Panik vor der Vollnarkose für Weisheitszähne

    Nach einem misglückten Versuch heute unter örtlicher Betäubung soll meine Weisheit nun am Montag unter Vollnarkose raus... :[]


    Mein Problem ist folgendes: ich Wunder der Natur bin -warum auch immer- so gut wie gar nicht örtlich zu betäuben. (daraus ist in den Jahren selbstverständlich auch eine ordentliche Zahnarztphobie gewachsen...)


    Man glaubt es kaum (auch die meisten Zahnärzte nicht bis sie es selbst gesehen haben) aber ich bzw. meine Zähne lassen sich höchstens für ein paar Minuten lahm legen. Nix mit sabberndes schiefes Gesicht geschweige denn auch nur annähernde Schmerzfreiheit... (Weiß übrigens jemand woran das genau liegt? Ich suche seit Jahren nach einer Erklärung. Muss wohl erblich sein da mein Papa ebenfalls ein solches Phänomen ist... ???)


    Da mein linker unterer Weisheitszahn sich momentan nur noch mit Antibiotika beruhigen lässt, wollte ich heute trotz allem tapfer sein und den Mistkerl auch ohne richtige Betäubung rausnehmen lassen (er versteckt sich unterm Zahnfleisch ziemlich ungünstig tief im Kiefer). Das Zahnfleisch aufzuschneiden war schon hart an der Schmerzgrenze , den Unterkieferknochen außenrum wegzufräsen war höllisch (die Geräusche allein hätten mir schon gereicht) und als es dann auch noch danach aussah als ob der Zahn erst mal in Stücke zerteilt werden müsste, habe ich -mittlerweile ein heulendes Häufchen Elend- aufgegeben.


    Um eine dicke Backe und ein traumatisches Erlebnis reicher habe ich dann heute gleich für Montag einen Termin unter Vollnarkose ausgemacht.


    Hier kommt das nächste Problem: Ich hatte noch nie eine und habe unglaubliche Panik davor, nur dass seit heute die Panik vor "keine Vollnarkose" überwiegt...


    Sedierung kommt übrigens leider ebenfalls nicht in Frage, da auf die Tour schon meine ersten beiden Weisheitszähne entfernt wurden (ebenfalls sehr widerspenstige Quälgeister). Der Schmerz hat mich leider immer wieder aus meinem gemütlichen Dämmerschlaf gerissen bis ich mich irgendwann, nachdem ich den altbekannten Satz "Frau B., mehr Spritzen dürfen wir nicht..." zu hören bekam, geweigert habe den Mund noch länger offen zu lassen.


    Ursprünglich hätten damals alle 4 raus gesollt.


    Bleibt also nur noch die Vollnarkose und ich hoffe ihr könnt mir ein paar Fragen dazu beantworten:


    1. ist es wirklich so schlimm mit der Übelkeit danach? Wie soll ich mich denn da anständig übergeben wenn ich (vermutlich) nicht mal den Mund gescheit öffnen kann? Ist das echt so schlimm danach?


    2. wie lange dauert es bis man wieder fit ist, also vollständig erholt von der Vollnarkose (nicht von den Zähnen, das dauert wohl länger)


    3. ist das Einschlafen unangenehm? Wird man beatmet und wenn ja, dann kommt der Schlauch doch hoffentlich erst rein nachdem man weggedämmert ist?!


    4. ich soll Montag vormittag noch zum Arzt und mich wegen der Narkose untersuchen lassen. Was wird denn da genau untersucht?


    5. Ist es üblich bzw. wirklich nicht gefährlich wenn einfach nur eine Anästhesistin in eine (meinem Eindruck nach) ziemlich mies ausgestattete Zahnartzpraxis kommt? Was ist wenn es zu Komplikationen kommt?


    Bitte bitte beantwortet mir meine Fragen, ich hab so Angst :°(

  • 13 Antworten

    Hey


    Also aus Erfahrung rede ich jetzt ;-)


    Zu 1.) Also so übel das ich mich übergeben musste war mir nach einer Vollnarkose noch nie (hatte schon 3 gehabt)


    Zu 2)Normalerweise werden die Vollnarkosen heute so gelegt das Du nach ein zwei Stunden wieder fit bist und nach hause kannst


    Zu 3.)Du bekommst im Normalfall eine Flexüle gelegt und da wird dann praktisch auch schon das Anästhitikum appliziert und das ist auch das einzige was Du von dem ganzen Prozetere merkst und bist dann innerhalb von ein paar Sekunden "weg"


    Zu 4.)Am Montag findet nix weiter als ne Normale Untersuchung mit Brust abhören und in den Hals schauen statt....und ich denke auch sie werden Dir Blut abnehmen um die Werte nochmal zu checken ob Du auch op tauglich bist.


