Weisheitszahn- und Zystenentfernung. Wie schlimm wird es wohl?

    Hallo,


    ich hoffe, ihr hattet schöne Weihnachten! Mein Weihnachtsfest wurde mir leider von einer bevorstehen Zahn OP vermiest. Daher schreibe ich nun auch hier, ich hab einfach tierisch Panik.


    Anfang des Jahres werden mir vier Weisheitszähne entfernt. Dazu kommt, dass ich eine Zyste in der Kieferhöhle habe, die wird in dem Zuge der Zahnentfernung auch gleich beseitigt. Ergo wird meine Kieferhöhle eröffnet :-( .


    Auch wenn der Arzt ganz entspannt sieht und sagt, das ist harmlos, ich hab so Panik. Nicht vor der OP an sich (habe das angebotene Propofol dankend angenommen), sondern vor den Tagen und Wochen nach der OP. Die Schmerzen, die Tatsache, dass man eine Woche lang nicht wirklich essen kann. Bin eh schon deutlich untergewichtig (aber NICHT essgestört, ist ein Stoffwechselproblem) und sehe mich schon im Krankenhaus am Tropf nach der OP. Optisch ist mein Gesicht eh schon entstellt, wie wird es dann erst aussehen, wenn ich grün und blau bin und diese tollen Hamsterbacken habe?


    Dann meinte der Arzt noch, ich werde mich wochenlang nicht nach vorne beugen können und ich darf mich vier Wochen gar nicht belasten, Sport frühestens nach sechs Wochen wieder. Ganz toll, werde mich in der Zeit nicht mal um mein Pferd kümmern können. Haare waschen und duschen ist für 14 Tage nicht erlaubt.


    Seitdem ich über Jahre einem wirklich einem sadistischen Kieferorthopäden ausgeliefert war (ehrlich, was der mit mir gemacht hat, war die Hölle pur und behandlungstechnisch völlig unsinnig und einfach nur schmerzhaft, wie ich jetzt weiß), bin ich bei allem, was den Mund, die Zähne und den Kiefer angeht, ganz besonders ängstlich.


    Hat jemand Erfahrung mit der Kombination Weisheitszähne entfernen UND Kieferhöhle eröffnen? Der Arzt sagte noch was von 14 Tagen nicht Nase putzen und nicht niesen, wie auch immer das gehen soll %:| Hab da schon gar nicht mehr zugehört vor lauter Panik.


    Am liebsten würde ich den Termin absagen, da ich nicht mal Beschweren habe. Die werden aber rüber kurz oder lang kommen, weswegen der Arzt so schnell wie möglich operieren will.

  • 12 Antworten

    Will der ZA wirklich alle Zähne plus Zyste in einer Sitzung entfernen? Wenn das so sein sollte, bist Du an den nächsten Sadisten geraten. Du solltest dir auf keinen Fall alle Zähne auf einmal entfernen lassen. Hol dir Termine für jede einzelne Entfernung der Zähne im Abstand von mind. 6 Wochen. Für die Entfernung der Zyste einen eigenen Termin. Nur so kann sich dein Körper von den Eingriffen gut erholen, ohne diese Angaben

    Zitat

    Dann meinte der Arzt noch, ich werde mich wochenlang nicht nach vorne beugen können und ich darf mich vier Wochen gar nicht belasten, Sport frühestens nach sechs Wochen wieder. Ganz toll, werde mich in der Zeit nicht mal um mein Pferd kümmern können. Haare waschen und duschen ist für 14 Tage nicht erlaubt.

    Da sollten bei dir schon alle Warnlampen blinken??Das ist schon grobe Körperverletzung, in meinen Augen handelt der ZA sträflich. Ich war ZH, weiss also wovon in spreche??Mir sträuben sich sämtliche Haare. Ich an deiner Stelle würde alle Termine absagen und mir einen anderen ZA suchen. Es gibt auch sehr gute Zahnkliniken, in denen Du dir auch ganz normal einen Termin holen kannst. Alles Gute.

    Ich hatte die Wahl, entweder alle auf einmal raus unter Narkose oder zwei Termine (jeweils eine Seite, Oberkiefer und Unterkiefer) unter örtlicher Betäubung. Da die Zyste eh unter Narkose operiert werden muss, meinte der Arzt, es sei am besten, alles auf einmal zu machen. Weniger belastend für Körper und Psyche. Alle Weisheitszähne auf einmal raus ist doch üblich, dachte ich. Ich weiß auch genau, nach dem ersten Zahn würde ich nie wieder einen Termin wahrnehmen.


