Welche Füllung? Zement das richtige?

    Hallo,


    ich habe seit einigen Jahren in meinen hinteren Backenzähnen Füllungen. Begonnen hat das bei einem, beim nächsten oder übernächsten ZA Besuch, kam die andere Seite dran. Beim letzten Vorsorgebesuch hat er beide Füllungen unten ausgebessert und mir oben eine neue gemacht. Aber irgendwie, bin ich mir diesen Kunstofffüllungen nicht zufrieden. Habe immer wieder Schmerzen.


    Da ich vor ca. 2 Woche für mehrere Tage Schmerzen hatte und dann immer wieder mal ein bischen, war ich gestern beim ZA. Der hat die eine Seite gleich aufgebohrt und meinte, dass die Füllung wohl nicht so 100% war und ich deshalb nach ca. 4 Monaten schon wieder Probleme damit habe.


    Anscheinend kommt er mit den Kunstofffüllungen nicht so recht klar. Auch wie ich im www lesen konnte, ist es mit der Haltbarkeit nicht so gut, was aber öfters mal am ZA liegt. Jedenfalls hat er kurz damit begonnen, eine Füllung zu machen, dann aber abgebrochen, weil es wohl wieder nichts 100% wird. Im Moment habe ich ein Provisorium drin.


    Mein ZA hat nun vor, mir eine Zementfüllung zu machen. Was ist davon zu halten? Auf die Frage wie lange so eine Füllung hält, meinte er nur, dass diese bei mir recht gut halten würde, da sie nur im inneren des Zahnes sitzt und außen rundum vom Zahn begrenzt wird. Nach oben, (also die Kaufläche) ist sie natürlich offen. Aber wie lange sie nun wirklich hält, konnte er mir nicht sagen. Was gäbe es für alternativen? Habe nicht vor mir einmal im Jahr die Füllung erneuern zu lassen. Dabei wird ja immer mehr vom Gesunden Zahn entfernt.


    Als er das erste mal bohrte, dachte ich mir, naja, das ist ja nichts weiter. Beim 1. mal ausbessern, hat es dann schon etwas mehr gezogen und beim letzten mal recht heftig, auch habe ich das Gefühl, dass das Loch recht rießig ist.


    Außerdem sagte mir mein Zahnarzt, dass für diesen Zahn sowieso mal eine Krone fällig wär, bzw. fällig sein wird. Ich mein ich bin gerade mal 20 und versuche eigentlich schon einiges für meine Zähne zu tun. Und tortz täglich 2mal Zähneputzen, werden die Probleme immer größer.


    Da es auf der anderen Seite auch öfters mal zieht, will er das gleiche machen. Erstmal alte Füllung entferene, dann für ca. 1 Woche ein Provisorium rein und dann wieder eine Füllung. Evtl. Zement. Hab ihm noch nicht danach gefragt. Kann man das nicht anderweitig überprüfen, ob die Füllung nicht 100%tig ist und evtl. ein Mikrospalt oder Karies unter der Füllung existiert?


    Gruß


    Tobi

  • 13 Antworten

    Hi Hase,


    leider weiß ich nicht, ob das so ohne weiteres geht, da ich Momentan im Zivildienst tätig bin und eigentlich nur einen Behandlungsschein im Quartal bekomme.


    Aber was ist davon zu halten, das Loch mit Zement zu füllen.


    Solange die andere Seite nicht schlimmer wird, kann ich das ja lassen. Oder könnte sich das innerhalb der nächsten Monate verschlächtern? Ich glaube aber, dass am Zahn weiter vorne auch ein Loch ist. Hatte ihn das letze mal versehendlich die falsche Seite gezeigt, weshalb er meinte, da ist nichts. Werde da nochmal nachfragen. Allerdings möchte ich da dann schon was gescheites, was auch etwas länger hält.


    Wenn ein Zahn mit Karies befallen ist, wie schnell muss man da handeln, damit die folgen nicht zu groß werden?


    Gruß


    Tobi

    Zement ist auf Dauer nicht haltbar genug. Er wäscht sich aus. Wie schnell so ein Loch zu groß wird, ist nicht voraussehbar. Du kannst Dir aber eine Überweisung geben lassen, um zu einem anderen Za zu gehen (ist natürlich eine blöde Sache)

    Ich kenne meine Zahnarzt zu lange! Das ist auch vermutlich der Grund, warum ich immernoch bei Ihm bin. Von daher hingehen und um eine Überweißung bitte, wäre da sehr, sehr blöd.


