Risiko bei örtlicher Betäubung im Oberkiefer? (Zahnfüllung)

    Hallo!

    ich war lange nicht beim Zahnarzt und nun steht mir eine Zahnsanierung bevor.

    An sich macht es mir keine große Angst. Das Bohren und werkeln halte ich bestimmt halbwegs aus.

    allerdings habe ich große Angst vor der örtlichen Betäubung.

    Nicht direkt vor der Spritze (ist ja schnell vorbei, auch wenns eklig ist), aber vor dem Medikament.

    bis jetzt hatte ich nie Probleme damit, aber wie gesagt, das letzte mal ist länger her (>3 Jahre) und ich bin Paniker.


    was mir Angst macht, ist dass die Mittel in der Spritze auch Herz-wirksame Komponenten enthalten.

    Ich bin mir bewusst, dass die potentiellen Risiken super gering sind, aber ich habe extreme Herzangst und auch tatsächliche, (gutartige) Arrhythmie-Anfälle (sehr selten, 2-3 im Jahr)


    Da mir heute leider nach der Zahnreinigung (als Vorbereitung für die Füllungen) ein Stück Zahn ausgebrochen ist (der Zahn ist kariös, es lag nicht an der netten Dame mit dem Zahnstein-wegmach-Gerät) muss ich morgen hin und das Loch machen lassen.

    Das braucht sicher eine örtliche Betäubung.


    ist das Risiko für systemische Nebenwirkungen bei Betäubungen im Oberkiefer geringer als unten?

    ich weiß dass oben meist nur die einzelnen Zähne direkt betäubt werden.


    ich habe die Hoffnung, dass wenn ich das Mittel oben, an einer kleinen Stelle, gut vertrage, dass dann meine Angst für den Unterkiefer geriner wird.


    oder ist das Risiko oben und unten gleich?



    wie gesagt, ich hatte bis jetzt keine Probleme mit vorherigen Spritzen, aber die Logik und das Angstgefühl lassen sich leider nicht so ganz vereinbaren.


    lohnt es sich vielleicht, nach einem "milderen" / nicht-adrenalinhaltigen Mittel zu fragen, oder sind da die Risiken ähnlich?

  • 7 Antworten
    Dwaggie schrieb:

    lohnt es sich vielleicht, nach einem "milderen" / nicht-adrenalinhaltigen Mittel zu fragen, oder sind da die Risiken ähnlich?

    Es lohnt sich auf jeden Fall, weil es diese Betäubungsmittel gibt und wohl auch in allen Praxen vorhanden sein dürften.

    Ansonsten gibt es im Normalfall kein Risiko durch die Betäubung im OK oder UK. Der Unterschied ist nur, dass im OK immer nur zwei nebeneinander liegende Zähne betäubt werden, während im UK immer die komplette Seite taub wird. Für die Front gibt man meistens noch extra hinzu. Deshalb hat man auch immer den Eindruck, dass im UK die Betäubung länger anhält.

    Wenn Du soviel Angst hast vor Betäubungen, kannst Du bei einer Füllung aber auf diese verzichten oder es zu Beginn testen.

    Dwaggie schrieb:

    allerdings habe ich große Angst vor der örtlichen Betäubung.

    Dann lass die Füllung doch ohne Betäubung machen.

    Ich verzichte beim Bohren auf die Betäubung. Meistens ist der Schmerz nur sehr kurz und dann ist man fertig und die Füllung kann eingesetzt werden.

    Dwaggie schrieb:

    tatsächliche, (gutartige) Arrhythmie-Anfälle

    Nun ja, so gesehen ist jedes Herzstolpern, was fast jeder hat, eine Arrtyhmie. Nur dass es dramatischer klingt, auch wenn kein Krankheitswert vorhanden. Du bist offenbar herzgesund, damit ist alles gesagt und die Spritze für dich kein Problem.

    Im Übrigen nutzen nicht alle Zahnärzte adrenalinhaltige Mittel, meiner überhaupt nicht.

    Fakt. Du hast gar keine Herzkrankheit. Wie soll das Medikament da nun das Herz krankmachen?


    Du hast stinknormale mal aus dem Taktkommer, harmlos, haben mit einer Herzkrankheit absolut nichts zu tun.


    Und Betäubungsmittel - wer da wirklich eine Unverträglichkeit hat, da ist es dann pillepalle, ob in den Kiefer oder in den kleinen Zeh gespritzt wird.


    Fakt ist: Bislang hattest du nie eine Unverträglichkeit, also wirst du auch weiterhin keine haben. Und das Herz geht auch nicht davon kaputt...


    Du trainierst dir hier geistigen Mist heran.


    Wenn alle Phobiker sich mal damit auseinandersetzen würden, wie Phobien entstehen und danach googeln würden, wie man sie durch gesundes Denken dazu auch wieder abschafft, wäre ihnen schon geholfen. Aber nein, sie googeln sich lieber hoch und runter nach Dingen, die ihre Denkweise nachhaltig immer mehr schaden. Und so die Phobie immer neu füttern.


    Aber klar, statt die Harmlosigkeit des Unternehmens hier zu entschärfen, werden die Ängste noch verstärkt. Durch eigenes Handeln. Aber man müßte ja wirklich mal nachdenken und sich auf ändern, überhaupt so denken zu wollen, eben sich n i c h t selbst ständig zu fixieren auf Unheil.

    Mein Zahnarzt hat mir mal erklärt, dass das enthaltene Adrenalin unglaublich wenig ist, und deswegen nicht systemisch wirkt.

    Wenn du dich zum Beispiel erschrickst und einen Adrenalinstoß hast, dann ist das ausgeschüttete Insulin weitaus mehr als bei so einer kleinen Spritze.