• ARGE besteht auf Zahnsanierung

    Die zuständige ARGE Sachbearbeiterin besteht darauf, das ich mich einer Zahnsanierung unterziehe, anderfalls sperrt sie mein Geld Ich bin Langzeitarbeitslos die Sachbearbeiterin sieht den Grund dafür, in meinen schlechten FrontZähnen Vor zwei Wochen hatte ich einen Termin bei ihr, hinterher wurde ich in einen Raum geführt In diesem waren dann andere…
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    Also ich kann nur bestätigen, dass auf "gesunde" sehr geachtet wird. Nein es wird sogar nach "weißen" Zähnen geschaut. Ich gehe regelmäßig zum Zahnarzt und pflege die Zähne auch sehr gut. Leider habe ich mit 20 Jahren trotzdem 10 Füllungen überwiegend aus Amalgam und 4 Kronen, die man natürlich beim Sprechen und Lachen sehr deutlich sieht. Ich bin schon sehr oft darauf angesprochen worden, warum ich keine weißen Füllungen haben und das das ja nich so schön aussieht :-( Dabei sind die Zähne alle behandelt und keine Ruinen, aber das ästhetische Empfinden hat sich durch die ganzen weißen Füllungen sehr stark verändert. Ich habe mich um einen Ausbildung in einer Bank beworben und da hat mich die Frau im Gespräch sogar drauf angesprochen. :(v

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    Wer behauptet denn sowas? Sind alle dicken Menschen ungewaschen, stinken und sehen dreckig aus oder wie? Mit solchen Äußerungen macht man sich nicht wirklich Freunde....

    Sind alle Menschen, die schlechte Zähne haben ungewaschen, stinken und sehen dreckig aus oder wie? Mit so einer Aussage macht man sich nämlich auch nicht wirklich Freunde ;-)


    Eine ehemalige Schulfreundin von mir hatte wirklich Pech mit ihren Zähnen. Ihr Zahnschmelz war lt. ihrer Erklärung so weich, dass ihr ständig die Zähne abgebrochen sind. Einen hatte sie sich mal so angeschlagen, dass er sich grau verfärbte. Sie konnte sich aber die Veeners nicht leisten - aber glaub mir, die war ganz sicher nicht ungepflegt :)z - des Weiteren lief sie jahrelang mit braunen Flecken auf den Zähnen durch die Gegend - und: nein! die waren nicht "faulig" - sie kamen durch ein Medikament im Kindesalter. Mittlerweile konnte sie es sich leisten, sie "weiss" zu machen (ich weiss nicht wie, vermutlich bleaching) - das war aber früher einfach nicht drin, da teuer.

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    Bei mir auch. Muss ja aber nicht gleich eine Depression sein, kann auch Orientierungs-, Ziel- und Planungslosigkeit sein. Aber bedenklich ist das schon. Vielleicht liegt es aber auch an der Langzeitarbeitslosigkeit. Wenn jeder Tag wie der andere ist, man unendlich viel Zeit hat, fällt es nach einer Weile bestimmt vielen schwer, sich zu irgendwas aufzuraffen - könnte man ja auch noch morgen oder übermorgen machen...

    ja, es gibt sicher viele Gründe, warum etwas tut oder eben nicht tut. Wenn alltägliche Dinge aber auf Dauer zur Schwerstarbeit werden, ist es aber für mich einfach mit "Faulheit" nicht zu erklären..

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    Dick ist fÜr mich nicht immer gleichzusetzten mit ungepflegt.

    Ähm, für mich auch nicht - das lese ich beim besten Willen auch nicht aus meinem Posting . Für mich ist aber auch nicht jeder mit schlechten Zähnen ungepflegt. Den Schluss ziehst du allerdings. Ich wollte nur nochmal verdeutlichen, dass es sehr wohl eine Parallele zwischen schlecht bezahnten und dicken Leuten gibt, weil beide schlechtere Vermittlungsschancen auf dem Arbeitsmarkt haben - ergo auch von Dicken für eine bessere Vermittlung verlangt werden könnte, zackig zu diäten, sonst gibts keine Kohle mehr. Wenns soweit käme, dann gilt wohl das:

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    Mit solchen Äußerungen macht man sich nicht wirklich Freunde....

    ;-) aber solange es noch nicht soweit ist, sind solche Maßnahmen vom Amt akzeptiert...

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    des Weiteren lief sie jahrelang mit braunen Flecken auf den Zähnen durch die Gegend - und: nein! die waren nicht "faulig" - sie kamen durch ein Medikament im Kindesalter.

    Sorry, will keinen Blödsinn erzählen - dieses Medikament war kein wirkliches Medikament, sondern kam im Kindesalter durch zuviel Fluorid und sah dann etwa so aus: http://www.geschichteinchronologie.ch/med/merk/merkblatt-zahnkaries-d/fluorose02.jpg

    Mal ne andere Frage, was soll man denn euerer Meinung nach mit Menschen machen, die wegen ihre schlechten Zähne kaum Chancen auf eine Anstellung haben, die Theaderstellerin hat schließlich als Verkäuferin gearbeitet und da sind Zähne wichtig. Gut, dass einige von euch wissen, dass schlechte Zähne nicht nur durch mangelnde Pflege entstehen, aber ich wette, die meisten Menschen sehen das anders. We kauft gerne bei jemanden, bei dem er das Gefühl hat, dass dieser unhygienisch ist.


