Wann stoppt die Blutung nach Weisheitszahn-OP?

    Ich hab mir heute morgen alle 4 Weisheitszähne ziehen lassen. Es musste auch genäht werden. Die Schwester meinte,nach einer Stunde könnte ich diese Wattedinger rausnehmen, weil dann die Blutung aufgehört hat. So, jetzt bin ich aber schon fast 2 Stunden zu Hause und in meinem Mund sammelt sich immernoch blutroter Speichel an. Also, ich bin mir nicht sicher, wieviel Anteil daran Speichel ist und wieviel Blut. Aber von der Farbe her ist es schon wirklich sehr rot. Ich kriege nun langsam etwas Panik, weil mir schonmal über jemand berichtet wurde, der an sowas verblutet ist. Sicher, ich hab noch nicht mal den Boden einer Schüssel voll mit Blut, aber irgendwie hab ich schon Angst.


    Vielleicht weiß ja jemand, ob das normal ist.

  • 17 Antworten

    Hallo,


    ich habe diese Prozedur auch schon hinter mir (allerdings zwei Sitzungen). Die erste OP war etwas aufwendiger, hat lange gedauert und es gab eine große Wunde. Es hat danach noch ca. 4 oder 5 Stunden leicht geblutet.


    Nach Auskunft meiner Zahnärztin ist ein solches leichtes Einbluten in die Wunde sogar förderlich für eine problemlose Heilung, da der Wundpropf, der sich so bildet, entsprechende Stoffe enthält.


    Die Blutmenge überschätzt man dabei auch ganz gerne, weil sich das ja mit dem Speichel vermischt, wie du auch schreibst.


    Also: Eine leichte Blutung ist nach allem, was ich weiss, nicht schimm, selbst wenn sie ein paar Stunden anhält, ganz im Gegenteil. Wenn es allerdings heftiger wird und andauert, würde ich mal den Arzt fragen.


    Ansonsten Glückwunsch, dass die Dinger raus sind :-)


    Schöne Grüße,


    Markus

    P.S.

    Meine Ärztin hatte mir damals diesen Rat gegeben, falls die Blutung danach nicht nachlässt oder kurzzeitig wieder stärker wird:


    Ein sauberes, möglichst fusselfreies Stück Stoff (z.B. Taschentuch oder auch Mullbinde) zusammenrollen, auf die Wunde, und für ein paar Minuten kräftig draufbeissen.

    Markus hat recht, ein leichtes Bluten wird Dich die nächsten Tage noch begleiten - vor allem nach dem Zähne putzen. Wenn es stärker wird, nimm ein sauberes Stofftaschentuch, mach es nass und beiß nochmal eine Stunde darauf. Sollte es dann nicht aufhören, geh nochmal zum Zahnarzt.

    Danke für die Message, hat mich schon ein wenig beruhigt, wenn auch nicht ganz, aber das ist nunmal so....


    Jedenfalls habe ich gerade beim Arzt angerufen, war zwar schwierig ihr mit dem Sprechen, aber die Schwester hat mich verstanden. Sie meinte, ich soll die Wattedinger rausnehmen, weil die wahrscheinlich vollgesogen sind und ich soll auf Tempotaschentuch beißen. OK, das mache ich jetzt...


    So richtig beruhigen tut mich das noch nicht, zumal die Flüssigkeit, die sich in meinem Mund ansammelte, doch wirklich ziemlich dunkelrot bis schwarzrot war. Nun ja, jetzt saugt es halt erstmal das Taschentuch voll...


    Ich hoffe, dass es das bringt...


    Ansonsten muss ich wohl doch nochmal hin.

    Kein Tempotaschentuch!! Die Papierdinger fusseln und das bekommst Du aus der Wunde nicht mehr raus. Nimm Baumwollstoff.

    OK, dann werde ich wohl besser ein T-Shirt von meinem Freund opfern... Ist es wichtig, dass der Stoff nass ist? Liege ich richtig in der Annahme, dass man das Ding nicht oft wechseln sollte (wie ich es eben mit den Taschentüchern gemacht hatte). OK, also fest draufbeißen...


    Vielen vielen Dank für die Tipps. Ich bin jetzt wieder etwas optimistischer.

    Nass ist ganz gut, weil sich das dann nicht erst mit Blut vollsaugen mus, bevor es hilft. Eine Stunde drauf lassen, es ist auch egal, ob das Tuch schon voll Blut ist, die Blutung wird durch den Druck gestoppt, nicht durch die Saugfähigkeit.


    Benutze aber nicht das ganze T-Shirt Deines Freundes :-D.

