Röntgen Zahnarzt

    Hallo ich hab eine Frage..Ich war mit meinen Kindern Donnerstag beim Zahnarzt und ich selbst habe sehr viel Angst vor Röntgenstrahlung..Es wurde gerade ein Patient digital geröngt und da bekam ich schon Panik..Ich blieb aber trotzdem da wir dann ins ganz vordere Zimmer durften..


    Jetzt mache ich mir aber Vorwürfe und habe Angst das meine Kinder strahlung abbekommen haben, ich weiss es hört sich vielleicht verrückt an aber meine eigene Angst davor ist nach einem Vorfall in meiner eigenen Kindheit riesengross. Kann eine Zahnarzthelferin oder der Arzt selbst Strahlung übertragen? ich glaube das die Helferin den Patienten geröngt hat und der Zahnarzt hat ihn dann vor meinen Kindern behandelt und dann kamen die Kinder dran...Ist es möglich so Strahlung vom Patienten davor zu übertragen oder ist das völlig ausgeschlossen? Ich hoffe ich werde nicht belächelt, da es für mich wirklich sehr schlimm ist..


    Ich hoffe mir kann jemand antworten da ich wirklich Angst habe..

  • 19 Antworten

    Ich war an der Ausrüstung mehrerer Zahnarztpraxen mit digitalem Röntgen (am Stuhl für einzelne Zähne und am OPG ("Karussell") für den gesamten Kieferbereich) beteiligt. Der Vorteil des digitalen Röntgens ist unter anderem, dass die erforderliche Strahlendosis wesentlich kleiner ist als früher bei der Verwendung von analogem Röntgenfilm (70% weniger). Der Strahler selbst ist kaum größer als ein Menschenkopf und hat eine lediglich 5cm große Austrittsöffnung, der Rest ist abgeschirmt. Ein Übertritt der Strahlung in einen anderen Raum ist so ausgeschlossen. Auch die Schwester geht lediglich vor die Tür, wo der Auslöser angebracht ist. Das macht sie am Tage viele Male.


    Was war denn das für ein Vorfall?


    *:)

    Mit allem Respekt, aber Deine Ängste sind schon sehr extrem. Ihr ward lediglich in einer Zahnarztpraxis; es ist nich tmal jemand von Euch geröntgt worde. Wie stellst Du Dir das eigentlich vor mit der Strahlung; dass die überall lauert? Korrekt gesehen tut sie das, denn in minimalen Mengen kommt sie überall vor auf dieser Erde.


    Und NEIN, Menschen können auch keine Strahlung übertragen. Dann dürfte ja kein Klinik-/Röntgenpersonal frei rumlaufen.


    Mich würde auch interessieren, was das für ein Vorfall war. Und Dir möchte ich raten, Dich grundlegend zu informieren und ggf. etwas gegen diese irrationalen Ängste zu unternehmen. Ich verstehe, dass sie für Dich völlig real und begründet sind, aber objektiv betrachtet sind sie eben völlig irrational.

    Ich stimme Sunflower_73 zu 100% zu.


    Nur nebenbei: Schon Das:

    Zitat

    ..Es wurde gerade ein Patient digital geröngt und da bekam ich schon Panik..

    ist abwegig. Gerade beim digitalen Röntgen ist die Strahlenbelastung nur ein Bruchteil vom konventionellen Röntgen(also wie es Früher war) bzw. bei Zahnärzten die noch kein digitales Röntgengerät haben.


    Was für komische Sorgen machst Du Dir bloss, Monika5382? Ich wünsche Dir Alles Gute und kläre zB auch hier weiterhin Deine Probleme.

    Hallo! Röntgenstrahlen sind wie Radio - wenn ausgeschaltet sind sie weg.


    Trotzdem will ich noch was dazu sagen, denn nicht die Röntgenstrahlung, sondern Deine Angst davor kann irgendwann gefährlich werden. Wenn Du z.B. mal in eine CT-Röhre musst, weil Du ohne gutes Röntgenbild nicht geheilt werden kannst, oder Deine Kinder kriegen mal in der Schule im Rahmen einer Massenuntersuchung die Lunge durchleuchtet.


    Die Strahlung ist dabei so gering, dass Euch garantiert nichts passieren kann, etwa so als würdet Ihr mal schnell durchs Sonnenlicht huschen.

    Kulturschaffender , das was du da von dir gibst zeugt nicht gerade von Kenntnissen in einer Zahnarztpraxis.


    Zitat:


    Auch die Schwester geht lediglich vor die Tür, wo der Auslöser angebracht ist. Das macht sie am Tage viele Male.


    Zitat Ende


    In Zahnarztpraxen arbeitet heute nur noch hoch ausgebildetes Personal, keine Schwestern.

