Krone zu dick, beisse mir immer auf die Zunge

    Hi,


    habe gestern eine Krone eingesetzt bekommen auf dem vordersten Backenzahn unten rechts. Nun habe ich den Eindruck, dass durch die Krone der Zahn im ganzen (mit Krone) doch ein Stück dicker (auf der Innenseite) ist als der Zahn vorher alleine. Jedenfalls beisse ich hin und wieder mit dem Zahn auf die Zunge. Ausserdem habe ich das Gefühl, dass der Zahn nach innen relativ zu den anderen Zähnen hervorsteht, und das der Zunge Platz nimmt.


    Das ist schon ein echtes Problem.


    Lässt sich im Notfall denn so eine Krone überhaupt wieder abnehmen ?


    Ich habe etwas davon gehört gestern, dass die Krone einzementeirt wurde !?


    Zur Info noch: Der Backenzahn, auf dem die Krone sitzt, hatte eine Wurzelbehandlung, ist also tot, und ein Metallstift innen zur Stabilisation. Die Krone wurde aufgesetzt, weil der Zahnarzt meinte, dass der Zahn sonst irgendwann kaputt geht, da die Füllung recht viel vom Gesamtzahn ausmacht.


    Wäre für Rqatschläge und Infos dankbar!

  • 16 Antworten

    Hallo Andi30

    der Zahn war devital - und mit Stift - also man konnte ihn so beschleifen, um ausreichend Platz für eine Krone zu lassen. Die Krone sollte also nicht "dicker" sein.

    hi andi, erst mal solltest du abwarten. immerhin hast du deine krone ja erst gestern bekommen!


    da ist es normal dass sich das gebiss erst mal dran gewöhnen muss.


    als ich mir meinen letzten zahn extrahieren ließ, dachte ich auch ich würde von nun an nuscheln und undeutlich sprechen - aber mir wurde von einem sehr guten zahndoc gesagt *zwinker* dass sich das gehirn erst umstellen muss.. nach nur wenigen wochen ist das dann alles ganz normal.


    dass eine krone mit metallstift dicker ausfallen kann, kann vorkommen - hab ich auch bei einigen, aber ich hatte damit von anfang an keine probleme...

    Hallo Andi,

    wie schon beschrieben, wenn ein Zahn wurzelgefüllt ist, kann der eingesetzte Stiftaufbau, der übrigens auch "zementiert" wurde, so hergestellt werden, daß die Platzverhältnisse stimmen. Wurde er vom Zahnarzt gefertigt und nicht vom Labor, können die Platzverhältnisse je nach ZA schonmal zu gering ausfallen. Hier ist dann das Labor gefragt, sich an den ZA zu wenden und zu sagen, hör mal, ist zuwenig, wie präparieren nach (nochmaliges beschleifen des Aufbaus). Ist der Stift vom Labor gefertigt worden, schande ans Labor. Allerdings muß sich deine Mundhöhle wirklich erst noch an den "neuen" Zahn gewöhnen. Solltest Du Dir in ein paar Wochen allerdings immernoch regelmäßig auf die Zunge beißen, solltest Du dem ZA das mitteilen. Er wird die Krone kaum wieder rausnehmen, da dies nunmal leider kein wirklicher Reklamationsgrund ist. Treten noch andere Probleme mit dieser Krone auf, kannst Du Dich an einen Gutachter Deiner Krankenkasse wenden, der prüft, ob die Krone ordnungsgemäß hergestellt und eingesetzt wurde.

    Hallo,


    erstmal vielen Dank für die Antworten.


    Ich hoffe ja sehr, dass es nur eine Frage der Gewöhnung ist.


    Es geht auch schon etwas besser als gestern.


    Auf der anderen Seite muss ich schon feststellen, dass wenn ich mit dem Finger auf der nach innen gerichteten Kante der Zahnreihe entlangfahre, der neu überkronte Zahn dort scharfkantiger, spitzer und etwas höher ist als alle anderen Zähne, besonders an der Kante.


    Beischleifen wird man das ja wahrscheinlich wohl nicht können. es handelt sich um eine keramisch verblendete Goldkrone.


    Kann man wirklich die Krone wieder runterziehen, ohne den darunterliegenden Zahn zu beschädigen. Trotz Einzementierung.


    Wie schwierig ist das denn ?


    Das wäre wichtig, denn es würde alle Möglichkeiten offen lassen, sobald man den Kostenpunkt ausser Acht lässt. Nur ist mir mein Wohlbefinden schon was wert.


