Endlose Wurzelbehandlungen

    Ich bin total verunsichert wegen meinem neuen zahnarzt! Ich (30) hatte außer ein paar kleinen Löchern nie Problemen mit den Zähnen, nur seit ich den Zahnarzt gewechselt habe kommt eins nach dem anderen.


    Zuerst hatte ich eine leichte Pardontities die direkt mit einer paradontitisbehandlung und Eigenleistung von 100€ behandelt wurde. Dann wurde eine amalganfüllung entfernt, darunter tiefes Karies, da der Zahn sich nicht beruhigte, Wurzelbehandlungen, seit dem Tag hatte ich ständig schmerzen, wurde wöchentlich geöffnet, medikamentenaustausch, nach 12 Wochen gefüllt und zwei Wochen später ist er mitten durch gebrochen, was natürlich eine extraktion zur Folge hatte.


    Nun die nächste amalganfüllung entfernt, tiefe Karies und Wurzelbehandlung am 27.6.mit Medikamenten Einlage. dann musste ich wieder 4 Wochen warten. Dann wurden die Kanäle gereinigt, und der Assistenzarzt meinte das muss der Chef sich in 2 Woche nochmal anschauen, keine Erklärung warum, Medikamenteneinlage. 2 Wochen später andere Assistenzärztin meinte ein Kanal blutet, wir warten noch ab, erneute Medikamenteneinlage. Heute wieder beim ersten Assistenzarzt, Zahn ok, elektrischen feile, was wieder 50€ pro Kanal kostet und zahnwurzelfüllung. Tja, leider hat der Arzt es nur geschafft die Kanälen bis zur Hälfte zu füllen, da das aber laut eigener Aussage den Richtlinien der Praxis nicht genügt, hatte er alles wieder raus gemacht, ein Medikament rein und eine kollegin soll das dann machen. Leider habe ich erst am 5.10 einen Termin bekommen.


    Ist das normal? Er meinte die Kanäle sind sehr geschwungen, kann man diese dann nicht komplett füllen? Ich komme mir vor wie ein versuchskaninchen! Und jetzt soll ich 6 Wochen mit einem eigentlich guten Zahn rumlaufen und auf die Füllung warten nur weil der es nicht geschafft hat? Spekulieren die vielleicht sogar drauf das mir der Zahn bricht? Schwächt dieses unnötige doppeltgedoktore nicht zusätzlich die Substanz des Zahns? Ich sollte vielleicht erwähnen das der Chef dort auf Implantat spezialisiert ist.


    ich bin total verunsichert, da ich vorher nie Wurzelbehandlungen hatte und eigentlich bei keinem das länger als 2-3 Wochen dauerte den ich frage. Oder sind einfache meine Zähne so schlecht, bzw speziell? Aber es muss doch mehr Leuten mit geschwungenen Wurzelkanälen geben!? Was ich vielleicht noch erwähnen sollte, es handelt sich in beiden Fällen um den vorletzten Backenzahn oben. Im ersten Fall waren es 3 Kanäle im jetzigen 4 Kanäle.


    Was würden Sie mir raten? Zweitmeihnung? Arztwechsel? Auf eine schnellen füklung bestehen oder alles so hinnehmen?


    Vielen Dankeschön im Voraus!

  • 4 Antworten
    Zitat

    Ich (30) hatte außer ein paar kleinen Löchern nie Problemen mit den Zähnen, nur seit ich den Zahnarzt gewechselt habe kommt eins nach dem anderen.

    Kann auch sein, dass es ein paar mehr Probleme gab, der alte Zahnarzt sie aber einfach nicht erkannt hat. Hast du regelmäßig röntgen lassen?

    Zitat

    Tja, leider hat der Arzt es nur geschafft die Kanälen bis zur Hälfte zu füllen, da das aber laut eigener Aussage den Richtlinien der Praxis nicht genügt

    Es genügt nicht nur den Richtlinien der Praxis nicht. Keine korrete Wurzelfüllung = keine Abrechnung und somit kein Geld für die Praxis von deiner Krankenkasse.

    Zitat

    Ist das normal? Er meinte die Kanäle sind sehr geschwungen, kann man diese dann nicht komplett füllen?

    Mehrere Einlagen sind normal. Dass es sich mal zieht, auch. Ich würde bei mir nur Wurzelbehandlungen machen lassen, bei denen mehrere Einlagen gelegt werden und die ordentlich "durchziehen" können. Die schnell-schnell Methode ist in vielen Fällen zum Scheitern verurteilt, deshalb klingt es richtig, dich alle paar Wochen wiederkommen zu lassen.


    Dass eine Wurzelfüllung mal schiefgeht, kann leider auch passieren. Man kann sie meistens schon füllen, aber es ist eben schwieriger und kann auch mal floppen. Soweit noch kein Grund dem Arzt etwas vorzuwerfen. Ständig wiederholen sollte sich das natürlich nicht.

    Zitat

    Schwächt dieses unnötige doppeltgedoktore nicht zusätzlich die Substanz des Zahns?

    Beim Rauspuhlen der Wurzelfüllung geht nicht viel verloren, beim Wechsel der provisorischen Füllung kommt es drauf an, welches Material sie dir jeweils reinmachen.


    Eine Krone braucht der Zahn wahrscheinlich eh; da ist es vernachlässigbar, ob noch etwas Substanz draufgeht.


    6 Wochen auf einen Termin zu warten ist mMn nicht hinnehmbar.


    Was hast du derzeit als provisorische Füllung für ein Material drin?

    Zitat

    Spekulieren die vielleicht sogar drauf das mir der Zahn bricht?

    Bis der spröde wird, dauert es meist etwas länger. Vorsichtig sein solltest du natürlich trotzdem, Nüsse würde ich auf dem Zahn jetzt nicht gerade knacken.

    5 Wurzelbehandlungen im Leben:


    Erst mal: nur vom Endodontologen. Mit elektronischem Ausmessen der Nervenkanäle.


    Ich hatte jeweils nur eine Sitzung, um den Nerv zu ziehen, dann kam da was rein. Nach 3 Wochen wurde das Zeugs wieder rausgeholt, noch mal alles geröntgt. Diese Zähne waren eine Stunde nach der Wurzelbehandlung völlig schmerzfrei und sind es auch geblieben.


    2 der Zähne: da war es ein Versuch. Ging in die Hose. Da war aber bereits sichtbar, dass sich die Nervenkanäle stark verzweigen, da war auch keine Behandlung tiefer möglich. Der Schmerz war auch pochend und zunehmend. Der ausführende Zahnarzt sagte: ich an Ihrer Stelle würde sagen raus. Sparen sie das Geld für weitere Behandlungen.


    Zurück zum normalen Zahnarzt, der die dann jeweils gezogen hat.


    Irgendwelche wochenlangen Behandlungen würde ich nie mitmachen. Was soll der Quälkram?


    Allerdings habe ich den Endodontologen immer selbst bezahlen müssen, 80 % hat meine private Zusatzversicherung immer übernommen.


    Die geretteten Zähne wurden dann überkront und gut war's.

    Kobradur habe ich noch nie gehört, Clip ist in Ordnung. Da musst du dir keine Sorgen machen, das kann ruhig öfter genommen und wieder entfernt werden, wenn man mehrere Sitzungen hat. Ist extra dafür da, bleibt genug Zahn übrig :-)


    Meine Erfahrungen sind übrigens genau anders, als Benitas. Ein erfahrener "normaler" Zahnarzt hat bei mir immer besser gearbeitet, als der Fachmann, der zwar allerlei Zipp und Zapp anbietet und abrechnet, aber fachlich einfach kein Händchen dafür hat.