    Ich habe im Internet von jemanden gelesen, der sich aus gewissen Gründen immer nur Zementfüllungen machen lässt, die er dann bei bedarf erneuern lässt. Angeblich wird der alte Zement nur herausgekrazt, wodruch nichts vom Zahn verloren geht, wenn die Füllung erneuert wird. Bei Kunststoff ist das ja leider nicht gegeben. Ist die Aussage korrekt, oder wird man, wenn man die Zementfüllung erneuert immer wieder etwas vom Zahnschmeltz entfernen?


    Für mich heißt es jedenfalls, das vorhandene Loch erstmal schließen lassen und sollte es sich auf der anderen Seite wirklich um ein Loch handeln, sollte ich das auch gleich zumachen lassen. Bleibt nur die Frage, was ich mit meiner anderen Füllung, die hin und wieder zieht mache?


    Angenommen eine Krone wäre in den nächsten Jahren ohnehin nicht zu vermeiden, hab ich da evtl. die Chance, dass ich da als Zivildienstleistenter mehr Zuschuss bekomme, als wenn ich nach wieder in der Familienversicherung bin? Weil dann könnte man die Krone auch etwas eher machen.


    Gruß


    Tobi

    Zitat

    Angeblich wird der alte Zement nur herausgekrazt, wodruch nichts vom Zahn verloren geht, wenn die Füllung erneuert wird.

    Ist quatsch;-) Dabei wird immer Zahnsubstanz entfernt!


    Sicher mußt Du den Zahn versorgen lassen. Macht Dein ZA kein Amalgam mehr, oder hast Du damit Probleme?


    Ich habe keine Ahnung, wie das mit der Krone läuft, aber ich meine, Du mußt das vorher begutachten lassen:-/

    Also ich bin mir im Moment recht unsicher, was ich machen soll. Auf Amalgan habe ich ihn bisjetzt noch nicht angesprochen. Da das ja viele ablehnen, dachte ich, dass es schon seinen Grund haben wird, dass er Kunststoff verwendet. Er hat mich bis jetzt auch eigentlich nicht gefragt, was ich möchte. Habe mir auch keine Gedanken darüber gemacht.


    Da ich diesmal aber unfertig nach Hause bin, konnte ich mich erstaml etwas weiter Informieren.


    Für Kunstofffüllungen könnte es evtl. schon zu spät sein, da er ja recht viel vom Zahn entfernt hat. Und sollte ich den Zahnarzt wechseln, wird das vermutlich auch teuer. Mein Zahnarzt hat mir bisher noch nichts für die Füllungen berechnet. Meine Mutter musste aber immer so 10 oder 20 Euro traufzahlen. Dachte, dass man in meinem Alter vielleicht kein Amalgan mehr einsetzt.


    Wie sieht es aus, wenn ich mir jetzt Amalgan einsetzten lasse und später eine Goldkrone brauche. Müssen dann alle Füllungen mit Amalgan raus?


    Was hätte ich sonst für Alternativen? Kunstoff, hat mich bis dato nicht überzeugt. Vielleicht liegt es an meinen Zähnen, vielleicht an der Verarbeitung. Amalgan ist ja umstritten und Zement nicht wirklich lange haltbar.


    Geht man in meine Alter wirklich schon dazu über, Kronen einzusetzten. So wie mein Zahn aussieht würde meiner Meinung nach auch ein Inlay aus Gold reichen. Oder meint der ZA das damit?


    Gruß


    Tobi

    Ob und wann man Kronen einsetzt, hängt nicht vom Alter des Patienten ab, sondern von seinem Zahnstatus! Mit einem Goldinlay würdest du bestimmt nichts falsch machen. Wenn du dir jetzt Amalgam einsetzen lässt, sollte dieses wieder entfernt werden, wenn später z. B. eine Goldkrone an einem anderen Zahn eingesetzt wird. Aufgrund der unterschiedlichen Spannungspotenziale der Metalle fließt in so einem Fall unaufhörlich ein geringer Strom (Stichwort: galvanisches Element), der die Amalgamfüllung zerstört und die in ihr enthaltenen unedlen und gesundheitsschädlichen Bestandteile löst und somit in den Verdauungsapparat schwemmt.