    Aber ist es denn möglich den Zahn selber dann, gesetzt den Fall man bekommt die Krone wieder runter, 'beliebig' beizuschleifen. Schliesslich besteht er zu einem grossen Anteil aus Füllung, die 'Aussenwände' des Zahnes sind doch aber noch 'Originalzahn'. Beim Beischleifen würden die noch dünner. Die Empfehlung zur Überkronung wurde ja gestellt, weil der Zahnarzt meinte, dass der Zahn irgendwann auseinanderbrechen könnte, wenn man auf etwas hartes beisst, weil der Anteil der Füllung sehr hoch ist. Deshalb wurde ja auch vor einem Jahr zunächst der Stift eingesetzt. Ein Jahr hatte ich den Zahn jetzt erstmal ohne Krone, ist auch nichts passiert in der Zeit. Also im Moment ärgere ich mich noch, dass ich ihn hab überkronen lassen. Gestern hab ich mich massiv darüber geärgert.


    Die Akzeptanz des Zahnes im Mundraum und der Lernprozess der Zunge wird sich sicher noch etwas besser, ideal geformt ist die Krone aus meiner Sicht aber definitiv nicht.


    Gruß


    Andreas

    Hi,


    weiss denn jemand, wie man so eine einzementierte Krone wieder vom Zahn herunterbekommt ?


    Wird die dann vom Zahn runtergezogen, oder kann die seitlich aufgefrässt werden ?


    Ich mach mir nur Sorgen, wenn der Zahnarzt versucht, die Krone wieder abzuziehen, dass dabei der darunter liegende Zahn kaputtgehen könnte.


    Der ist nämlich überkront worden, weil er gefährdet wäre, zu brechen, wenn man auf was sehr hartes beisst, weil er einen sehr hohen Füllungsanteil hat.


    Eigentlich müsste ja der Zahnarzt wissen, was richtig ist, aber wenn ich darum bitte, die Krone runterzunehmen, und der Zahn dabei zu Schaden kommt, heist es nachher wahrscheinlich nur, das das schon mal passieren kann und ich es ja schlieslich unbedingt wollte.


    Ich hoffe, dass man dann den Zahn etwas mwehr noch beischleifen kann und eine neue Krone herstellen, die weniger störend im Mundraum ist, vor allem für die Zunge.


    Gruß


    Andreas

    Lieber Andi,

    laß die von einem Zahntechniker gesagt sein, die Krone kann auch im Mund beschliffen werden, sofern Dein ZA feine Diamanten oder Steine als Schleifkörper benutzt, und die Stellen, an denen er geschliffen hat, mit diversen Gummis glättet und anschließend wieder poliert. Aber zu Deiner Frage, je nachdem ob sie provisorisch oder "fest"zementiert wurde, kann sie jederzeit wieder rausgeholt und nachbearbeitet werden, auch wenn es sich um eine Vollkeramik-Krone ohne Metallkern handelt. Die meisten ZA machen sich allerdings nicht die Mühe, sie ohne sie kaputt zu machen, sprich auffräsen, wieder rauszuholen...

    Liebe Jeanne Louise,


    es beruhigt mich erstmal ungemein, dass man die 'einzementierte' Krone auf jeden Fall wieder irgendwie herausbekommt. Und wenn gar nichts anderes hilft, könnte man doch bestimmt den Zahn noch etwas mehr beischleifen und eine neue, etwas kleinere, im Mundraum passendere Krone anfertigen lassen, selbst auf die Gefahr hin, dass mich das alles ziemlich viel Geld kostet. Aber dass man sich wohl fühlt, ist ja schliesslich das wichtigste. Jedenfalls muss ich mir heute Nacht mit der neuen Krone öfter mal auf die Zunge gebissen haben, da sie in der Zahnreihe innen etwas vorsteht. Tagsüber hatte ich mich noch so weit konzentriert, dass das nicht passiert, aber heute morgen blutete die Zunge an der betreffenden Stelle.


    Besten Dank noch mal für die Informationen.


    Gruß


    Andreas

    Yipiiihhh!


    Endlich kann ich mal was von euch lernen.


    Erklärt mir doch bitte einmal, wie man eine definitiv zementierte Krone wieder rausbekommt ohne Defekte


    Und das am besten bei einem endodontisch behandelten Zahn, der womöglich noch mit einem Stiftaufbau aus Gold versorgt wurde.


    Der ist ja glücklicherweise nicht Wurzelfrakturgefährdet.


    Zu toppen wäre noch eine Krone mit Keramikschulter. Da versagt meine Fantasie komplett.


    Also auf geht´s YelloAngel und Jeanne Louise, erklärt das bitte mal einem depperten Zahnarzt wie mir, der sich die Mühe gerne machen würde falls es mal dazu kommen sollte. Ich sehe hier unglaubliches Potential, falls mal ein vitaler Zahn nach der Eingliederung endodontisch behandlet werden muss.


    So Trepanationsöffnungen sind nicht unbedingt schön und auch vom gnathologischen Aspekt nicht wirklich wertvoll auf der Kaufläche.


    Bitte lasst mich nicht dumm sterben.

    Und übrigens @ Andi30


    Meiner Meinung nach geht die Krone nicht mehr raus.