    Ich denke auch, fünf Mal so einen Eingriff über sich ergehen zu lassen, ist belastender, als alles auf einmal. Die Nachwirkungen sind ja die gleichen.


    Die OP findet in einer Tagesklinik statt und wird von einem Kieferchirurgen, der ausgezeichnete Bewertungen hat, vorgenommen. Für die OP sind 40 Minuten veranschlagt, das finde ich nicht so viel. Bei meinem Vater hat der Chirurg eine sehr komplizierte Kiefer OP hervorragend durchgeführt. Daher vertraue ich dem Arzt eigentlich schon. Bin mir jetzt aber doch unsicher...

    Also ich hatte Weisheitszähne und Zysten OP getrennt. Allerdings weil viele Jahre dazwischen lagen.


    Die Zysten OP war an eine Wurzelspitzenresektion gekoppelt und unter Vollnarkose, da die Zyste schon fast an die Augenhöhle heranreichte. Die OP dauerte 1 1/2 Stunden und eigentlich hatte ich danach gar keine Probleme (und das obwohl ich am Morgen der OP eine starke Erkältung bekommen hatte). Ich denke aber, es liegt schon viel am Chirurgen. Nach der OP habe ich gekühlt, aber keinerlei Schmerzmittel gebraucht, auch war der Backen weder recht dick noch blau. Das einzige war ein stark eingerissener Mundwinkel.


    Ich würde es mir aber auch schwer überlegen alles auf einmal machen zu lassen. Insgesamt habe ich 4 Wochen Antibiotika gebraucht. Das lag aber daran, dass der operierte Zahn nach dem Fäden ziehen auseinander gebrochen ist und gezogen werden musste. Zwei Wochen später kam nochmal ne OP, weil Knochenfragmente in der Wunde geblieben waren.

    Ich würde an deiner Stelle auch alles auf einmal machen lassen. Wenn die Zysten-OP eh unter Vollnarkose gemacht wird, dann würde ich bei der Vollnarkose auch gleich die Weisheitszähne entfernen lassen. Es gibt keinen Grund sich die Entfernung von Weisheitszähnen bei Bewusstsein anzutun, wenn man es auch unter Vollnarkose mitmachen lassen kann. Und warum sollte man sich die Schmerzen danach zweimal antun? Alles auf einmal, für die ersten Tage danach gibt es gute Schmerzmittel und es wird von Tag zu Tag besser. Und dann hast du es hinter dir! :)* :)* :)*

    Also mein 14jähriger Sohn hat heuer im Juni in einer OP alle Weisheitszähne raus und "unterirdisch" an drei im Kiefer steckengebliebenen Frontzähnen Brackets samt Goldkettchen geklebt bekommen.


    Ich hatte absolute Panik, hab mir ausgemalt dass der Arme mindestens zwei Wochen nix wird essen können, das er höllische Schmerzen haben wird - und was war? Freitag Mittag OP im KH...abends heim....nachts zweimal Schmerztablette und zwei, drei Tage weiches Essen....und dann war es vorbei!


    Es war viel harmloser als wir es jemals für möglich gehalten hätten....

    Zitat

    Ich hatte die Wahl, entweder alle auf einmal raus unter Narkose oder zwei Termine (jeweils eine Seite, Oberkiefer und Unterkiefer) unter örtlicher Betäubung.

    Jeweils eine Seite Ober- und Unterkiefer wäre noch ok. Dann könntest Du immerhin noch die andere Seite belasten. Zyste extra. Ich mache dich nochmal aufmerksam auf

    Zitat

    Dann meinte der Arzt noch, ich werde mich wochenlang nicht nach vorne beugen können und ich darf mich vier Wochen gar nicht belasten, Sport frühestens nach sechs Wochen wieder. Ganz toll, werde mich in der Zeit nicht mal um mein Pferd kümmern können. Haare waschen und duschen ist für 14 Tage nicht erlaubt.

    Hinzu kommt noch die Dehnung der Kiefergelenke durch die Op. Viele haben noch Jahre später Kieferprobleme. Eventuell Schmerzen, die auch länger dauern können. Wie willst Du denn vernünftig essen?


    Das Du das gerne unter Narkose durchführen lassen willst kann ich verstehen. Nur mit zeitlichem Abstand lässt sich das doch auch durchführen, indem man erst das Wichtigste erledigt. Für mich ist das sonst eine Behandlung, die mit Brachialgewalt durchgeführt werden soll.


