Diffuse Zahnschmerzen - Zahnarzt ist überfragt

    Hallo zusammen,


    ich habe an meinem 6er oben rechts vor kurzem eine Kunststoff-Füllung bekommen (am hinteren Ende zum Backenzahn hin).

    Er tat danach sehr weh und ich kann auf dem Punkt, wo sich die Füllung befindet nicht wirklich kauen, da es sehr weh tut.

    Am vorderen Teil ist der Zahn aber normal belastbar ohne Schmerzen.


    Bin nochmal zum Zahnarzt und er hat etwas den Zahn abgeschliffen.


    Hat leider nicht geholfen, Schmerzen bleiben.


    Bin dann nochmal hin, auch weil ich immer wieder ein Ziehen im Zahn hatte bei Kälte - es reichte schon wenn ich kalt einatmete.

    Es hat sich herausgestellt, dass ein Spalt im Zahnfleisch zwischen diesem und dem Backenzahn ist/war.

    Er hat diesen Spalt mit Füllungsmaterial aufgefüllt.


    Das Ziehen ist jetzt weg.


    Aber mir tut der Zahn jetzt sogar weh, wenn ich auf den Backenzahn beiße.

    Ich gehe davon aus, da jetzt beide Zähne miteinander "verbunden" sind, überträgt sich der Druck auf den Nebenzahn und schmerzt.


    Sowohl der Zahnarzt, als auch ich, sind irgendwie etwas überfragt.


    Kann es sein, dass der gefüllt Zahn einfach noch eine Zeit braucht, bis er sich von der Füllung erholt?
    Ist der Nerv noch angegriffen?

    Wie lange kann so etwas dauern?


    Die Füllung ist jetzt 8 Tage her.


    Gruß,
    Max

  • 10 Antworten

    Füllung könnte immer noch zu hoch sein.


    Wäre der Nerv entzündet, würde sich das nicht auf einen Teil des Zahns beschränken.

    maaaax91 schrieb:

    Sowohl der Zahnarzt, als auch ich, sind irgendwie etwas überfragt.

    Der Zahnarzt hat dir nicht erklärt, dass ein Zahn nach Kunststofffüllungen länger zicken kann? 8 Tage sind da wirklich gar nichts. Ich vermute, es war nicht gerade eine Mini-Füllung.
    Ich hatte das auch schon. Halbes Jahr (vllt. auch 4 Monate, aber schon lange) später war Ruhe. Ist 6 Jahre her, Zahn lebt und schmerzt nie.

    In der Zwischenzeit ist einiges passiert.

    Der Zahn war scheinbar stark entzündet, so dass eine WKB erfolgen musste.

    Der Zahn wurde dann für einige Tage offen gelassen, da der Druck entweichen sollte und die Entzündung ausbluten musste.

    Zusätzlich wurde mir ein Antibiotikum verschrieben.


    Die Schmerzen blieben weiterhin, so dass ich nochmal hin bin.

    Der Zahn wurde daraufhin noch einmal komplett aufbereitet und mit einem Medikament versorgt und geschlossen.

    Das war vorgestern.

    Antibiotikum nehme ich weiterhin.


    Der Zahn tut allerdings immer noch weh - beim Draufbeißen schmerzt es.

    Anfangs stärker, während des Essens dann weniger.


    Ist das alles normal?
    Ich habe nun schon echt lange mit dem Zahn zu kämpfen und es wäre super, wenn das Ganze allmählich mal besser werden würde.


    So langsam schwindet die Hoffnung irgendwie, dass es irgendwann wieder schmerzfrei werden wird.


    Dachte ein nervloser Zahn kann nicht so wehtun..

    Anmerkung: Die Behandlung vorgestern war trotz Betäubung etwas schmerzhaft, da der Kanal scheinbar noch aktiv war und genau in die Entzündung herein gearbeitet wurde.

    Da ich i m m e r Wurzelbehandlungen ohne Betäubungsmittel bekommen muss, weil ich eine Unverträglichkeit habe, kann ich dir sagen:


    Da ist der Nerv noch nicht tot und ausgeräumt.


    Beim letzten Zahn musste das 7 x tief unten im Zahn erweitert werden. Dann waren auch die letzten Reste ausgeräumt.