    Sehr wahrscheinlich hat dein Zahnarzt viel zu wenig weggeschliffen, bzw den Stiftaufbau falsch gestaltet. Dies ist, wenn er schon vor der Eingliederung nicht schaut, auf jeden Fall ein Reklamationsgrund.


    Nicht der Weisheit letzter Schluß ist ein Rumschleifen an der Krone nach der Eingliederung, da diese Krone ein Ebenbild deines unversehrten Zahnes sein sollte. Die Natur hat sich nämlich seinerzeit bei deinem Zahn etwas gedacht.


    Leider gibt es zuviele Zahntechniker und auch Zahnärzte, die davon nichts wissen wollen und dann kommt leider so etwas dabei raus, was du jetzt mitmachst.


    Also geh zu deinem Zahnarzt und lass dir eine neue Krone anfertigen, nachdem der Stiftaufbau so gestaltet wurde, wie er hätte sein sollen.


    Außer natürlich, die beiden oberen haben jetzt das Patentrezept auf Lager. Allerdings selbst, wenn die Krone zu entfernen wäre, bringt das gar nichts, weil sie dem sehr wahrscheinlich falsch gestalteten Stiftaufbau niemals wieder angepasst werden kann.

    Hallo speedfreak,


    das hört sich jetzt wiederrum sehr beunruhigend an. Der Zahn ist ja tatsächlich nicht der stabilste, deshalb hat es ja die Krone bekommen. Also, der Anteil der Füllung im Zahn ist sehr hoch. Im Zahn ist ein Metallstift, zur besseren Stabilität. Der ist aber schon seit einem Jahr drin und hat nichts mit der Krone zu tun. Die Krone ist seit letzter Woche drauf (zementiert). Sie hat auf der Innenseite einen deutlichen 'Höcker', vielleicht auch weil das zu dem gegenüberliegenden Zahn passt, ich weiss es nicht.


    Die Krone besteht aus Gold und ist keramisch verblendet.


    Kann man an der Krone was abschleifen ?


    Kann man notfalls die Krone aufschneiden und wieder entfernen, ohne den Zahn zu gefährden ?


    Wäre sehr froh über witere Auskunft.


    Gruß


    Andreas

    Das ist nicht beunruhigend.


    Beunruhigend war die unsorgfältige Arbeit vorher.


    Die Krone lässt sich sicher wieder entfernen ohne dem Zahn zu schaden. Dazu muss sie aber aufgetrennt werden.


    Wenn es nur eine Stelle ist, die stört, und die [b]nichts mit der Kontaktsituation zu den Gegenzähnen <<


    zu tun hat, kann man das schon wegschleifen. Vorausgesetzt, danach ist nicht das Metallgerüst sichtbar.

    Eine Frage hätt ich noch.


    Bekannte meinten zu mir, dass ein übergronter Zahn logischerweise immer ein ganzes Stück dicker sei, als der Originalzahn, weil ja schliesslich noch was drüber gekommen ist.


    Auf der anderen Seite wird doch der Originalzahn vorher etwas beigeschliffen.


    Nur all zu viel kann man da ja wohl auch nicht wegschleifen.


    Wie dick bzw. dünn ist denn dann eigentlich die Seitenwand einer Krone minimal ?


    Gibt es Unterschiede zwischen den zahntechnischen Labors, was die können,


    und gibt es grundsätzlich Qualitätsunterschiede bei den zahntechnischen Labors ?


    Nutzt der Zahnarzt evtl. bevorzugt preisgünstige Labors und geht das auf Kosten der Qualitätsmöglichkeiten ?


    Gruß


    Andreas

    Es gibt himmelweite Unterschiede zwischen den Laboren bzw. Zahntechnikern. Eine Krone sollte als Metallgerüst 0,3mm dick sein und die darüber liegende keramische Verblendung mit Gerüst nicht dicker als 2-3mm insgesamt. Ist sie nun zu dick, was sie gegen die Aussagen deiner Bekannten nämlich bei guter zahntechnischer Leistung nicht sein sollte (!), sondern ein Ebenbild der Natur, so hat der Zahnarzt nicht den notwendigen Platz geschaffen oder der Zahntechniker versagt. Vielleicht hat auch ein Lehrling diese hergestellt, was auch nicht selten vorkommt, weil's der Branche beschis... geht... Mit blutiger Zunge aufzuwachen ist allerdings wirkliches Indiz dafür, daß die Krone nicht ordnungsgemäß hergestellt wurde. Manchmal hat ein Prämolar (erster kleiner Backenzahn) nur auf einem Höcker Kontakt, viele Techniker meinen aber, sonstwas für Kontakte zum Gegenzahn im Oberkiefer sonstwas für Kontakte herstellen zu müssen, wie offensichtlich bei Dir passiert ist. Also, Krone aufschleifen lassen, runter, neu. Solltest Du ein Dentallabor kennen, das gut ist, kannst Du als Patient darauf bestehen, sie dort herstellen zu lassen. Ob der ZA da mitspielt, ist allerdings ne andere Sache...