Wurzelbehandlung wegen Schmerzen nicht möglich

    Ich habe einen hinteren unteren 7er Backenzahn, der Wurzelbehandelt werden soll.


    Arzt hat schon das nervabtötende Toxavit-Mittel draufgetan, aber nicht direkt auf den offenen Nerv, sondern wo er noch nicht ganz offen war. Der Zahn ließ sich nie richtig betäuben. Jetzt sind wir bei der 7. bis 10. Sitzung. Er hat einen nicht entzündeten Kanal fast leer gekriegt, 2 auf dem Röntgenbild entzündete Kanäle sind gerade mal am Anfang. Es ist einfach nicht möglich weiterzumachen, weil immer nach einiger Zeit er mit der Bohrnadel an eine Stelle kommt, wo der Nerv beim drinrumbohren einfach schrecklich anfängt wehzutun. Er kann einfach nicht weitermachen, die schmerzen werden zu stark, wenn er weitermachen würde, müßten wir damit rechnen, daß ich irgendwann so ekelhaft zucke, daß die Bohrnadel im Wurzelkanal abbricht und steckenbleibt.


    Er schlägt mir vor, den Zahn ziehen zu lassen, falls beim nächsten vor Schmerzen sich der restliche Nerv nicht aus dem Wurzelkanal entfernen läßt. Er probiert es nur jedes 2. oder 3. Mal mit Betäubungsspritze. Er meint, der rest vom "abgetöteten Nerv" müßte eigentlich nicht mehr betäubt werden, weil es nix zu betäuben gäbe. Er meint auch er bräuchte nicht jedes Mal eine Betäubung machen, weil wenn der Nerv sich nicht betäube ließe wäre das, weil er dafür zu Entzündet ist.


    Ist das normal? Oder kann es auch sein, daß er das Betäubungsmittel nicht immer an die richtige Stelle gespritzt hat? Die Lippe wird auch nicht immer richtig Taub. Beim letzten gestorbenen Zahnarzt wurde die Lippe immer ganz taub. Ist das normal? Kann man eine Betäubung so gut setzen, daß die Lippe weniger Taub wird? Kann ein Zahn so entzündet sein, daß beim Betäuben die Lippe trotzdem nicht taub wird?


    Er schmerzt ja nicht, ich kann auf dem provisorisch verschlossenen zur Hälfte Wurzelbehandelten Zahn prima Kauen ohne daß man irgendwas merkt.


    Müßte der Zahn nicht auch ganz schrecklich weh tuen, wenn man versucht, ihn trotz fehlerhaft anschlagender Betäubung zu ziehen?


    Ich weiß nicht, was ich jetzt machen soll. Ich will den Zahn noch nicht ziehen lassen. Und daß man ihn wegen der Schmerzen beim drinrumprokeln nicht behandeln kann, ist irgendwie doof. Soll ich mal zu nem anderen Zahnarzt gehen? Ist das normal daß die Lippe nicht ganz taub wird?


    Kann ich mir auch vom Kieferchirurg den Wurzelkanal zuende behandeln lassen, oder macht der das nur, wenn er auch gleichzeitig eine Wurzelspitzenresektion machen darf? (Weil der hatte den letzten Zahn mit Wurzelbehandlung, der noch viel entzündeter auf dem Röntgenbild war, fast ohne Schmerzen behandelt gekriegt, nur halt mit Wurzelspitzenresektion zusätzlich)

  • 15 Antworten

    Hat er denn auch direkt in den Zahn in die schmerzhaften Kanäle gespritzt? Damit bekommt man die Fasern auch oft taub.

    Zitat

    Kann ein Zahn so entzündet sein, daß beim Betäuben die Lippe trotzdem nicht taub wird?

    Antibiotika hast Du nicht bekommen?

    Zitat

    Er schlägt mir vor, den Zahn ziehen zu lassen

    Das sollte das letzten sein, was gamcht wird, von daher würde ich eine weiter eMeung einholen, wenn Du Dir das leisten kannst auch zu einem Endodontolgen gehen.

    Ist halt die Frage, was da los ist. Nicht immer muß ein AB gegeben werden, aber in einem akuten Entzündungsstadion...vielleicht wäre es da sinnvoller. Kann aber auch sein, dass er da nicht die richtige Stelle für die Betäubung trifft, gerade da hinten kommt das vor. Man kann aber direkt in die Kanäle betäuben.

    Er hatte ganz am anfang mal Clindamycin verschrieben. Heute hat er eine Mischung aus Antibiotika/Schmerzberuhigungsmittel irgendwas reingetan.


    Er hat nie versucht, direkt über die Kanäle zu betäuben, obwohl ich ihn schon mehrmals gefragt habe. Er meinte immer, das würde ja nix nützen, weil das Betäubungsmittel dabei nicht genug in den Nerv reingehen würde und nur außendrumherum fließen würde.

    antibiotika ist auf jeden fall schonmal deshalb sinnvoll, weil eine betäubung bei einer entzündung überhaupt nichts bringt.


    ob er nun falsch gespritzt hat, kann man natürlich nicht beurteilen. allerdings weißt du es dann beim nächsten versuch ":/

    nützt denn auch das nehmen von z.B. Ibuprofen was, obwohl der Zahn nicht schmerzt, weil das ja etwas entzündungshemmend sein soll, oder nützt das nix? Nützen Aspirin was um das Blut zu verdünnen? Weil bei intakter Wurzel sollen diese ja einen Überdruck in der Wurzel verhindern können durch die Blutverdünnung. Aber nutzt das auch was bei offener Wurzel? Ich glaub nicht oder? Ich glaube Antibiotika wird er nicht nochmal verschreiben, weil ja schon das Antibiotika als Zahnfüllung seine Wirkung tuen soll.

    es tut ja nix weh. Und er muß auch wenn es der Arzt sagt nicht direkt gezogen werden. In sofern könnte ich locker noch 1,5 Wochen Aspirin nehmen, ohne daß ich einen Schaden dadurch habe. Aber warum keine Ibuprofen?