    Zu 5. )Gefährlich ist relativ Du solltest aber schon darauf achten das die Anästhesistin steril arbeitet also wenigstens sich die Hände desinfiziert und Handschuhe anzieht .


    Ich wünsch Dir alles Gute und Gute Besserung...


    Liebe Grüsse Sunny

    Erst mal vielen dank für die schnellen Antworten!

    Zitat

    das kann an ADHS liegen und die Betäubung funktioniert dann unter Ritalingabe bei Kindern sogar wieder


    sfawa

    Das ich ADHS hätte wäre mir aber neu, aber interessante Theorie ;-)

    Zitat

    Zu 4.)Am Montag findet nix weiter als ne Normale Untersuchung mit Brust abhören und in den Hals schauen statt....und ich denke auch sie werden Dir Blut abnehmen um die Werte nochmal zu checken ob Du auch op tauglich bist.

    Blutwerte checken wird wohl nicht mehr gehen, um halb 1 ist mein OP-Termin und vorher soll ich noch schnell beim Hausarzt vorbei schauen...


    und ist man dann nach 1-2 Stunden echt wieder so fit als ob man nie eine Vollnarkose gehabt hätte oder dauert das dann noch länger?

    also, dann will ich mal ein bissl was erzählen - falls es nicht schon zu spät ist...


    1. ich hatte bereits 2 vollnarkosen, beide operationen waren im kopf-bereich. die eine war eine nasen-op, die andere eine zahn-op (alle zähne im UK raus, knochenaufbau und implantate rein, alles in einer sitzung - war übrigens die beste entscheidung meines lebens, nur so nebenbei bemerkt). ich hab wohl bei beiden OPs blut geschluckt und mich deshalb auch übergeben danach.


    ich würde zumindest mal damit rechnen dass dir etwas flau im magen ist ;-)


    2. ich bin aus der fast 5-stündigen narkose erwacht (war die zahn-narkose), und fühlte mich ungefähr so, als hätte ich tiiiief und fest geschlafen, mehr nicht. eine stunde später fuhr mein freund mit mir nachhause und ich war, abgesehen von den schmerzen, relativ fit. am nächsten tag war sowieso alles wieder völlig normal... (zumindest was den gemütszustand betrifft)


    3. das einschlafen ist etwas merkwürdig, bei einem mal gings sooo schnell dass ich binnen 3 sekunden weg war.. beim anderen mal dauerte es zwar etwas länger, aber auch nicht mehr als 10 sekunden. ich hatte das gefühl, als würde mir das gesicht "einschlafen" (im wahrsten sinne des wortes, lol)


    in meinem kopf begann es irgendwie zu "kribbeln", um es mal so auszudrücken.. das ist das letzte was ich noch weiß ;-)


    es soll übrigens angeblich so sein, dass man an etwas schönes denken soll beim einschlafen.. möglicherweise an einen tollen urlaub oder eine umwerfende sexuelle begegnung *rofl*


    und wenn man daran denkt beim einschlafen, dann träumt man sogar davon! (funktioniert wirklich ;-))


    am besten ist, du lässt dich einfach fallen, machst die augen zu und freust dich auf danach, wenn alles vorbei ist ;-)


    4. bei der op-freigabe wird ein blutbild gemacht, bei patienten über 30 auch oft ein lungenfunktionstest und EKG.


    5. bringt die anästhesistin ihre grundausstattung mit? hoffentlich schon! denn ich glaube nicht dass eine vollnarkose ohne EKG überhaupt möglich ist!


    Und das beatmungsgerät braucht sie natürlich auch.. also von dem her müsste sie eigentlich alles mitnehmen, da der zahnarzt solche geräte ja nicht in der ordi hat, wenn er keine vollnarkose anbietet...


    achja, intubiert wird natürlich erst nachdem du eingeschlafen bist.


    ich wurde bei meiner zahn-op damals über die nase intubiert. ich empfang das im nachhinein als recht unangenehm, ich hatte den eindruck als sei das eine nasenloch irgendwie größer als das andere, was das atmen betrifft *gg*


    nach ein paar tagen war aber auch das wieder vorbei..


    ich war aber wie bereits erwähnt, fast 5 std in der vollnarkose, und da sind die nachwirkungen dann vielleicht schon auch etwas stärker...


    und ich nehme stark an, dass die sache bei dir binnen kürzester zeit erledigt sein wird?!


    alles gute jedenfalls!!!!

    Hallo neinichnicht!


    Ich habe meine Weisheitszähne auch unter Vollnarkose entfernt bekommen.


