• ARGE besteht auf Zahnsanierung

    Die zuständige ARGE Sachbearbeiterin besteht darauf, das ich mich einer Zahnsanierung unterziehe, anderfalls sperrt sie mein Geld Ich bin Langzeitarbeitslos die Sachbearbeiterin sieht den Grund dafür, in meinen schlechten FrontZähnen Vor zwei Wochen hatte ich einen Termin bei ihr, hinterher wurde ich in einen Raum geführt In diesem waren dann andere…
  • 307 Antworten

    hm... ich merke schon hier geht die post ab. aber ich könnte euch ein beispiel anführen. unser nachbar hatte auch ruinen im mund. er ist wie die erstellerin des posts langzeitarbeitslos. und somit hartz4 empfänger. er wollte sich die zähne machen lassen und musste oder sollte lediglich etwas an die 140 euro für das gebiss oben und unten dazu zahlen. bekam aber auch nur das preiswerteste gebiss. wobei sich seine krankenkasse und die arge noch darum gestritten haben, was für ein gebiss er bekommen soll.


    ein komplettes vollgebiss kann sich doch kein normaler. arbeitender mensch mehr leisten. selbst eine teilbrücke kostet schon ein heidengeld. und dann jammert der post ersteller noch das er angst vor dem zahnarzt hat??? das ist wenn es so ist ein geschenk, denn wenn er es aus eigener tasche zahlen müsste, würde ihm wahrscheinlich die kinnlade auf den boden knallen. ob nun mit vollnarkose oder nicht ist wohl dahingestellt.


    oder noch besser er bewirbt sich bei glaube ich derzeit dem sender vox und nimmt mit glück an der reihe *extrem schön* teil. da muss er nichts zahlen und hat auch noch nebenher nen tv auftritt mit den neuen beisserchen.

    Was die ARGE da abzieht ist einfach nur menschenverachtend! >:( Wo leben wir denn? Im Mittelalter? Noch dazu verstößt die Behörte gegen einige Grundrechte. Ein paar User hier, die die Aktion des Amtes auch noch für gut heißen, sollten sich mal gründlich das Grundgesetz durchlesen! Insbesondere Art. 1 Abs.1 Satz 1 und Art. 2 Abs. 1.! Nur weil Arbeitslose Geld vom Staat erhalten, heißt dies nicht, dass sie nur Pflichten haben sondern auch RECHTE! Natürlich sollte ein Arbeitsloser auch auf sein Äußeres achten, aber ihm dann gleich einer körperlichen Untersuchung zu unterziehen und mit Sanktionen zu drohen, wenn er an seinem äußeren Erscheinungsbild nichts ändert, geht das einfach zu weit! Da gibt es auch andere Mittel und Wege einen Arbeitslosen verständlich zu machen, dass er mit einem gepflegteren Äußeren mehr Chancen auf einen Job hat. Da muss man nicht gleich geltende Grundrechte verletzen!

    Regenbogenfisch02

    Zitat

    ein komplettes vollgebiss kann sich doch kein normaler. arbeitender mensch mehr leisten. selbst eine teilbrücke kostet schon ein heidengeld. und dann jammert der post ersteller noch das er angst vor dem zahnarzt hat ??? das ist wenn es so ist ein geschenk, denn wenn er es aus eigener tasche zahlen müsste, würde ihm wahrscheinlich die kinnlade auf den boden knallen. ob nun mit vollnarkose oder nicht ist wohl dahingestellt.

    1. halte ich es für vermessen, zwischen "'normal'" und "arbeitend" irgendeinen Zusammenhang herzustellen.


    2. ist es bis dato nicht gesagt, dass die Thread-Erstellerin Grinsebär nicht selbst für die Behandlung aufkommen müsste.


    3. handelt es sich weder bei Arbeitslosengeld, Hartz IV, ... noch bei irgendeiner von der ARGE bezahlten (Schulungs-, ...)Maßnahme um eine "'Geschenk' vom Staat", sondern um Leistungen auf die man Anspruch hat.