    Was macht man also mit Menschen die man nicht vemitteln kann wegen derr Zähne, die sich aber weigern zum Zahnarzt zu gehen oder eine Therapie gegen die Zahnarztangst zu machen und auf sturr schalten wenn man ihnene sagt, dass es ja auch mit Vollnarkose geht. Ich denke mal die Threaderstellerin muss man zu ihrem Glück zwingen. Wenn es keine Konsequenzen gäbe wüde sie lieber weiterhin mit ihren schlechten Zähnen rumlaufen und jede Nacht vor


    Schmerzen wachliegen. Mal davon abgesehen, dass kaputte Zähne Folgekrankheiten nach sich ziehen können, die den ganzen Köper betreffen.


    Hätte man ihr gesagt, dass sie zum Arzt gehen soll hätte sies eh nicht getan, sogar jetzt wenn es so eine Androhung von Sanktionen gibt will sies lieber drauf ankommen lassen, statt endlich wieder ein lebenswerteres Leben führen zu können.

    @ betnic

    Sorry wenn es falsch rüber kam, war auch nicht auf deinen Post bezogen :-)

    @ pebby

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    Sind alle Menschen, die schlechte Zähne haben ungewaschen, stinken und sehen dreckig aus oder wie?

    Nein ,aber so extrem schlechte Zähne das man darauf angesprochen wird fällt wohl deutlich in die Katergorie ungepflegt. Denn würde es nicht auffallen, würde niemand einen darauf ansprechen ...

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    Was macht man also mit Menschen die man nicht vemitteln kann wegen derr Zähne, die sich aber weigern zum Zahnarzt zu gehen oder eine Therapie gegen die Zahnarztangst zu machen und auf sturr schalten wenn man ihnene sagt, dass es ja auch mit Vollnarkose geht.

    Hm, Gegenfrage: Was macht man mit Menschen die man nicht/schlecht vermitteln kann, weil sie gern mit blau-grün-bunten und zur Hälfte abrasierten Haaren rumlaufen und dabei 20 Piercings im Gesicht haben? Sie zu ihrem "Glück" zwingen und umstylen?


    Das man die TE wegen der Zähne überhaupt nicht vermitteln kann, soll erstmal jemand beweisen. Es gibt schließlich auch Jobs, wo es keine S** interessiert, ob und wenn ja, wieviele Zähne du im Mund hast, weil man niemandem begegnet, wenn man zB nachts oder in den frühen Morgenstunden Büros putzt. Ob der oder die Mitarbeiterin im Callcenter ein schickes Gebiss hat, interessiert auch keinen, solange man es nicht hört.


    Eine Zahnbehandlung ist ein körperlicher Eingriff - es gibt Juristen, die vertreten die Meinung, jede die körperliche Integrität berührende Arztbehandlung sei eine Körperverletzung, in die der Patient freiwillig eingewilligt hat. Hier scheitert es schon mal an der Freiwilligkeit und der Einwilligung. Dazu kann man niemanden zwingen - auch nicht, wenns noch so gut gemeint ist.

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    Nein ,aber so extrem schlechte Zähne das man darauf angesprochen wird fällt wohl deutlich in die Katergorie ungepflegt. Denn würde es nicht auffallen, würde niemand einen darauf ansprechen ...

    siehe obigen Link oder auch diesen hier:


    http://www.institutosmile.com.br/br/wp-content/uploads/2009/03/bebe1.jpg


    sieht eklig aus, oder? - so ähnlich sah es bei meiner Schulkameradin aus und sie konnte nicht mal was dafür. nicht ungepflegt oder sonstiges sondern einfach zuviel Fluorid in der Kindheit.

    mag sein das sie nichts dafür konnte, sieht für mich trotzdem ungepflegt aus und ich persönlich würde so nicht rumlaufen wollen. Würde ich mir und meiner Umgebung nicht antun wollen und würde mit meinem Zahnarzt eine Lösung für das Problem finden.


    Ich kann mir aber vorstellen das sowas nun mal in einem Bewerbungsgespräch abschreckt und ich kann mir auch vorstellen das zukünftige Chefs darum bitte, dass man etwas daran ändert wenn man den Job haben möchte ...


    Aber das muss jeder selber wissen ob er sich mit Zähnen die so oder so ähnlich aussehen wohl fühlt, ich würde es nicht tun. Egal ob es verschuldet oder unverschuldet ist

    Nach meiner Auffassung darf niemand zur Arbeit gezwungen werden.


    Im Gegenzug sollten Arbeitgeber oder Sozialbehörden aber auch nicht gezwungen sein, Lohn oder volle Sozialleistungen an Menschen zu zahlen, die keine Gegenleistung dafür erbringen wollen.

