Zahnfleischentzündung - keine Beschwerden (Wurzelbehandlung)

    Hallo zusammen,


    ich war heute zur Kontrolle beim Zahnarzt. Eigentlich ist mit meinen Zähnen soweit alles okay, aber ich hatte vor 7 Jahren eine Wurzelbehandlung an einem Backenzahn unten rechts, der sich jetzt nach so langer Zeit entzündet zu haben scheint. Mein letzter Kontrolltermin war im Sommer, damals bestand das Problem noch nicht. Beschwerden habe ich auch keine, weswegen mir die Entzündung von selbst gar nicht aufgefallen wäre.


    Mein Zahnarzt meinte allerdings, der Zahn könnte nach so vielen Jahren durch all die Belastung einen Riss bekommen haben, und hat sofort dazu geraten, den Zahn komplett zu entfernen und nach der Abheilzeit entweder durch eine Brücke oder ein Implantat ersetzen zu lassen.


    Ich fand es ehrlich gesagt ziemlich schockierend, ohne Beschwerden zu einem einfachen Kontrolltermin zu gehen und mit der Nachricht, dass ein Zahn gezogen werden soll, nach Hause zu kommen. Gibt es hier keine anderen Behandlungsmöglichkeiten wie Antibiotika zur Behandlung der Entzündung? Sollte ich hierzu eine zweite Meinung einholen, oder ist ein Ziehen des Zahns wahrscheinlich unvermeidbar? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?


    Danke!

  • 6 Antworten

    Hm, die Frage ist natürlich, ob das was bringt, wenn der Zahn einen Riss haben sollte. Sind das Alternativen, die in der Regel von Erfolg gekrönt sind, oder handelt es sich dabei eher um letzte verzweifelte Versuche, das Unausweichliche zu vermeiden?

    Garantie gibt es keine, genau so wie es für eine Wurzelbehandlung keine Erfolgsgarantie gibt.


    Die erste Option wäre quasi eine wiederholte Wurzelbehandlung.


    Das kann schon klappen, kann aber auch schief gehen, und es kann vor allem bei der Wurzelspitzenresektion zu weiteren Komplikationen und damit verbundenem Leiden kommen.

    Sorry, aber eine Zahnfleischentzündung, wie der Titel es sagt, würde von meiner ZÄ genau dort behandelt werden.


    Am Zahnfleisch. Was hat der Zahn damit zu tun?


    Ich habe schon Einlagen in Zahnfleischtaschen bekommen mit örtlichem Antibiotika, da wurde gepinselt mit Pyralvex und und und...


    außerdem erst mal eine professionelle Zahnreinigung, um Zahnstein zu entfernen und und und.

    Sorry, das war vielleicht falsch formuliert. Es handelt sich nicht um eine Zahnfleischentzündung. Zumindest nicht äußerlich. Dort fand sich nur ein kleines Bläschen, das der Zahnarzt verdächtig fand. Daraufhin wurde der Zahn geröntgt, und es hat sich herausgestellt, dass die Entzündung wohl unter dem Zahn liegt, wenn ich alles richtig verstanden habe (auf solchen Röntgenbildern erkennt man als Laie ja nicht wirklich viel).

    Deshalb: IMMER eine Krone auf einen Wurzelkanalbehandelten Zahn. Tote Zähne werden porös und brechen meistens irgendwann ab!


    Sollte kein Riss im Zahn sein, kann man ihn evt mit einer WSR (Wurzelspitzenresektion) retten. Dafür würde ich einfach mal einen Termin beim Kieferchirurgen ausmachen und mich dort beraten lassen. Ziehen kann man den Zahn immer noch, falls er nicht mehr zu retten ist.