    Ich habe auf einem Backenzahn (Kaufläche) seit über 11 Jahren eine Zementfüllung. Sie ist noch Original!


    Ich habe den Zahnarzt schon auf das Alter angesprochen; er ist der Ansicht, dass man alte Füllungen lassen sollte - ist wohl auch richtig.


    Eine Krone würde ich mir nur machen lassen, wenn der Zahn sonst unter dem Kaudruck wegzubrechen droht, also schon viel Substanz fehlt.

    Was würde so ein Goldinlay, bzw. eine Krone kosten?


    Egal ob Goldinlay oder Amalgamfüllung, beides muss ja irgendwann mal ersetzt werden. Da ich meinen Zahn für die nächsten 60-80 Jahre erhalten möchte, welches Material könnte man da am besten tauschen, ohne den Zahn weiter zu verkleinern?


    Sollte der Zahn in den nächsten Jahren weiterhin Probleme machen und eine Wurzelbehandlung oder ähnliches nötig sein, dann hab ich das Geld vermutlich um sonst investiert, oder kann man die Krone dann nachher wieder einsetzen?


    Bevor ich mich für eine Krone oder Inlay entscheide, wäre es dann sinnvoll, sagen wir mal für ein Jahr, eine Zementfüllung zu machen, um zu schauen, ob der Zahn nun entgüldig Ruhe gibt?


    Dann bin ich auch nichtmehr im Zivildienst und kann Problemlos die Meinung von 2 oder besser 3 Ärzten einholen.


    Außer ich bekomme im Zivildienst einen höheren Zuschuss, dann sollte man das natürlich nutzen.


    Gruß


    Tobi

    Zitat

    Außer ich bekomme im Zivildienst einen höheren Zuschuss, dann sollte man das natürlich nutzen.

    Den bekommst Du nur, wenn der Gutachter sein ok gibt, aber in Anbetracht der leeren Kassen...


    Eine Amalgamfüllung hält etwa 10-15 Jahre und ist Zuzahlungsfrei.


    Gold ist am haltbarsten, kann ewig halten. http://www.zhkplus.de/berichte/T1.shtml


    Zement ist wie gesagt nur für den Übergang gedacht und wäscht sich aus. Entscheiden mußt Du, bzw der Geldbeutel.

    Wichtig ist die langjährige Haltbarkeit.


    Keramikinlays kämen da auch noch in Frage, überlege dir halt, was du, wenn du ALLES selber zahlen müßtest, (und das Geld hättest), machen lassen würdest, d.h. die beste Zahnalternative. Und wenn du diese Kosten absolut nicht tragen kannst, nimmst du halt die Zweitbeste, usw.


    Und, mache es dir nicht zu einfach. Am besten wäre ein ZA, dem du vertrauen kannst, der für dich mitentscheidet. ZÄ verstehen halt sehr viel, aber unterliegen auch Strömungen.

    Hi,


    ich bin am Dienstag wieder bei meinem ZA. Dann werde ich mal mit ihm sprechen. Mein ZA ist halt schon relativ alt. Und vielleicht liegt es da dran, dass er mit den Kunstofffüllungen nicht so recht klar kommt.


    Habe mich jetzt auch weiter im Internet informiert und ein Inlay oder eine Krone aus Gold, wäre vermutlich wesentlich besser als eine Füllung. Auch was langfristig meine Gesundheit betrifft.


    Da meine Mutter schon einige Kronen von diesem ZA hat und keine nennenstwerten Probleme damit hatte, denke ich schon, dass ich ihn in diesem Punkt vertrauen kann.


    Was mich aber aus rein kosmetischen Gründen mehr interessiert, wäre eine verblendete Goldkrone, so dass man das Edelmetall nicht sieht. Macht das einen großen preislichen Unterschied und wie ist es mit der Haltbarkeit? Muss die Krone dann erneuert werden, wenn die Verblendung abfällt?


    Gruß


    Tobi

    Preislich nimmt sich das oft nicht viel, da ein Teil der Goldmenge wegfällt. Verblendete Kronen halten auch genauso lange, wie unverblendete, es sei denn Du machst Kronkorken damit auf;-) Wenn die Verblendung abgebröselt sein sollte, muß man die Krone nur aus ästhetischen Gründen neu manchen, machmal hilft anfinieren, ansonsten halt neu.