    Zu deinen Fragen (wie es bei mir war)


    1. Übergeben musste ich micht nicht, mir war nichtmal übel.


    2. Nach der Narkoseausleitung bin ich noch ca ne halbe Stunde liegen geblieben zur Beobachtung dann durfte ich nach Hause, konnte ohne Probleme aufstehen, Kreislauf war stabil. War zwar den Rest des Tages ziemlich müde und hab mich daheim noch ausgeschlafen.


    3. Der Schlauch zum Beatmen kommt erst nach dem Einschlafen zum Einsatz und er war schon draußen als ich aufgewacht bin. Hatte dannach nur ein kratzen im Hals.


    4. Ich musste nur einen Fragebogen ausfüllen und mit dem Anästhesiten besprechen. Blutbild wurde keines gemacht.


    5. Ist die Praxis wirklich so schlecht ausgestattet wenn sie Eingriffe unter Vollnarkose durchführen? Bzw. ist es dann so dass der Anästhesist die Sachen mitbringt, sind ja zwingend erforderlich zur Überwachung während der Narkose. Hygiene sollte eigentlich vorausgesetzt werden.


    Mach dir keine Sorgen, bei mir waren es 4 Weisheitszähne und ich war insgesamt nur ne halbe Stunde "weg".


    Ich wünsch dir viel Glück und für dannach noch Gute Besserung! :)*


    lg Zuckerzicke *:)

    Ich beantworte deine Fragen nur, insoweit sie auf mich zutrafen:


    Meine OP war wie folgt:


    Kurz vor halb 11 in den OP-Saal. Kanüle in den Arm bekommen. Betäubung über Maske über Gesicht, nach ca. 30 Sekunden war ich weg. Kurz nach 11 bin ich aufgewacht und 11.45 konnt ich gehen. (Natürlich musste ich mich abholen lassen) – Mir wurden übrigens alle 4 WHZ entfernt.


    Auf Übelkeit habe ich eine Schwester angesprochen. Sie meinte, dass die Narkose nur kurz wäre und Übelkeit nicht auftritt. Wenn doch, gibt es Mittel dagegen. Ich hatte keine Übelkeit danach.


    Meine OP war in einem ambulanten OP-Zentrum. Der Beatmungsschlauch wurde gelegt, als ich schon in Narkose war. Allerdings hatte ich am OP-Tag Halsschmerzen bei jedem Schlucken, was sehr unangenehm war.


    Hinsichtlich der Narkose wurde ich vorher nicht untersucht. Ich musste nur einen Anamese-Bogen ausfüllen, das wars.

    Zitat

    und wenn man daran denkt beim einschlafen, dann träumt man sogar davon! (funktioniert wirklich ;-))

    echt? also ich hatte auch schon 2 hinter mir und bei mir war des so als wenn man total müde ist, kurz die augen zumacht und dann wieder aufmacht. danach war ich etwas benebelt. an meiner ersten vn erinner ich mich gar nicht mehr, zumindest nicht mehr was danach war aber meine mutter meinte ich hätte ziemlich geschrien und auch n bissl fieber gehabt ( mir wurden damals die polypen rausgenommen).

    In einer normalen Praxis wird eigentlich keine Vollnarkose durchgeführt! Würde ich auch nie machen lassen, denn sollte was sein würde ich mich nicht sicher fühlen. Weiß auch nicht in wie weit die Geräte (Beatmung, Herztöne usw in einer normalen Praxis sind).... macht das dein Zahnarzt oder ein Kieferchirurg?


    Ich kann nur von einer anderen OP von der Vollnarkose berichten (OP Dauer war 15-20 min).


    Alles was man merkt ist die Nadel in der Hand, danach war ich schon weg. Ich wachte ohne Übelkeit im Aufwachraum auf und war auch nicht sonderlich benommen danach. *:)

    Hallo,


    ich hab eine Zahnarztphobie und bei mir war's so das ich mir die Vollnarkose gewünscht habe. Der Zahnarzt hat mir einen Weisheitszahn gezogen und zwei weitere plombiert.


    Musste vorher zu versch. Ärzten zwecks Blutabnahme, Herz,Lungen Röntgen etc. (war alles in einem Tag zu erledigen).


    Die Narkose war überhaupt nicht schlimm! Die Ärztin sehr lieb, hat alles erklärt und dann hat sie mir einen Butterfly gesetzt und das Mittel gespritzt- hab den Kopf nach rechts gedreht und weg war ich. Beatmet wurd ich durch nen Schlauch (danach hatte ich leichtes Kratzen im Hals). Das Aufwachen war komisch, hab sogar geweint aber ohne Grund. War danach echt müde. Du solltest danach also nicht selbst Auto fahren, lass dich heimfahren. Also- nur keine Angst haben, danach fühlst du dich erleichtert.