    4. ändert das alles nichts daran, dass keine staatliche oder sonstige Institution das Recht haben sollte, darüber zu entscheiden, ob ich Eingriffe an meinem Körper vornehmen lasse.

    fehlt nur noch das der arge von einem die nase nicht passt........nicht auszudenken, womöglich noch schönheitsoperation ;-D

    A_Plea_For_Eros schreibt:

    Zitat

    ...


    handelt es sich weder bei Arbeitslosengeld, Hartz IV, ... noch bei irgendeiner von der ARGE bezahlten (Schulungs-, ...)Maßnahme um eine "'Geschenk' vom Staat", sondern um Leistungen auf die man Anspruch hat...

    Mit dem Bezug von Harz IV geht man eine Art Vertrag ein.


    Natürlich hat man ein Recht auf diese Leistungen, wenn die Anspruchsvoraussetzungen vorliegen. Es gib aber eine Gegenleistung, die man erbringen muss:nämlich an der Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt mitzuwirken. Dazu gehört die Beseitigung von sog. Vermittlungshemmnissen, sofern diese beseitigt werden können.


    Natürlich hat jeder Mensch das Recht über Eingriffe am Körper selbst zu entscheiden... ist grundgesetzlich verankert. ABER... wenn man z. B. der Aufforderung zu einem Gutachten nicht nachkommt, kommt man der Mitwirkungspflicht nicht nach. Man hat das Recht dies zu tun, aber die veranlassende Behörde hat ihrerseits das Recht Konsequenzen aus der verweigerten Mitwirkung zu ziehen.


    Ihr müsst das Grundgesetz und die Konsequenzen fehlender Mitwirkung bei Leistungen nach SGB II schon auseinanderhalten ;-D

    Also ich würde hier zumindest eine moralisch verpflichtung sehen, rechtlich ehernicht.


    Gibt so eine Redensart: Wer zahlt schafft an

    Ich möchte mich hier einmal als Betroffene ( Hartz IV - schlechte - sichtbare Zähne) melden:


    Erstmal vorweg: Die ARGE zahlt keine Zahnsanierung!!!


    Ich lief mehrere Jahre mit einer sichtbaren Zahnruine herum - Grund: wahnsinnige Angst vor dem Zahnarzt (liegt wahrscheinlich in meiner Kindheit begründet, wo ich leider auf einen für Kinder nicht gerade einfühlsamen Arzt gestossen bin).


    Als ich dann arbeitslos wurde (hat nichts mit den >Zähnen zu tun) kam dann auch noch das Kostenproblem dazu - also wurde eine Sanierung immer weiter weg geschoben - Zähne immer schlechter.


    Seinerzeit hatte ich etliche Vorstellungsgespräche - es wurde mir immer peinlicher, dabei den Mund auf zu machen, keiner stellte mich ein.


    Da ich sehr unter dieser Situation litt, sprach ich meine ARGE-Sachbearbeiterin darauf an, die mir auch bestätigte, dass das sicher ein Grund sei, dass es bisher nicht geklappt hat. Die ARGE würde aber keine Kosten dafür übernehmen.


    Nun kam es aber, dass mich die ARGE in einen sogenannten Qualifizierungslehrgang "Frauen 50 plus" steckte. Dieser dauerte zunächst 4 Monate, in dieser Zeit sollte man lernen, wieder den Tagesablauf zu bewältigen. Es gab z.B.auch Farb-und Stilberatung, wie kleide ich mich beim Vorstellungsgespräch etc. Ziel war: danach einen Praktikumsplatz zu finden, der eventuell in ein festes Arbeitsverhältnis münden würde.


    Unsere Lehrgangsleiterin war sehr bemüht, für jeden etwas zu finden und ihn zu beraten. Dieses geschah vielfach auch in Einzelgesprächen.