    Ich bezweifel ja, daß die Antibiotika wirklich reichen, wenn der Zahn derart entzündet ist, daß er sich wirklich gar nicht betäuben läßt. Und wenn es doch an der Betäubung liegt, müßte man den Zahnarzt erstmal dazu überzeugen, daß es auch an der Betäubung liegt.

    10 tage vor operationen soll kein blutverdünner genommen werden.


    Ibu wird üblicherweise für gelenke, rücken etc gegeben.


    was soll die mixerei mit medikamenten und die selbstbehandlung?


    Ruf doch den Arzt an, wenn du es nicht glaubst.

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    Zitat

    Er meinte immer, das würde ja nix nützen, weil das Betäubungsmittel dabei nicht genug in den Nerv reingehen würde und nur außendrumherum fließen würde.

    Mein Chef bekommt das hin, also sollte es wohl gehen ":/

    Zitat

    nützt denn auch das nehmen von z.B. Ibuprofen was, obwohl der Zahn nicht schmerzt, weil das ja etwas entzündungshemmend sein soll, oder nützt das nix? Nützen Aspirin was um das Blut zu verdünnen? Weil bei intakter Wurzel sollen diese ja einen Überdruck in der Wurzel verhindern können durch die Blutverdünnung. Aber nutzt das auch was bei offener Wurzel? Ich glaub nicht oder?

    Auf keinen Fall Aspirin, das verdünnt das Blut, sollte der Zahn aus irgend welchen Gründen gezogen werden müssen, stoppt die Blutung nicht. Also keine Experimente!

    Zitat

    In sofern könnte ich locker noch 1,5 Wochen Aspirin nehmen, ohne daß ich einen Schaden dadurch habe. Aber warum keine Ibuprofen?

    Aspirin ist auch schädlich für den Magen, lies Dir mal die Nebenwirkungen durch.

    Zitat

    Und wenn es doch an der Betäubung liegt, müßte man den Zahnarzt erstmal dazu überzeugen, daß es auch an der Betäubung liegt.

    Ich würde, wie gesagt einen Endodontologen aufsuchen.

    Also ich bin es nochmal. Die letzte Behandlung beim Zahnarzt war erfolglos. Trotz des Antibiotikas ließ sich der Zahn nicht betäuben. die Backe und die Lippe war wieder nicht taub. Diesmal kam er mit der Nadel noch schlechter in den Nerv rein als früher, weil es noch früher wehtat. Er überwies mich zum Kieferchirurgen. Dieser hätte bestimmt ein Röntgengerät, um eine 3d-Aufnahme zu machen auf der man sehen könne, ob der Gesichtsnerv tatsächlich so nah neben dem Zahn herverläuft, wie auf dem 2d-Bild zu sehen.


    Der Kieferchirurg machte ein neues Röntgenbild. Das Gerät sah so aus wie das Röntgengerät vom Zahnarzt. Wenn ich glauben müßte, was das für ein Gerät ist, dann würde ich sagen, daß es ein normales Röntgengerät für eine Rundumaufnahme ist.


    Der Kieferchirurg empfahl mir erneut den Zahn zu ziehen, weil der Gesichtsnerv so nah neben dem Zahn herläuft.


    Ich fragte den Kieferchirurg nochmal. Er wollte den Zahnarzt nochmal anrufen und mit ihm reden. Eine halbe Stunde später guckten mich alle ganz verwirrt an. Der Arzt hatte ihnen am Telefon erzählt daß man nix über mich wisse und nicht bei ihnen in Behandlung sei. Der Kieferchirurg empfehle aber das Ziehen des Zahnes (Zahn 47)


    Frage jetzt:


    Wenn der Gesichtsnerv direkt neben dem Zahn her verläuft, müßte dann nicht egal ob Zahn entzündet oder nicht, auf jeden Fall voll die Backe und die Lippe nach der Betäubung taub werden? Die wurde fast gar nicht taub?


    Kann es sein daß der Nerv beim drinrumbohren nur weh tut, weil der Zahnarzt nicht die richtige Stelle zum betäuben erwischt hat?


    Wird die Einschätzung des Kieferchirurgen ausgereicht haben, um erkennen zu können, daß der Nerv direkt unter dem Zahn verläuft, oder braucht man dafür doch noch ein 3d-Röntgengerät. Woran kann man das Gerät erkennen?


    Ob der Kieferchirurg den falschen Zahnarzt angerufen hat?

    Was da genau falsch gelaufen ist, kann Dir hier keiner sagen.


    Meine Frage wäre dann nur, wenn das anatomische Probleme ist, wie will der ZA denn die Stelle betäuben, wenn er den Zahn zieht??? Er muß ja auch den Nerv da taub bekommen???


    Zu dem Röntgengerät kann ich auch nur googlen So sollte das in etwa aussehen, also wie ein "normales" Gerät.