Hydroxylapatit und Fluorid - doch möglich zusammen?

    Hallo,


    ich wollte mich im Internet ein wenig über Zahncremes die Hydroxylapatit enthalten informieren.


    Hydroxylapatit wird oft auch als "flüssiges Zahnschmelz" bezeichnet, im Gegensatz zu Fluorid gibt es aber, so weit ich weiß noch keine Studie die die Wirksamkeit bestätigt.


    Die bekannteste Zahncreme mit Hydroxylapatit ist wohl "Bio Repair", sie wurde in Tests aber oftmals abgewertet da sie kein Fluorid enthält.


    Angeblich vertragen sich Hydro. und Fluorid nicht, bzw. das Fluorid wird bereits in der Zahnpastatube durchd as Hydro. unwirksam gemacht indem es sich an das Hydro. lagert. Dieser Prozess sollte eigentlich erst am Zahn stattfinden. Das ist der Grund warum "Bio Repair" auf Fluorid verzichtet und deshalb abgewertet wird, da dieser Schutz fehlt.


    Nun gibt es aber eine Menge Zahncremes die beides enthalten.


    Angefangen bei sehr günstigen (zB. Perlodent Actischmelz von Rossmann) bis hin zu teureren die mir teilweise schon von Zahnärzten empfohlen wurde.


    z.B. Apacare Remineralisierende Zahncreme, hier ist auch Hydroxylapatit und Fluorid gemeinsam enthalten.


    Apacare schreiben auf ihrer Website dass ein Patent beschreibt wie man das Fluorid in der Tube vor der Reaktion schützt, erst wenn die Creme auf die Zähne kommt kann das Fluorid reagieren. Ein unabhängiges Institut (Prüfbericht Institut Fresenius) würde bestätigen dass das freie Fluorid auch noch nach jahrelanger Lagerung in der Tube aktiv ist.


    Nun meine Frage, was hat es mit diesem Patent aufsich? Weiß man mehr dazu, funktioniert es wirklich?


    Und wie sieht es bei den ganzen anderen Zahncremes aus die beides enthalten, ist hier das Fluorid unwirksam?


    Und kann ich das vielleicht an bestimmten Inhaltsstoffen erkennen?


    Die oben genannte Zahncreme "Perlodent Actischmelz" hat zum Beispiel in einem Testergebnis gut abgeschnitten, da sie ausreichend Fluorid enthält, aber das wäre ja "hinfällig" wenn das Fluorid inaktiv wäre.


    Ich würde mich sehr über Antworten freuen,


    vielen Dank, Ella

  • 4 Antworten

    Hallo Ella-Marlena,


    eine Antwort kann ich Dir darauf auch leider keine geben. Ich habe mich selber auch schon damit beschäftigt und ungefähr auch das gleiche recherchiert wie Du. Verstanden habe ich nur so viel, dass sich Hydroxylapatit und Fluor gegenseitig aufheben. Ist das richtig?


    Ich habe mir Bio-Repair vor ca. 4 Wochen gekauft und benutze sie morgens und habe eine Bio-Zahncreme ohne Fluor für abends.


    1xwöchentlich noch Elmex-Gelee. Ob meine Zähne jetzt weniger empfindlich reagieren, kann ich gar nicht so genau sagen.


    Ich muss sagen, bei mir ist es auch extrem. Prof.Zahnreinigung ist der reinste Horror. Nur mit Betäubungsspritzen zu ertragen.


    Ob Dir das jetzt geholfen hat, weiss ich natürlich nicht. Mal sehen, ob Du noch andere Zuschriften bekommst. Vielleicht sind wir dann ja beide etwas schlauer.


    Viel Glück :)=

    Im Zahnschmelz befindet sich Hydroxylapatit Ca5(OH)(PO4)3.


    Dieses Mineral ist leider nicht so beständig gegen Säuren, wie das wünschenswert wäre, daher lohnt sich die Behandlung mit Fluorid, womit man einen Teil der OH-Gruppen durch Fluorid austauscht, was den Zahnschmelz säurebeständiger macht.


    Ob es etwas bringt, sich Hydroxylapatit auf die Zähne zu schmieren, scheint ja völlig ungeklärt.


    Packt man Fluorid in eine Zahnpastatube mit Hydroxylapatit, so fragt sich wirklich, ob das Fluorid dann nicht eher mit dem Hydroxyapatit aus der Zahnpastatube reagiert statt mit dem Zahnschmelz.

    Zitat

    Nun meine Frage, was hat es mit diesem Patent aufsich?

    Weiß ich nichts von.

    Zitat

    Und wie sieht es bei den ganzen anderen Zahncremes aus die beides enthalten, ist hier das Fluorid unwirksam?

    Wenn du mehr Fluorid reinpackst als Hydroxylapatit, dann ist gewiss nicht das ganze Fluorid unwirksam, da ja noch was überbleibt, selbst wenn alles Hydroxylapatit zu Fluorapatit Ca5F(PO3)4 umgewandelt ist.


    Packst du aber mehr Hydroxylapatit rein als Fluor, dann könnte alles Fluorid schon in der Zahnpastatube mit dem Hydroxylapatit reagieren.


    Aber kommen wir doch mal zum Punkt: Ob es überhaupt irgendwas bringt, dich Hydroxylapatit auf die Zähne zu schmieren, scheint völlig ungewiss bis unwahrscheinlich. Gleiches gilt wohl für die Idee, sich gleich Fluorapatit auf die Zähne zu schmieren.


    Sollte man das tun? Nun, entscheidet selbst (ich glaub nicht recht dran, aber schaden wirds auch nicht). Nur Hydroxylapatit und Fluorid gleichzeitig auf die Zähne zu schmieren, scheint mir ziemlich widersinnig, da das Fluorid dann statt des Zahnschmelzes mit dem gleichzeitig vorhandenen Hydroxylapatit reagieren kann. Also wenn man wirklich beides haben will, dann würde ich das doch zeitlich trennen.


    Also einmal Hydroxylapatit auf die Zähne in der (kühnen?) Hoffnung, dass das den Zahnschmelz verstärke, und dann später Fluorid drauf, um den (teils neuen?) Hydroxylapatit durch OH/F-Austausch säurefester zu machen.


    Müsst ihr euch halt etwas häufiger die Zähne putzen :-)


    Hat bestimmt einen positiven Effekt auf die Zahngesundheit, der den eventuellen Effekt des Hydroxylapatits locker überwiegen dürfte :-)