    Dabei muss ich sagen, dass ich die Einzige in dieser Maßnahme war, die neben einer richtigen Ausbildung auch noch eine lange Berufserfahrung in einem guten Job (zuletzt als Bilanzbuchhalterin) hatte.


    Daher sah sie bei mir die größte Chance, wieder in den Beruf zurückzukehren.


    Mich sprach sie also auf meine Zähne an und meinte, in meinem Beruf sei ich das Aushängeschild der Firma und das gehe gar nicht. Sie wolle mir dabei helfen,ich müsse nur wollen. Ich stimmte zu, obwohl ich zunächst eher nein als ja vorhatte, einen Zahnarzt aufzusuchen (Angst,Angst).


    Da sie durch den Bildungsträger engen Kontakt zu den Verantwortlichen der hiesigen ARGE hatte, wandte sie sich also zunächst an diese bezüglich der Kostenfrage.


    Auch jetzt kam die Anwort: Wir zahlen da nichts.


    Sie wollte ihnen ins Gewissen reden und meinte, dass könne sie nicht vestehen, Geld für Lehrgänge, die ich eigentlich gar nicht gebraucht hätte (haben mir schon einige zugesteckt - z.B. grundkurs in Buchhaltung für einen Bilanzbuchhalter wohl reine Geldverschwendung) - aber eine Zahnsanierung - die mir helfen würde, wieder in den Beruf zu finden, zahle man nicht - unverständlich.


    Daraufhin wandte sie sich auch an meine Krankenkasse, der sie meinen Fall schilderte. Diese riet einen Antrag auf Härtefall zu stellen - die Grundsanierung würde dann schon mal bezahlt - und sonst würden sie prüfen aber sicherlich grosszügig verfahren.


    Somit stand einem Arztbesuch - ausser der Angst - nichts mehr im Wege.


    Sie riet mir zu ihrer eigenen Zahnärztin und begleitete mich bei den ersten zwei Besuchen.


    Diese Ärztin war wahnsinnig verständnisvoll und machte sich eine riesige Mühe mir kostengünstig aber trotzdem gute Prothesen zu erstellen.


    Eine Zahnreinigung, die vorab umbedingt sein musste, welche die Kasse aber nicht übernimmt, machte sie mir auch noch günstiger als üblich.


    In Absprache mit der Kasse kamen dann im Endeffekt ca. 150 Euro für mich dabei raus.


    Ein letzter Versuch der Lehrgangsleiterin diesen Betrag durch die ARGE zu erhalten, blieb wiederum erfolglos.


    Ergebnis: ich habe ein neues Gebiss, keine Angst mehr vorm Zahnarzt - da eine wundervolle Ärztin gefunden - eine Arbeitsstelle dadurch aber nicht. (keiner der Teilnehmer wurde nach dem Praktikum übernommen)


    Eine andere Teilnehmerin dieser Maßnahme läuft heute noch immer mit schwarzen Zähnen (eigentlich schlimmer als meine aussahen) rum,darum hatte sich die Lehrgangsleiterin nicht gekümmert, wahrscheinlich weil sie meinte, als Hilskraft (sie hatte bisher als Packerin oder Putzhilfe gearbeitet) käme es nicht so auf die Zähne an.


    Wir beide haben den selben ARGE-Sachbearbeiter und dem ist es piep egal wie die Zähne aussehen.


    Wollte Euch das mal schildern - wie unterschiedlich das gehandhabt wird - bei der einen ARGE zwingen sie die Kunden (so wird man offiziell bei der ARGE genannt ;-D ) sich die Zähne sanieren zu lassen - bei der anderen ARGE ist es vollkommen egal und man verweigert so gar die Hilfe.