    Zitat

    In Zahnarztpraxen arbeitet heute nur noch hoch ausgebildetes Personal, keine Schwestern.

    Liebe julala, selbstverständlich gibt es heute auch noch sogenannte Stomatologische Schwestern. Das war die offizielle Ausbildungsbezeichnung in der DDR und gerade in Ostdeutschland gibt es immer noch viele Damen, die voll und ganz im Berufsleben stehen.


    Genauso ist es auf Grund der damaligen Berufsbezeichnung in Weiten Teilen Ostdeutschlands noch üblich die ZFAs mit Schwester anzusprechen, bzw. diese bestehen teilweise auch auf dieser Anrede.


    "Schwester Julia am Apparat", klingt doch auch am Telefon gleich viel freundlicher als "Zahnmedizinische Fachangestellte Meier hier".


    Bezüglich des Vorwurfs an Kulturschaffender keine Ahnung zu haben.


    Real betrachtet liegt im Schnitt je nach Röntgentechnik die Reduktion der Strahlendosis analoges zu digitalem Röntgen bei 20-ca.50%.


    Aber eben im Durchschnitt. In einigen Fällen ("schlechter Zahnfilm" vs. "guter Sensor") können im Einzelfall aber durchaus Dosisreduktionen von rund 70% drin sein. Kommt aber auch auf den Einzelfall, die Technik und das verwendete Gerät und Material an.


    Wenn man sich realistisch mit der Materie beschäftigt sind die Strahlenbelastungen im Zahnmedizinischen Bereich insgesamt vernachlässigbar gering. Man darf sicher nicht fahrlässig damit umgehen und nur mit einer guten Indikation röntgen, doch die Wahrscheinlichkeit, dass dadurch in irgendeiner Form Schäden am geröntgen auftreten ist so gut wie unmöglich. Sich da Sorgen über Schäden an Unbeteiligten oder über Kontakt mit Dritten die geröntgt haben oder wurden auftreten, ist so unwahrscheinlich, dass das spekulieren auf einen großen Lottogewinn im Gegensatz dazu eine solide Wertanlage darstellt.

    Hallo miteinander,


    ich bin der gleichen Meinung wie Kleingärtner. Die TE weiß vermutlich nichts über Röntgenstrahlen. In der heutigen Zeit ist es meiner Beobachtung nach leider so, dass viele Ängste durch Unwissenheit in Kombination mit Meinungen/Äußerung Dritter (Medien, Bekanntenkreis) entstehen. Dies hier ist ein typisches Beispiel. Daher unternehme ich mal den Versuch die physikalischen Zusammenhänge so einfach wie möglich darzustellen und hoffe so eine objektive Betrachtungsweise zu ermöglichen. Oft kann man jemanden die Angst nehmen, wenn er die Zusammenhänge versteht.


    Was ist "Strahlung" ?


    Strahlung ist eine elektromagnetische Welle (einfache Vorstellung: Wasserwelle; Sinusfunktion). Das grobe Unterscheidungsmerkmal ist die Frequenz (Einheit 1/s oder 1 Hz). Die Frequenz gibt an, wie oft sich Wellenberg und Wellental in einer Sekunde abwechseln => niedrige Frequenz bedeutet, das Wellenberg und Wellental weit auseinander liegen (große Wellenlänge); hohe Frequenz bedeutet, das Berg und Tal schnell aufeinanderfolgen (kleine Wellenlänge).


    Hier mal ein paar Beispiele von elektromagnetischen Wellen (Strahlung) von niedriger Frequenz zu hoher Frequenz:


    Radiowellen / Mikrowellen / Infrarotstrahlung (Wärmestrahlung) / sichtbares Licht (von rot nach violett) / UV-Strahlung / Röntgenstrahlung / Gammastrahlung


    Fazit: Radiowellen, sichtbares Licht, Röntgenstrahlung haben den gleichen "Energieträger", die elektromagnetische Strahlung (Welle); der Unterschied liegt in der Frequenz und somit in Ihrer Energie (hohe Frequenz bzw. kleine Wellenlänge = hohe Energie)


    Was ist Röntgenstrahlung ?


    Die Röntgenstrahlung ist durch die hohe Frequenz bzw. kleine Wellenlänge sehr energiereich. Beispiel: Wenn man beim Kanufahren langsam paddelt (kleine Frequenz) kommt man langsamer in Schwitzen als wenn man sehr schnell paddelt (hohe Frequenz) - gleicher Durchzug vorausgesetzt. Zudem ist die Wellenlänge bei der Röntgenstrahlung so klein, das diese zwischen unseren Molekülen hindurch kann => die Röntgenstrahlung kann uns also "durchdringen" (je nach Dichte mehr (Haut) oder weniger (Knochen)) => deshalb sieht man Knochen, Zähne auch im Röntgenbild.