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    Ich kann mir aber vorstellen das sowas nun mal in einem Bewerbungsgespräch abschreckt und ich kann mir auch vorstellen das zukünftige Chefs darum bitte, dass man etwas daran ändert wenn man den Job haben möchte ...

    Kann sich hier jeder vorstellen. Die Bitte des Chefs ist ja aber nicht zu vergleichen, mit dem "Muss" der Arge.

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    Nach meiner Auffassung darf niemand zur Arbeit gezwungen werden.

    Ist nicht nur deine Auffassung, sondern steht auch so in Art. 12 des Grundgesetzes.

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    Im Gegenzug sollten Arbeitgeber oder Sozialbehörden aber auch nicht gezwungen sein, Lohn oder volle Sozialleistungen an Menschen zu zahlen, die keine Gegenleistung dafür erbringen wollen.

    Um Alg II zu bekommen, muss man angeben, dass man grundsätzlich arbeitsfähig und arbeitswillig ist. Macht man das nicht, gibts kein Geld. Darüber hinaus bestehen Kürzungsmöglichkeiten als Sanktion für missliebiges Verhalten. Die Arge ist also nicht gezwungen, Sozialleistungen zu zahlen. Das Problem hängt aber daran, ob jemand nur für das Papier arbeitswillig ist oder tatsächlich. Ein Nachweis fällt da schwer.


    Die Sache mit dem Arbeitgeber der ohne Gegenleistung Lohn auszahlt verstehe ich nicht.

    Ich finde das MUss der RGE vollkommen in Ordnung, schließlich wollen diejenigen ja auch weiterhin was dafür haben, nämlich Geld.


    Aber darüber kann man jetzt weider Stunden diskutieren und dazu habe ich keine lust. Ich vertrete die Meinung keine Leitung ohne Gegenleistung. Und die ARGE verschenkt das Geld ja nicht, die will ja langfristig was dafür sehen, nämlich das derjenige alles dafür tut um vermittelt zu werden. Wenn sich jemand weigert um vermittelt zu werden, dann finde ich es vollkommen in Ordnung wenn die ARGE dann eben die Leistung drastisch kürzt.

    @ fynnjard

    Schließe mich deiner Meinung vollkommen an!

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    mag sein das sie nichts dafür konnte, sieht für mich trotzdem ungepflegt aus und ich persönlich würde so nicht rumlaufen wollen.

    ja, siehst du. Für dich sehen Zähne ungepflegt aus, die wegen zuviel Fluorid verfärbt sind und du würdest so nicht rumlaufen wollen - für andere sehen vielleicht Dicke ungepflegt aus und sie würden so nicht rumlaufen wollen - (Achtung: NEIN, das ist nicht MEINE Meinung. Es gibt eben bestimmte Einstellungen wie "braune Zähne => ungepflegt oder dick => ungepflegt) - so ist das eben, ich finde weder die eine noch die andere Einstellung gut.

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    Würde ich mir und meiner Umgebung nicht antun wollen und würde mit meinem Zahnarzt eine Lösung für das Problem finden.

    das wollte meine Schulkameradin auch, sie konnte es sich aber nicht leisten.

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    Ich kann mir aber vorstellen das sowas nun mal in einem Bewerbungsgespräch abschreckt und ich kann mir auch vorstellen das zukünftige Chefs darum bitte, dass man etwas daran ändert wenn man den Job haben möchte ...

    klar - ich denke, es gibt viele Dinge, die Chefs abschrecken können. Meine Freundin hat mal die Kommentare ihres Personalchefs durchgelesen, die dieser bei Vorstellungsgesprächen auf den Bewerbungsunterlagen vermerkt hat. "gelbe Zähne" - "stark übergewichtig" "schiefe Zähne" und "quietschige Stimme" waren die harmloseren Dinge. Was nun ein Chef als wichtig oder unwichtig ansieht, ist seine Entscheidung.

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    Aber das muss jeder selber wissen ob er sich mit Zähnen die so oder so ähnlich aussehen wohl fühlt, ich würde es nicht tun. Egal ob es verschuldet oder unverschuldet ist

    Da stimme ich dir zu. ICH würde mich auch nicht wohlfühlen und hätte wohl an der Stelle meiner Freundin die Krise bekommen. Auf der anderen Seite wüsste ich aber auch nicht, was ich anders gemacht hätte als sie. Damals gab es noch kein Home-Bleaching in der Apotheke zu kaufen (zumindest nicht, dass ich wüsste) und alles andere hätte ich mir damals vermutlich auch nicht leisten können :-/

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    Wenn sich jemand weigert um vermittelt zu werden, dann finde ich es vollkommen in Ordnung wenn die ARGE dann eben die Leistung drastisch kürzt.

    Ich auch. Aber darum gehts ja gar nicht. Die TE weigert sich doch nicht, vermittelt zu werden - hab ich jedenfalls nirgendwo gelesen. Sie will bloß nicht zum Zahnarzt. Das die Zähne der Grund für ihre Langzeitarbeitslosigkeit sind, ist ja bisher nur eine Behauptung.