Toten Zahn überkronen?

    Hallo zusammen,


    vor 2 Jahren hatte ich einen Unfall, wurde beim Joggen von einem Radfahrer angefahren und landete mit dem Kinn auf einem Stein. Die Zähne schlugen aufeinander und ich dachte "jetzt sind sie alle weg". Waren sie aber nicht, doch inzwischen sind 4 Zähne komplett abgebrochen, die auch entfernt werden mussten.


    Ein Eckzahn war damals schon mächtig gefüllt und ist wohl durch den Aufprall abgestorben. Nun fällt die Füllung immer raus und die Zahnärztin will den Zahn ziehen, doch mir wäre lieber, man könnte ihn überkronen.


    Die ZÄ sagt, die Kasse übernimmt die Kosten für eine Krone bei einem abgestorbenen Zahn nicht. Das mag ja sein, doch ein wurzelbehandelter Zahn ist doch auch tot und kann überkront werden.


    Wo ist der Unterschied?


    Ich hole mir nächste Woche eine zweite Meinung, doch wüsste ich schon gern, ob die ZÄ recht hat


    Grübelnde Grüße

  • 13 Antworten

    Also wenn der Zahn erhaltenswürdig ist (tot oder nicht), dann zahlt auch die KK die Krone. Vielleicht ist der Zahn auch zu zerstört und deswegen meint das der Zahnarzt. Ich habe zwei tote Frontzähne und die werden auch bald überkront werden müssen mit KK-zuschuss.

    Zitat

    Das mag ja sein, doch ein wurzelbehandelter Zahn ist doch auch tot und kann überkront werden.

    So ist es.


    Also Zweitmeinung und bei der KK nachfragen und evtl der KK stecken. So n Implantat kostet natürlich ne ganze Stange mehr Geld. Hatte so einen ZA auch mal und hab die KK informiert. Die haben gesagt, dass das damals (vor 2 Jahren) wie ne Seuche war per se ein Implantat setzen zu wollen.

    Zitat

    Die ZÄ sagt, die Kasse übernimmt die Kosten für eine Krone bei einem abgestorbenen Zahn nicht.

    Das stimmt nicht. Wenn der Zahn (wie cheekyangel sagte) erhaltungswürdig ist, ist es letztlich egal, ob der Nerv abgetötet wurde oder von selbst abgestorben ist. Ich würde auch dringend eine Zweitmeinung holen und die KK um Bestätigung bitten.

    Ja, kriege auch demächst von der KK Kronen auf drei tote Zähne, das geht. Manche von denen sind schon 20 Jahre tot.

    Vielen lieben Dank für Eure Antworten.


    Die ZÄ sagte, der Nervenkanal sei verschlossen und von daher kann die Wurzel nicht behandelt werden. Jedenfalls habe ich das so verstanden.


    Auf Implantate ist die Ärztin nicht aus, denn sie macht selber keine und gehört auch nicht zu denen, die schon die Dollarzeichen in den Augen haben,wenn ein Patient kommt.


    Eine Zweitmeinung werde ich mir auf jeden Fall einholen.


    Viele Grüße

    Natürlich ist er verschlossen, daher muss der ZA ihn bei einer Behandlung auch eröffnen. Ich kann der Argumentation nicht folgen,

    ??? jetzt bin ich ganz verwirrt.


    Ich habe das so verstanden, dass ein bereits toter Zahn nicht wurzelbehandelt werden kann.


    Ganz doof bin ich ja nicht, aber leider kein Mediziner

    Ja, darum geht es auch, aber bevor die ZÄ das gesagt hat, wurde der Zahn geröntgt. Dann sagte sie, der Zahn sei bereits tot, der Nervenkanal dicht und man könne diesen Zahn nicht wurzelbehandeln, um ihn dann zu überkronen.

    Hallo,


    Ich klink mich mal kurz ein, hab des durch Zufall gelesen. Ich bin nämlich aus dem Bereich.


    Also, wenn es so ist wie du erzählst, dann hat deine Zahnärztin recht, denn wenn ein Zahn tot u eine Wurzelkanalbehandlung nicht möglich ist, dann ist er nicht Kronenwürdig. Klar muss der Zahn eröffnet werden für eine WK Behandlung aber nur der obere Teil bis man am Wurzelkanal ist u dann muss man mit speziellen sog. WK Nadeln u Feilen den Nerv entfernen u die Kanäle reinigen, wenn man aber nicht bis unten zur Wurzelspitze kommt u zb nur bis zur Hälfte, dann kann es sein das der Zahn früher o später Schmerzen bereitet, weil eben nicht der komplette Nerv entfernt wurde, bzw es kann auch zu Entzündungen o Zysten an diesem Zahn kommen u da es bei so einem Zahn ein Risiko ist, das er doch anfängt zu Schmerzen u dann gezogen werden muss, würde die Krankenkasse keine Krone bezuschussen.


    Hoffe hab es verständlich ausgedrückt ;-)

    Zitat

    vor 2 Jahren hatte ich einen Unfall, wurde beim Joggen von einem Radfahrer angefahren und landete mit dem Kinn auf einem Stein. Die Zähne schlugen aufeinander und ich dachte "jetzt sind sie alle weg". Waren sie aber nicht, doch inzwischen sind 4 Zähne komplett abgebrochen, die auch entfernt werden mussten.

    Hat der Radfahrer den Unfall verursacht, dann muss er die Kosten tragen.


    Alles Gute

    Dann würde ich mal beim Spezialisten (Endodontologe) aufschlagen, die schaffen es meistens trotzem dem Kanal zu öffenen wo Zahnärzte schon aufgegeben haben. Sie haben einfach nicht die Geräte zu. Man könnte auch versuchen von unten einen Kanal zu finden.


    Bevor der Zahn raus kommt, würde ich das noch versuchen.

    @ Hibbeltante88 ,

    danke für Deine ausführliche Antwort, die mich auf den Boden der Tatsache zurück geholt hat. Schade, dass es so ist und ich hatte schon die Befürchtung, dass meine ZÄ nicht leichtfertig einen Zahn zieht. Trotzdem doof und ich überlege nach wie vor, eine zweite Meinung einzuholen, denn die Zahnarztempfehlung liest sich gut. Er arbeitet viel mit Lasern und macht das wohl auch bei WB.

    @ Rut,

    leider ist der Radfahrer abgehauen, von dem ist nichts zu holen

    @ cheekyangel81,

    nach so einem Spezialisten muss ich mal suchen, befürchte aber, die gibt es hier in der Eifel nicht.