    Wegen fehlender Betäubung kann ich nämlich Auskunft darüber geben, da ist noch was - oder es ist gut jetze.


    Mein ZA hat viel gelernt dadurch.

    Fakt ist, ist der Nerv komplett weg, ist keinerlei Schmerz mehr dort, jede Behandlung auch schmerzfrei. Da muss dann auch nichts mehr offen bleiben, ein AB ist auch unnötig.


    Du hast noch vor sich hingammelnde Restbestände des Nervs im Zahn.


    Bist du bei einem Spezialisten sprich Endodontologen in Behandlung?

    Oh Gott du arme.
    immer WKB ohne Betäubung muss ja Horror sein.


    Ich bin beim Zahnarzt, der aber auch schon seit Jahren endodontogische Behandlungen macht.


    War grad nochmal da.
    Röntgenbild wurde gemacht und festgestellt, dass meine Zahnwurzeln total verkrümmt sind.
    Da kommt er mit seinen Mitteln nicht ran...


    Habe jetzt eine Überweisung zum Chirurgen erhalten.. im Raum steht eine WSR oder sogar eine Extraktion.. ganz klasse..

    Genau wegen sowas geht man zum Experten. Fast alle Zahnärzte bieten Wurzelbehandlung an, diese kommen aber gerne schnell an ihre Grenzen, speziell bei interessanten Zahnanatomien.


    Von allzu schnellen Wurzelspitzenresektionen wird generell abgeraten, da es als Ultimo Ratio gilt den Zahn zu erhalten, und die Extraktionsrate nach solchen Eingriffen doch recht hoch ist, weil es schon sehr auf die Zahnstabilität geht wenn ein Wurzelstück fehlt. (auch wenn das leider immer noch nicht bei allen Zahnärzten angekommen ist).


    Deshalb würde ich an deiner stelle schleunigst einen Experten aufsuchen, also einer der mit Mikroskop arbeitet. Denn der bekommt in der Regel auch die gekrümmtsten, spiralisiertesten uns sonstige Launen der Natur wunderbar gefüllt. Kostet halt auch was.

    Okay, habe mir für nächste Woche einen Termin endodontologen / Spezialisten besorgt.
    Ich hoffe, dass dieser noch etwas retten kann.
    Natürlich ist das auch mein Wunsch, bevor rumgeschnitten wird..


    Kosten spielen bei meiner Gesundheit keine Rolle.
    Zumal ich auch eine ZZV habe.


    Wieso schlägt der Zahnarzt das aber nicht vor?
    Vielleicht nochmal zum Spezialisten zu gehen..er kann doch eingestehen, wenn er nicht weiter kommt.


    Ich hoffe, ich stoße ihm damit nicht vor den Kopf.

    War heute schon zum Erstgespräch da.

    Super Praxis, werde wohl gleich wechseln. :D


    Sie haben sich jedenfalls gefragt, wieso der ZA mich zum Chirurgen schickt, anstatt zum Spezialisten.

    Zumal nicht gefüllte Wurzeln auch keine WSR bekämen...


    Naja jedenfalls schaut sich der Endodontologe das nächste Woche an und unterbreitet mir auch gleich einen KVA.

    Wird um die 800-900€ werden.


    ZZV übernimmt aber 100% der Kosten - bereits geklärt.

    Bin grad wieder guter Hoffnungen, dass es doch noch was wird.

    Unfassbar..

    nachdem ich gestern EINMAL bei der (neuen) Zahnärztin war und sie mir das Medikament gewechselt hat, habe ich heute schon keine Schmerzen mehr.

    Sie hat in einer Sitzung gestern das geschafft, was mein vorheriger Zahnarzt in WOCHEN nicht hinbekommen hat.

    Die Frage ist: Was hat sie anders gemacht?


    Auf jeden Fall hat sie das Medikament sehr tief in die Wurzel gedrückt.

    Das tat schon ziemlich weh und auch gestern war der Schmerz noch sehr stark (brennend von innen).


    Das kann doch nicht wahr sein.. da geh ich wochenlange durch die Hölle und kann nicht kauen, weil der Zahn permanent weh tut und immer wieder pocht und macht ..und sie regelt das mal eben mit einem Medikamentenwechsel.. wow..