    Das Du Panik bzw. Angst hast ist nachvollziehbar aufgrund deiner bisherigen Erlebnisse. Versuche wenigstens, wenn Du dich damit anfreunden und durchsetzen kannst, das auf zwei Eingriffe unter Narkose durchführen zu lassen. Bitte verstehe meine Argumentation nicht als Angst machend. Ich versuche nur, dir die Nachteile einer einmaligen Op zu verdeutlichen. Wie immer Du dich entscheidest, ich wünsche dir alles Gute.

    Danke für eure Beiträge.


    Ich hab heute noch mal mit dem Chirurgen gesprochen und er rät dringend dazu, alles auf einmal machen zu lassen. Einmal weil Eile besteht und man nicht nach jedem Eingriff ewig warten könnte, bis wieder eine Vollnarkose möglich ist. Daher, wenn mehrere OPs, dann nur unter örtlicher Betäubung %:| .


    Zweitens meint er, habe ich viel mehr zu leiden, wenn es mehrere OPs werden. Denn die genannten Einschränkungen gelten auch jeder OP von Neuem. Ist also viel cleverer, das alles in einem zu machen. Sonst dürfte ich mir 3x 14 Tage lang die Haare nicht waschen und Co. Zudem meinte er, ist es mitnichten so, dass man, wenn nur eine Seite operiert wird, auf de anderen Seite problemlos kauen könnte. Der Mund geht einfach nicht weit genug auf durch die Fäden^^. Egal, ob jetzt an einer oder beiden Seiten. Auch da ist es also schlauer, sich dem Drama einmal auszusetzen, als mehrfach wochenlang nichts essen zu können. Die Zyste zu entfernen ist wohl das geringste Problem. Da wird dann halt die Kieferhöhle eröffnet, was aber vermutlich so oder so passiert wäre beim entfernen der Zähne, da der eine Zahn besonders doof liegt.


    Klingt für mich alles plausibel, ich werde also tapfer sein und alles auf einmal machen lassen. Und dabei beten und hoffen, dass es schneller verheilt, als ich denke.

    Eine Freundin von mir hat im Herbst auch alles auf einmal machen lassen. Es war nicht schön, aber weniger schlimm als befürchtet. Ja, sie war ziemlich hamsterbackig und blaugrüngelb, aber das war eher ein Schönheitsproblem. Die Schmerzen waren in den ersten Tagen durchaus da, aber mit Medikamenten gut beherrschbar (es brauchte aber ein wenig mehr als Paracetamol, Aspirin oder eine 400er Ibuprofen. Wir reden über Novalgin und anfangs auch Tramal/Tilidin). Ruhig verhält man sich eh aufgr. von Schmerzen, Druckgefühl etc. Wichtig wäre, da mit dem Chirurgen nochmals drüber zu sprechen. Es gibt immer wieder Fälle bei ambulanten Eingriffen, wie nur ein paar Medikamente mitgegeben werden, die nicht ausreichen für die erste Nacht.


    Vorteil bei meiner Freundin war eindeutig, dass es nur EIN Mal war. Sicherlich nicht ganz ohne, aber nur ein Mal. Ernährungstechnisch hat sie sich mit sehr viel Flüssigkeiten geholfen (vom Arzt beraten lassen, was tabu ist!). Es war nicht die gesündeste Zeit, aber es ging.

    Bei mir wurde eine sehr große Zyste im Kieferknochen ambulant operiert und ein Knochenaufbau gemacht. Nach reiflicher Überlegung habe ich das bei meinem Zahnarzt machen lassen. Erstens, weil ich meinem Zahnarzt vertraute und zweitens weil der kontaktierte Kieferorthopäde noch viel mehr Geld dafür haben wollte. Meine (gesetzliche) Krankenkasse wollte das nämlich mit der Begründung nicht bezahlen, weil eine Kieferknochenzyste nichts Zahnmedizinisches wäre. Aber das ist hier jetzt nicht das Thema.


    Bei mir ist die ambulante OP optimal verlaufen. Schmerzmittel habe ich nur die erste Nacht und am Folgetag genommen. Danach hatte ich keine Schmerzen mehr. Eine dicke Backe hatte ich allerdings schon ein paar Tage lang.


    Weisheitszähne wurden bei mir mal die zwei oberen in einer ambulanten Sitzung gezogen. Das war ein Klacks. Nach der Entfernung eines unteren Weisheitszahnes war ich jedoch zwei Tage richtig krank mit an die 40 Grad Fieber. Von daher finde ich deine Entscheidung, alles in einer Sitzung machen zu lassen, nicht verkehrt.


