Kieferzyste Behandlungsgsart - eilt

    Halli Hallo,

    bei mir wurde am letzten Backenzahn unten links eine grössere Zyste entdeckt, die nun raus muss, da sie schon im Kieferknochen sitzt. Der Zahn wurde vor ein paar Jahren wurzelbehandelt. Nun war ich bei 2 Kieferchirurgen. Der erste würde sie folgendermaßen behandeln:


    Zahn raus, Zyste raus, Eigenblutbehandlung, Wundplatte. Diese Eigenblutbehandlung/Füllung soll die Wundheilung fördern, und es kann nichts abgestossen werden.

    Dies würde allerdings mit der Wundplatte 360€ kosten.


    Der zweite würde die Zyste so behandeln:

    Zahn raus, Zyste raus, Füllung mit Zellstoffpölsterchen (müssen auch nicht wieder raus). Wunde wird vernäht (ohne Wundplatte). Der Arzt meinte der Knochen würde auch so wieder verheilen ohne diese Eigenblutsache. Ich bekäme noch Antibiotika. Hier hätte ich keine Kosten.


    Beide Ärzte haben super Bewertungen. Ich weiss nun allerdings nicht was ich machen soll.

    Hattet ihr schonmal so eine Zyste? Wie würde es bei Euch gemacht. Komme aus dem Frankfurter Raum......


    Es eilt etwas. Wäre toll, wenn ihr mir Eure Erfahrungen schreibt. Und wurde es bei Euch mit oder ohne Narkose gemacht?

  • 16 Antworten

    Bei mir kam mal eine 2-3cm Zyste als Zufallsbefund mit einem Zahn mit raus.

    Ich hatte starke Schmerzen (da Oberkiefer) und bettelte, den wurzelbehandelten & überkronten Zahn zu ziehen. Röntgen wurde gemacht und nichts gesehen, ich bettelte weiter, weil ich schon nächtelang kaum bis garnicht geschlafen hab.

    Zahn wurde gezogen, Blutzyste kam mit raus, Zahnarzt war erstaunt, wie groß das Ding war.


    Dann wurde einfach abheilen lassen.

    Nix Bluttherapie oder sonstwas.

    Allerdings, was ich heute weiß, damals aber nicht... ich hätte die Zähne nebendran kontrollieren lassen sollen nach gewisser Zeit.

    Die Zyste hat nämlich die Wurzel vom Zahn nebendran mitgerissen und getötet. Hab ich aber erst jetzt ein paar Jahre später durch Röntgen erfahren, weil ich da einen riesen Entzündungsherd hatte an dem Zahn. Wurzelbehandlung, Fistelbildung und alles sowas...ziemlich unangenehm. Aber war im Grunde meine eigene Schuld...als Zahnarztphobiker verschiebt man ja ganz gern mal den jährlichen Termin auf nächstes Jahr...

    Wurde garnicht weiter geschlossen.

    War halt eine typische "Gezogener Zahn" Wunde, weil die Zyste eben beim Ziehen mit rauskam.

    Also es musste nicht mit Skalpell nachgeholfen werden (gottseidank, ich wär dem vom Stuhl gesprungen....)

    Komplett offen gelassen? Das sagte mir der erste Chirurg auch. Könne man auch machen, aber da wäre die Gefahr groß, dass sich alles entzündet.

    Wurde die Wunde auch nicht vernäht? Wie soll das dann mit dem Essen funktionieren? Da gelangt doch alles rein?!

    Die Wunde war genauso groß, wie es bei einem klassischen gezogenen Zahn nunmal ist.

    Man isst in den ersten Tagen nichts mit Körnern oder krümeliges, kaut auf der andren Seite und ansonsten lässt man die Stelle beim Zähne putzen aus.

    Bei mir wurde noch nie nach dem Zahn ziehen etwas zugenäht und es ist immer gut verheilt...

    Hallo Emiona,


    ich hatte vor Jahren mal eine ziemlich große Kieferknochenzyste. Noch eine Woche vorher war ich zur jährlichen Kontrolle beim Zahnarzt. Da war alles unauffällig. Ein paar Tage später hinterließ die große Zyste dann plötzlich eine Beule im Zahnfleisch und tat auch weh. Der Zahn oberhalb war jedoch völlig in Ordnung und ist es immer noch.

    Ich war allerdings nicht beim Kieferchirurgen. Mir wurde von meinem Zahnarzt von außen der Kieferknochen aufgebohrt. Es wurde eine Wurzelspitzenresektion gemacht und das Loch, das die Zyste im Knochen hinterließ, wurde mit Knochenersatzmaterial aufgefüllt.


    Bei dir wird es aber offenbar anders ablaufen, da dein Zahn gezogen wird. Da muss man dann nicht von außen ran an die Zyste. Deshalb hat dir das jetzt vermutlich nicht weitergeholfen.

    Emiona schrieb:

    Zahn raus, Zyste raus, Eigenblutbehandlung, Wundplatte. Diese Eigenblutbehandlung/Füllung soll die Wundheilung fördern, und es kann nichts abgestossen werden.

    Dies würde allerdings mit der Wundplatte 360€ kosten.

    Manchmal hängt die Zyste an der Wurzel und wird mit der Entfernung des Zahnes gleich mit entfernt. Selbst wenn das getrennt erfolgen muss, es ist normalerweise kein wahnsinniger und schwieriger Vorgang. Mach dir da nicht so den Kopf drum.

    Eigenblutbehandlung als Füllung, damit die Wundheilung gefördert wird? Was sich so manche einfallen lassen, um finanziell die Leute noch mehr bluten zu lassen. Vergiss das, hilft nur dem Geldsäckel des Zahnarztes. Logisch ist doch, dass sich jede Wunde von alleine mit Blut füllt und sich auf Dauer auch wieder komplett schliesst. Wenn es sehr große Wunden sind, kann evtl. eine Naht gelegt werden. Muss aber nicht.

    Tipps wurden dir ja schon gegeben. In den ersten zwei Tagen auf der anderen Seite kauen oder auch länger. In die Wunde kann sich nichts reinsetzen an Speiseresten, weil sich das Blut dort verdickt (Koagolum) und von selbst abbaut. Es genügt wenn Du den Mund etwas ausspülst nach dem essen, nur nicht am 1. Tag, damit die Blutgerinnung nicht gestört wird. Danach normal Zähne putzen.

    Emiona schrieb:

    das Verfahren scheinen irgendwie mehrere Zahnchirurgen anzuwenden

    Ja das wird wohl bei Zahnimplantaten neuerdings so gemacht. Bei dir wird aber der Zahn und die Zyste entfernt und hier füllt sich die Wunde selbst mit Blut, wie schon geschrieben. In die Wunde selbst kann man z.B. ein Medikamt einlegen, was aber eine Entscheidung nach der Op ist. Ansonsten halte ich bei Zahnentfernungen diese neue Methode für Geldschneiderei.

    Und entfernt werden muss der Zahn incl. Zyste auf jeden Fall, weil der Umfang der Zyste schon ziemlich groß ist.

    Die Zeit bis zur völligen Heilung und Schließung der Wunde ist auch immer individuell, da hat jeder Körper seine eigene Zeit. Mache dir also nicht unnötig Stress :)*.