    @ Gänseblümlein

    " in einer normalen Praxis wird eigentlich keine Vollnarkose durchgeführt", das stimmt nicht. Das wird schon jahrelang so gemacht...natürlich nicht beim zahnarzt, aber beim niedergelassenen Kiefer-Gesichts-Chirurg.


    Also, Angst musst du da keine haben...mir war nicht übel und spucken musst ich auch nie...wenn du aufwachst ist es so wie wenn man dich nachts aus dem Tiefschlaf aufweckt...beatmet wirst du natürlich...davon bekommst du ja aber nichts mit...da schläfst du schon. Danach kratz dein Hals etwas...das Einschlafen empfand ich immer als sehr angenehm...geht so schnell und ich hab mich irgendwie richtig "wohlig" gefühlt...brauchst echt keine Anst zu haben.

    Zitat

    natürlich nicht beim zahnarzt, aber beim niedergelassenen Kiefer-Gesichts-Chirurg.

    Das war meine Frage. Denn eine "normale" Zahnarztpraxis ist dafür halt nicht gemacht. Aber ich war auch beim Kieferchirurg und die hatten 2 Etagen, auf der einen wurde unter Vollnarkose Intensivmedizinisch betreut und auf der anderen die OPs mit lokaler Betäubung gemacht. Ich hatte diese coole Dämmerschlafspritze und hab wirklich gar nichts mitbekommen!

    oweia du Arme... :°_


    Ich habe auch schon 3 Weisheitszähne mit örtlicher Betäubung draußen, es ist furchtbar, alleine die Geräusche und das Herumwerkeln/herumdrücken, man hat Angst, der Arzt bricht einem gleich das Kiefer.


    Nach der Entfernung meines 1 Weisheitszahnes (die alle noch innen waren) mit 15 war ich total fertig, ich hatte dannach solche Schmerzen, dass ich heulend in der Wohnung auf und ab gelaufen bin, weil ich nicht mehr gewusst habe, was ich tun soll. Schmerztabletten haben kaum geholfen.


    Jetzt, mit 22, wurden mir weitere 2 entfernt (ebenfalls noch innen) und ich habe gehofft, eine VN zu bekommen, weil man da absolut nix mitkriegt. Aber war nicht möglich ohne mir vorher 3 Tage Urlaub zu nehmen um die ganzen Amtsgänge zu erledigen, außerdem hatte ich Schmerzen, sie mussten raus, und bei einer VN hätte ich womöglich noch länger gewartet bis das bürokratische alles durch ist.


    War dann also dort wie ein zitterndes Häufchen Elend, sie haben mich auch nachspritzen müssen, weil ich noch viel gespürt habe (war beim 1. Mal auch so, dass sie nachspritzen mussten) ich hab nur gezittert, die Helferinnen mussten mich alle runterdrücken, weil der Arzt nicht genau operieren konnte, weil ich so rumzitterte (ich konnte es nicht abstellen, auch als ich ruhiger wurde) Als er mal kurz aufgehört hat hab ich aufeinmal total losgeheult :-/


    Ich konnte das Gezittere/Geheule nicht steuern, es waren gar nicht die Schmerzen sondern das drumherum, das Herumdrücken auf meinem Kiefer, die Geräusche, dann hat er für den unteren WZ eeewig gebraucht, hat immer wieder angesetzt, und gesagt "boah was ist denn da los, den krieg ich nicht raus", bis er den endlich raus hatte (war ein RIEEESEN Zahn) kam es mir ewig vor.


    (Gleich nach der OP hab ich mir gleich Schmerztabletten eingeworfen, nach 2 Stunden fings aber an total weh zu tun und ich hab mir von meiner Mutter Tramal geholt, was auch geholfen hat. Nur werde ich Tramal nicht mehr nehmen, da ich nach 1 Woche schon einen seelischen Entzug hatte :-o )


    Also mit VN wäre das bestimmt ein "Traum" gewesen, also keine Bange. VN fand ich immer ganz lustig, weil man irgendwann geweckt wird und total meschugge ist.


    Bei meiner Blinddarm OP wollten sie mich aufwecken und anziehen, aber ich hab mich geweigert und hab nackt weitergeschlafen, bis ich irgendwann wach wurde und mich anzog ;-D

    @ Gänseblümlein

    genuauso war es bei mir auch und sollte so auch sein ;-D . Hoffen wir mal, dass es bei der FE auch so sein wird :)z :)^