    Wie wird die Röntgenstrahlung im Röntgengerät erzeugt ?


    Dazu muss man wissen wie ein Atom aufgebaut ist (kleiner Atomkern => Protonen/Neutronen; große Atomhülle = Elektronen - im Vergleich). Bei der klassischen Röntgenröhre werden Elektronen zunächst sehr stark beschleunigt. Diese schnellen Elektronen treffen dann auf eine Metallplatte wodurch diese augenblicklich abgebremst werden (Beispiel: LKW fährt gegen eine Wand). Dabei wird sehr viel Energie frei (Röntgenröhre => elektromagnetische Strahlung mit hoher Frequenz; LKW/Wand => kaputt). Man nennt diese Strahlung auch Bremsstrahlung. Beim Röntgen wird diese Strahlung dann auf das Untersuchungsgebiet gerichtet und nicht im Raum verteilt.


    Um ein Röntgenbild entstehen zu lassen musste früher eine physikalische Fotoplatte "belichtet" werden (mit Röntgenstrahlung, nicht mit sichtbarem Licht). Dabei nutzt man die bereits erwähnten Dichteunterschiede von Gewebe und Knochen/Zähnen aus (unterschiedliche Belichtung, mehr Strahlung, mehr Schwärze). Wie bereits in einem Vorbericht erwähnt brauchte man früher mehr Energie, um die Fotoplatte belichten zu können (analoges Röntgen). Beim digitalen Röntgen ersetzen Detektoren die Fotoplatte, welche mit viel weniger Energie auskommen.


    Fazit: Röntgenstrahlung werden durch Vorgänge in der Atomhülle erzeugt und durch das Gerät zielgerichtet gebündelt; das digitale Röntgen reduziert die Strahlenbelastung enorm


    Was heißt das nun für den Patienten:


    - vor dem Untersuchungsraum ist keine Zusatzstrahlung zu erwarten (Hintergrundstrahlung trifft uns jede Sekunde, damit kommt unser Körper evolutionsbedingt klar)


    - wenn eine digitale Röntgenaufnahme nötig ist, kann unser Körper das ebenso ab


    - die Strahlung besteht nur solange wie Elektronen abgebremst werden => Gerät aus = Strahlung aus


    - durch Röntgenstrahlung wird auch kein Mensch radioaktiv (Röntgenstrahlen (Schüsse) - Ziel-Prinzip => da wir keine Bremsstrahlung erzeugen kann das Ziel auch nicht zurückschießen)


    Gibt es Fälle wo ein Mensch zum Strahler wird ?


    Ja, wenn radioaktive Substanzen in den Körper gelangen. Radioaktive Substanzen Strahlen nicht aus der Elektronenhülle, sondern aus dem deutlich energiereicheren Atomkern (radioaktiver Zerfall). Dabei tritt, je nach radioaktivem Element, Teilchenstrahlung und/oder Gammastrahlung auf. Letztere ist eine elektromagnetische Welle, die noch energiereicher als die Röntgenstrahlung ist.


    Hat jemand radioaktive Substanzen in den Körper gebracht (Radon durch die Atemwege; Cäsium über Wildschwein/Waldpilze mit der Nahrung; radioaktives Iod / Technetium bei medizinischen Anwendungen/Untersuchungen), kann der Mensch zum Gammastrahler werden (die Teilchenstrahlung wirkt nur im Körper der Person). Oder bei Kleiderkontamination (die radioaktiven Substanzen sitzen dann auf Kleidung und Haut) nach einem Kernunfall. Dies hat aber überhaupt nichts mit der klassischen Röntgenstrahlung zu tun.


    Ich hoffe nun etwas Objektivität in die Sache gebracht zu haben.


    Schöne Grüße

    Wenn das objektive, was hier geschrieben wird, nicht hilft (ich würde das reicht bei so starker Angst nicht), dann kümmer dich bitte um therapeutische Hilfe. Du leidest sonst unnötig darunter und extreme Ängste lassen sich auch leicht auf die Kinder "übertragen", die können auch davon geprägt werden, ihre Mutter so zu erleben (auch, wenn man versucht es zu verstecken).

    Zitat

    Wenn das objektive, was hier geschrieben wird, nicht hilft

    Nein es hilft nicht.


    Leuten die dermassen von der Rolle sind wie Monika5382:

    Zitat

    Ist es möglich so Strahlung vom Patienten davor zu übertragen

    ist nur sehr schwer zu helfen. Die verfangen sich ständig in sich selbst. Insofern war auch mein Beitrag=Hilfsversuch überflüssig.


    Vermutlich hat die noch nichtmal dieses Forum wiedergefunden nach dem Schreiben.