Kosten Wurzelbehandlung als Privatpatient

    Hallo,


    ich bin Privatpatient mit 1200SB. Heute war ich beim Notzahnarzt weil mir mein Zahn gestern Nacht tierische Schmerzen bereitet hat! Heute hat der Arzt die Wurzelkanäle freigelegt, am Mittwoch wird dann gefüllt etc.


    Weis jemand was für Kosten da auf mich zukommen?


    Ich denke schon mal.


    Gruß *:)

  • 12 Antworten

    Also ich kann dir das mal aus meiner Erfahrung als "Kassenpatient" sagen - ich habe bei meinen Zahnarzt einmal angefragt, was es kostet den Nerv beim Weisheitszahn abtöten zu lassen.


    Die Krankenkasse übernimmt die Kosten ja hierfür nicht mehr, weil es der letzte Zahn ist - und denen auch nicht erhaltungswürdig scheint. Die Kosten für eine Wurzelbehandlung am Weisheitszahn kostet ca. 200 €.


    Ich denke mal, dass dies als Richtwert gelten könnte...

    Wie gesagt: Von meinem Zahnarzt wurde mir gesagt, dass wenn ich mir den Nerv im Weisheitszahn abtöten lassen will, 200 € aus eigener Tasche zahlen muss (das es ja von den gesetztl. KK nicht mehr gezahlt wird)....

    Privatpatienten werden meistens (aber nicht immer) deutlich höher abgerechnet. Der Zahnarzt darf die Gebühr je nach Schwierigkeitsgrad in einem gewissen Rahmen auch variieren, in der Regel bis zum 3,5-fachen Gebührensatz.


    Die Wurzelbehandlung bei meinem 27er (also der Backenzahn oben vor dem Weisheitszahn) hat bei 3,5 fachem Gebührensatz 375 € gekostet. Darin enthalten war Röntgen, Aufbereitung der drei Wurzelkanäle, die medikamentöse Einlage, die spätere Wurzelfüllung und die Füllung des Zahns.


    Nicht enthalten ist die meistens erforderliche Überkronung (Stiftkrone), die meistens teurer als die eigetnliche Wurzelbehandlung ist.

    der Preis richtet sich auch nach der Anzahl der Kanäle,


    Bei drei Knälen ist der oben genannt Preis von 375 Euro als minimaler Preis zu sehen.


    Bei einem Frontzahn wird es aber nicht einfach ( bei nur einem Kanal) zu drittel sein , da gewisse Grundkosten - z.B. Röntgenbilder und Anästhesie (Spritze) sich nicht dritteln.


    Wenn SIe den genauen Preis hören wollen müssen SIe Ihren Behandler fragen. Ich berechne zum Beispiel in besonderen Fällen die WK ( Kanalaufbereitung) mehrfach ab , wenn ich mit verschiedenen Aufbereitungstechniken in getrennten Sitzungen gearbeteit habe. Und ich rechne ein WK und WF immer zum 3.5 Fachen Satz ab. Das Material ist uns nicht erlaubt gesondert abzurechnen - deshalb müßen wir das in den Steierungssatz bringen.

    Zitat

    Wenn SIe den genauen Preis hören wollen müssen SIe Ihren Behandler fragen. Ich berechne zum Beispiel in besonderen Fällen die WK (Kanalaufbereitung) mehrfach ab, wenn ich mit verschiedenen Aufbereitungstechniken in getrennten Sitzungen gearbeteit habe. Und ich rechne ein WK und WF immer zum 3.5 Fachen Satz ab. Das Material ist uns nicht erlaubt gesondert abzurechnen - deshalb müßen wir das in den Steierungssatz bringen

    Zitat

    da kommt man mit 375 euro nicht hin!

    habe als reiner Privatpatient um die 800 EUr gezahlt, dafür war ich beim Spezialisten, der alles gründlich gemacht hat

    Dass die Spezialisten um einiges teurer sind, ist klar.


    Hier mal meine Kostenaufstellung von einem normalen Zahnarzt (ich habe mich leicht um 19 € verschätzt):


    Vitalitätsprüfung 5,00 €


    Spritze 38,00 €


    Anästheticum 2,00 €


    Trepanation 12,00 €


    Wurzelkanal-Aufbereitung 166,00 €


    Röntgen 6,00 €


    Medikamenteneinlage 24,00 €


    Wurzelkanal-Füllung 115,00 €


    Einflächige Füllung 26,00 €


    Summe 394,00 €


    Ob das nun viel oder wenig ist, ist eine Sache der Betrachtungsweise. Ich kann mit vorstellen, dass die gesetzlichen Kassen um einiges weniger erstatten. Und dass Zahnärzte vor diesem Hintergrund den Zahn bei Kassenpatienten im Zweifel lieber ziehen als die relativ wenig vergütete Wurzelbehandlung durchzuführen.

    Selbstbeteiligung

    ist zumeist nur bei ambulanter ärztlicher Versorgung, nicht bei zahnärztlicher. Zumindest ist das sowohl bei mir als auch bei meiner Frau (unterschiedliche Vers.) so. Ich würd' noch mal in die Unterlagen sehen...

    Zitat

    Selbstbeteiligung ist zumeist nur bei ambulanter ärztlicher Versorgung, nicht bei zahnärztlicher.

    Kann man so nicht sagen, jede PKV hat andere Bedingungen und verschiedene Tarife. Bei mir fällt auch die gesamte ambulante Behandlung beim Arzt und ZA unter den Selbstbehalt, mein Mann hat einen Vertrag, der nur beim Arzt einen Selbstbehalt vorsieht.

    Es gibt sogar PKV-Tarife, die gar keine Erstattung bei Zahnbehandlungen oder für Zahnersatz vorsehen.


    Aber auch mit PKV-Erstattung ist häufig zu prüfen:


    1. Wird der Selbstbehalt überhaupt überschritten


    2. Wenn ja, lohnt es sich trotzdem, die Behandlungskosten voll selbst zu übernehmen, den das ist in der Abwägung mit der jährlichen Beitragsrückerstattung für "Schadenfreiheit" ein Rechenexempel (ähnlich wie in der Autoversicherung).