    Ich empfehle, vor deiner OP einen großen Topf Hühnersuppe zu kochen. Die ist nahrhaft und sättigt. Milchprodukte sollen in den ersten Tagen umstritten sein; mir wurde davon abgeraten. Allerdings soll abgekochte Milch wie beispielsweise in Kartoffelpüree okay sein. Wurde dir diesbezüglich etwas gesagt?

    Ich finde deine Entscheidung gut! :)^


    Hätte ich auf jeden Fall auch so gemacht.


    Ich hatte einmal eine ähnliche OP im Kieferbereich, die auch beide Seiten betraf. Ich will mir auch gar nicht vorstellen, was das für ein Gefühl sein muss, wenn man eine Seite gemacht hat, man liegt auf der Couch mit Kühlakku, es wird von Tag zu Tag besser und man weiß genau, dass man das sehr bald von ganz neuem nochmal durchmachen muss und hat deshalb Angst vor dem neuen Eingriff. :-/ :|N Und natürlich kann man dabei dann trotzdem nicht beschwerdefrei einfach auf der anderen Seite kauen.


    Im Nachhinein betrachtet war es eigentlich eine schöne Zeit für mich nach der OP: Dank Ibu600 hatte ich keine Schmerzen, ich war total stolz auf mich und glücklich das durchgezogen zu haben, es gibt viele nahrhafte und leckere Suppen (mit nicht-getoasteten Toastbrot-Stückchen drin 8-) )... und wann darf man schonmal ein paar Tage so dermaßen faul auf der Couch liegen und Fernsehen gucken? ;-)

    Morgen ist es soweit %:| Leider auch nicht direkt morgens, sondern erst um 17h.


    Allerdings gab es eine Planänderung. Der Witz ist nämlich, ich wollte gestern den Bericht und die Bilder des CT abholen, da hatte der Chirurg drum gebeten. Der hatte nur die MRT Bilder gesehen. Der HNO Arzt hingegen hatte beide Bilder und Berichte und daraufhin die Diagnose gestellt. Joa, ich hole das ab, gucke natürlich auch rein und stelle fest, so schlimm klingt das nicht. Es ist nicht mal eine Zyste, sondern "nur" zu viel Schleimhaut. Vor allem stand da sogar drin, konservative Therapie empfohlen, erst mal keine OP notwendig, solange keine Beschwerden. Super zu wissen. Beschwerden hab ich nicht. Also auf die Schnelle noch mal zu einem anderen HNO, der die CT Bilder und den Befund jetzt auch nicht so dramatisch fand und meinte, seiner Meinung nach würde eine konservative Therapie ausreichen, wenn die Ursache (der Zahn) beseitigt wird. Mit den neuen Befunden war dann auch der Kieferchirurg der Meinung, es sei sogar besser, wenn nur die Zähne entfernt werden.


    Jetzt werden, wenn alles klappt, also "nur" die vier Weisheitszähne entfernt. Schlimm genug, aber besser, als wenn da noch an der Kieferhöhle rumgeschnitten wird. Ich hoffe nur, dass ich Glück habe und es nicht dennoch zur Eröffnung kommt, das kann bei der Zahnentfernung wohl passieren %:|


    Der Arzt verschreibt prinzipiell Ibuprofen 600 nach solchen Eingriffen, ich hab aber auch Novalgin zu Hause. Was mir jedoch wirklich Sorgen bereitet, ist das Essen. Ich bin eh schon sehr, sehr dünn und nehme rapide ab, wenn ich nur einen Tag zu wenig esse. Und mit Suppen und Co. bekommt man nun mal nicht so viele Kalorien aufgenommen. Zumal ich auch noch weiß, früher beim Kieferorthopäden hab ich es gehasst, nach zwei Tagen konnte ich süßes Zeug wie Pudding und Co. nicht mehr sehen, sondern wollte was Herzhaftes zum Kauen^^


    Der Arzt ist total entspannt, der meint, ich könnte auch Joghurt und Co essen. Aber im Internet lese ich überall, dass man das nicht darf.


    Ich werde mich morgen oder vermutlich eher übermorgen melden und berichten, wie es gelaufen ist. Ich hoffe, dass ich so viel Glück wie mein Vater habe, der war zwei Tage später schon wieder fit, ist arbeiten gegangen und konnte normal, wenn auch etwas langsamer essen. Geschwollen oder bunt war da nichts, der Arzt meinte, er spritz schon während der OP was, damit es gar nicht zu so massiven Schwellungen kommt.


    Und ich hab Angst vor Nachblutungen {:(