    Ich hab dann doch noch Mullbinden gefunden im Erste-Hilfe-Kasten. Ich hab sie jetzt einfach so, also trocken reingeschoben. Muss sagen, dass es schwierig ist, wirklich fest draufzubeißen, weil die Betäubung nachlässt und ich jetzt erst eine Schmerztablette genommen habe. Aber sobald die Wirkung einsetzt, werd ich feste draufbeißen.


    aua, tut das weh.

    @Pfennig

    Also, bei mir war es so, dass ich die ersten 30 oder 45 Minuten noch diese Kompressen vom Arzt drin hatte. Die waren schon dunkelrot und ziemlich vollgesogen mit Blut, als ich sie rausgenommen habe (erinnere mich noch gut an den entsetzten Blick meiner Mutter) ;-)


    Das war so gegen Mittag. Es blutete dann zwar nicht sehr stark, aber eben doch relativ konstant weiter, so dass ich mir dann noch ein Stück aufgerollter Mullbinde zum draußbeissen nahm. Das hat es dann etwas gelindert, aber die Blutung ging bei mir noch den ganzen Nachmittag so weiter, wenn auch immer schwächer.


    Ich muss sagen, dass ich die ganze OP (obwohl kompliziert und lang) praktisch ohne nennenswerte Beschwerden überstanden habe und deshalb schon im Laufe dieses Nachmittags wieder Suppe gegessen habe. Dabei habe ich dann eben gemerkt, dass es gelegentlich noch etwas "blutig" geschmeckt hat.


    Aber insgesamt wurde die Blutung ständig schwächer und so gegen Abend war dann komplett Schluss.


    Ich drück dir die Daumen! *:)


    Markus

    Halte durch, der schlimmste Tag ist der 3. Tag (von der Schwellung und den Schmerzen) - also keinen Schreck kriegen, wenn es morgen nicht besser ist. Das wird aber schon - haben wir alles überlebt :-)

    @Trinity

    Zitat

    Halte durch, der schlimmste Tag ist der 3. Tag (von der Schwellung und den Schmerzen)

    Echt? Ich war schon am Tag danach schmerzfrei und Schwellung hatte ich nur am Tag nach der OP ganz wenig (konnte man eigentlich nur tasten, aber kaum sehen), einen Tag später war's weg.


    Das einzige, was ich bemerkt habe, war Müdigkeit und eine Tendenz zum Frieren. Das war wohl eine Nachwirkung des Betäubungsmittels, von dem ich recht viel gebraucht habe.


    Gruß,


    Markus

    Ja, es gibt manche Glückpilze, die können schon am nächsten Tag wieder essen :-). Häufig ist es aber am dritten Tag am Schlimmsten und besser man stellt sich auf etwas schlimmeres ein und wird hinterher positiv überrascht als umgekehrt :-).

    Heute ist also der berühmt-berüchtigte 3. Tag... ;-)


    Zum Glück kann ich nicht behaupten, dass es heute schlimmer ist als gestern. Also denke ich mal, dass ich "über den Berg" bin. Es ist mitunter immernoch so, dass im Speichel eine kleine Menge Blut ist. Was mich schon noch etwas wundert, aber ich bin ja froh, dass es nur noch ganz wenig ist und bin optimistisch. Die letzten beiden Nächte bzw. morgens hatte ich immer das Gefühl, dass es nochmal stärker geblutet hat (wenn auch immernoch harmlos), hab das Gefühl, dass die Schleimhäute über Nacht irgendwie anschwellen und die Wunden dann "spannen" oder so. Anders kann ich mir das nicht erklären. Gerade eben hatte ich auch mal wieder lecker Blutgeschmack, es ist schon etwas nervig. Von den Schmerzen her bin ich heute mit nur einer einzigen Ibuprofen600mg Tablette ausgekommen. Bin sehr stolz auf mich ;-) Ansonsten spüle ich vorsichtig mit Arnika. Wollte eigentlich noch Calendula probieren, aber dann hatte die Apotheke schon zu :-(


    Also alles in allem muss ich sagen, die Sache mit dem ewigen Bluten (auch wenn es nur wenig ist), stört mich am meisten. Die Schmerzen halten sich in Grenzen und sind durch die Tabletten gut in Schach zu halten und die Schwellung im Gesicht hatte ich mir auch wesentlich schlimmer vorgestellt.


    Ich freue mich auf den Tag, an dem es überhaupt nicht mehr blutet ;-)


    Ansonsten nochmal vielen Dank für die Tipps. Ich war wirklich in Panik ;-)

    Hallo,


    ich hatte diesen blutigen Speichel auch noch nach 4 Tagen.


    Ist wirklich nicht bedenklich, solange keine dunklen Klumpen mit rauskommen.