    :)^ toller beitrag und riesenrespekt das du trotzdem den schritt gemacht hast! vlt. wird es doch bald mit einem job klappen! @:)

    Zitat

    Ohne Arbeit kein Geld. So einfach ist das. Ich weiß schon, warum ich die FDP wähle... ;-)

    Ich glaube nicht, dass die FDP Teil der Lösung ist. Sie ist Teil des Problems, da sie wegen ihrer Dumpinglohnpolitik sogar Arbeitnehmer zum Amt schicken will.


    Die müssen dann auf Weisung des Amtes alle zum Zahnarzt und wir wissen, wen die wählen... :[]


    ;-)

    Ich kann nicht sagen, ob das ein normaler Zahnarzt war oder ein Gutachter (ich habe ihn nur als "Gutachter" bezeichnet weil er nach seiner Meinung gefragt wurde).Ich weis aber das er vom Gesundheitsamt war


    Auch ein ausführliche Untersuchung(röntgen usw) hätte an dem Befund ,was er feststellte nichts geändert !


    Meine Schneidezähne/Eckzähne sind zum größten Teil abgebrochen,alles was dahinter kommt und noch vorhanden ist sind Wurzelreste ohne Zahnkronen


    Grinsebär ich lache viel und gerne auch mit schlechten Zähnen (das ist dann eher dem winzigen Freundeskreis peinlich als mir) Mich stören meine Zähne nicht, wen sie Schmerzen verursachen (was immer weniger der Fall ist)nehme ich Medis .Wen alles nichts mehr hilft und ich nicht mehr aus komme, schleppe ich mich auch zum ZA, aber das ist dann schon der allerletzte Ausweg


    Ich muß erst morgen früh Nachfragen wie, was, genau geht der Zettel ist ja erst Samstag gekommen.


    Dann zum Anwalt (bekomme ich ja bezahlt als hilfeem.) notfalls Klage ich doch dagegen.


    Ich wollte mich nicht untersuchen lassen, musste aber Miete bezahlen und brauchte das Geld von der ARGE


    Habe dann doch zugestimmt und das Geld war dann in den nächsten Tagen auf Konto


    Ich bekomme mein PrivatGeld (Restgeld Sozialleistung) in Raten wöchendlich (aus einem andern Grund )aufs Konto und die Miete/Strom extra.


    Spekulieren hilft jetzt nichts, ich brauche morgen erst genaue Infos dazu


    und wen ich die habe werde ich wieder posten


    Zahnklinik(nächste wäre Regensburg oder München )haben wir keine vor Ort und es gibt auch nur 3 Zahnärzte im Umkreis

    Zitat

    Meine Schneidezähne/Eckzähne sind zum größten Teil abgebrochen,alles was dahinter kommt und noch vorhanden ist sind Wurzelreste ohne Zahnkronen

    Sorry, aber das sind einfach nur noch ruinen, mit denen man nicht mal mehr gescheit kauen kann. Und da tust du nchts gegen???


    Davon jetzt mal abgesehen ob die ARGE das will oder nicht, mir scheint die tun dir da nen Gefallen mit. Aber ganz ehrlich, damit stellt dich doch kein Mensch ein :-/

    Mal ANgst hin oder her? Was isst du denn noch? Ich meine das hat ja nichts mehr mit verfärbten unschönen Zähnen zu tun sondern ist ja wahrscheinlich schon gefährlich für den ganzen Organismus wenn das da vor sich hinfault :-/

    Ich esse eigentlich alles


    ok harte Sachen nicht wie Apfel oder nicht gekochte Karotten


    Wen nicht gerade was entzündet ist, kannst du ganz "normal" damit kauen


    Schlimmer war es vor 1-2 Jahren da tat Essen noch richtig weh aber heute nicht mehr.

    Sagt mal...bezahlt nicht die ARGE bei ALG2-Empfängern die ganzen Zahnartzkosten während die arbeitende Bevölkerung hunderte von Euro löhnen darf ?


    Von dem her: TE, auf zum Zahnarzt !