raten, da wirklich was zu machen, für dich, nicht für die ARGE. :)z Aber dass die einem was vorschreiben. Gut, wenn ich mal bei der ARGE arbeite, schicke ich dann auch aufgetakelte Tussis sonstwohin, weil ich sie einfach nicht leiden kann.


    Ich meine, es kann mir keiner erzählen, dass es keine Jobs GIBT, wo man mit kaputten Zähnen nicht arbeiten kann. Nur die Chefs und alle anderen achten nur noch auf Äußerlichkeiten... finde es abartig, wie den Menschen immer mehr vorgeschrieben wird, wie sie auszusehen haben. :|N Das interessiert nunmal nicht ALLE, nur solche oberflächlichen medienverseuchten Leute...


    Ich finde sie können dir den Tipp geben, die Zähne zu machen, aber vorschreiben finde ich das letzte... müssen die dir nicht erstmal nachweisen, dass du nicht vermittelbar bist? Und was ist, wenn ein Bekannter plötzlich nen Putzjob für dich hat, wo kein Mensch deine Zähne sieht und wo du trotzdem eingestellt wirst? Ich finde "mit grünen Haaren stellt dich keiner ein" ist erstmal nichts als eine Behauptung... die muss erstmal widerlegt werden. Manchen Menschen ist es nämlich immer noch scheißegal, wie jemand aussieht.

    Wir haben in einem Raum zusammen gewartet "untersucht/angeschaut von ZA /Gutachter" wurde jeder einzeln seperat.(um das Missverständnis auszuräumen)


    Ich war so geschockt und habe auch nicht damit gerechnet das die "Untersuchung" wirklich Folgen hat


    Muß erst Montag anrufen und Nachfragen wer was zahlt .


    Bei mir geht es ja dann um Vollprothese oben und unten Bonusheft habe ich keines


    Und auch die Durchführung ist mir noch unklar


    Ich habe soviel Angst vor der Behandlung, das ich bestimmt nicht zum ZA gehen werde, ich lasse es darauf ankommen.


    Verhungern drüfen Sie mich nicht lassen, laut Grundgesetz, mal schauen

    Dafür willst du lieber noch jahrelang mit kaputten Zähnen und Schmerzen rumrennen?


    Wir haben dir doch hier schon Methoden genannt, mit denen auch ein Angstpatient wie du schmerzfrei behandelt werden kann. Stell dich doch nicht so stur.

    @ Samlema

    doch es gibt menschen die haben aus einer veranlagung heraus trotz guter pflege schlechtere zähne als andere menschen bei gleicher pflege.


    die kriegen dann teilweise schon bei milchzähnen probleme ebenfalls trotz pflege.


    ansonsten muss ich auch sagen find ich es unverschämt.


    ich kann mir das zwar so jetzt nicht vorstellen weil meine zähne vollkommen in ordnung sind, aber was ist wenn die dann anfangen zu sagen, "sie gehen jetzt zum frisur und lassen sich die haare blond färben weil statistiken haben gezeigt das blonde eher genommen werden" oder so ein schmarrn!

    Ich vermisse bei einigen Beiträgen hier irgendwie die nötige Differenzierung.


    Klar sind schlechte Zähne kein besonders gutes Merkmal, wenn man sich für einen Job vorstellt. Und selbstverständlich sollte jeder schon im eigenen Interesse auf seine Zahngesundheit achten. Ebenso sollte jeder selbst wissen, dass man mit sichtbar schlechten Zähnen bei seiner Umwelt nicht unbedingt auf Verständnis oder Toleranz stößt. Das die Arge darauf hinweist, dass die Zähne ein Problem bei der Arbeitsvermittlung darstellen und zur Problemlösung vielleicht auch eine teilweise oder volle Kostenübernahme anbietet, wird hier auch jeder in Ordnung finden. Selbst das die TE sich dazu bekennt, dass sie generell nicht besonders motiviert ist, auch nicht bei der Zahnpflege steht auf einem anderen Blatt.


    Hier geht es aber, wie schon erwähnt, nicht darum, ob ihr jemanden mit schlechten Zähnen einstellen würdet oder nicht, sondern auf den Punkt gebracht darum, ob derjenige der Alg II bezieht seine Grundrechte sozusagen an der Tür zur Arge abgibt. Sind denn Alg II-Empfänger andere, gar schlechtere oder weniger wertvolle Staatsbürger als die arbeitende Bevölkerung? Die geschilderte Vorgehensweise ist nicht nur menschenverachtend und diskriminierend, sondern sollte jedem Staatsbürger das kalte Grausen über den Rücken jagen. Jemandem unter Androhung der Streichung der Grundsicherung zu einem von diesem unerwünschten körperlichen Eingriff zu "nötigen", nur um Arbeitgeber, die angeblich nichtmal eine Reinigungskraft mit schlechten Zähnen einstellen würden zu erreichen, finde ich höchst zweifelhaft. Davon abgesehen, dass daraus eine demütigende Massenveranstaltung gemacht wurde. Übergewichtige Menschen, ungepflete Menschen oder solche, die sich bewusst durch ein anderes, auffälliges Äußeres von der Masse abgrenzen werden auch nicht besonders gern eingestellt, da böten sich ja gleich die nächsten Ansatzpunkte. Wie sollte denn der vom Durchschnittsarbeitgeber bevorzugte Durchschnittsbewerber aussehen? Das könnte man doch direkt als Bedingung der Grundsicherung nehmen. Wer nicht mitzieht, soll aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden und sehen, wie er klar kommt. Das dumme ist nur, wir leben in einem Staat der sich neben einer Reihe von bedeutenden Grundrechten auch seine eigene Sozialstaatlichkeit ins Grundgesetz geschrieben hat. Daneben gibt es ein Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, welches jegliche Formen von persönlichen Diskriminierungen verbietet. Das alles soll nun aber nicht für diejenigen gelten, die auf die Hilfe des Staates angewiesen sind? Das erschließt sich mir nicht und das kann doch nicht euer Ernst sein?


    Ich denke, dass die Arge nicht im Rahmen ihrer Befugnisse gehandelt hat. Als erstes würde ich einen Widerspruch gegen den 6-Wochen-Bescheid einlegen, darüber hinaus eine Beschwerde an die Dienstaufsichtsbehörde schreiben. Sowas sollte man sich nicht gefallen lassen.

    @ grinsebär

    wenn soviel gemacht werden muss bei dir, gibt es auch die möglichkeit der vollnarkose! dann kriegst du doch gar nichts mit! und dann merkst du auch gar nichts :/


    ansonsten es gibt auch zahnärzte die sich auf angstpatienten spezialisiert haben! :(


    mach dich doch wenigstens mal schlau was es für möglichkeiten gäbe ... ;-)

    Zitat

    Ich glaube, das Hauptproblem ist nicht das "OB" einer Zahnuntersuchung

    Selbst das OB einer Zahnuntersuchung ist sehr bedenklich. Die Arge ist keine Zahnarztpraxis und ich muss mich von niemandem gegen meinen Willen untersuchen lassen.