Zahnschmerzen nach Runterschleifen

    Hallo,


    Am 30.4. war mir der hinterste Backenzahn (7 unten links) weggebrochen, tat auch sofort weh, habe ihn notversorgen lassen, es wurde etwas Zeug drangemacht, damit erst mal zu ist und dann zum ZA. Mit dem Hinweis, ist "nervnahe" und gehört überkront. Gleich zwei Tage später ging die provisorische Füllung raus, aber der ZA-Termin war ja gemacht, er hat mir noch mal eine provisorische reingemacht, auch irgendwas, was den Zahn beruhigen soll (ich wollte das mit der Krone auf nach den Umzug zum 1.7. verschieben). Leider ging auch das nach zwei Tagen wieder raus, so dass ich - es war wieder mal Freitag - zur nächsten Notversorgung musste. Die machte eine Superfüllung rein, fühlte sich auch gut an, Zahn war ruhig, aber es war auch nur ein Provisiorium. Mein ZA meinte, sehr gut gemacht, sehr hochwertiges Material, könnte gut 2 Monate halten. Trotzdem schon mal 2 Termine für Krone gemacht. Zahn war seit der Superfüllung ruhig. Was war, das habe ich manchmal (vermutlich hängt das mit der chronischen Sinusitis zusammen, die ich immer wieder mal habe, und wenn ich leicht erkältet bin - und das bin ich wohl gerade - meckern auch mal paar Zähne), dass mir linksseitig wieder mal ein paar Zähne leicht zogen, meistens ist es der Nachbar Nr. 6 unten links, der ist seit über 25 Jahren wurzelbehandelt und meldet sich nur ab und an mal. Eine Nacht, Ende letzter Woche, bin ich sogar mal damit aufgewacht, weil er zog. Aber morgens war wieder Ruhe. Nun hatte ich Dienstag den Schleiftermin. Habe dem ZA auch gesagt, dass die Zähne links momentan etwas muckern, auch oben, mein HNO hatte auch vor ein paar Wochen festgestellt, dass ich wieder (oder immer noch) Echos in den NNH habe. Mein ZA meinte, dass da ein Trigeminusnerv-Arm langläuft, der sich in Unter- und Oberkiefer aufteilt. Und dass das damit zusammenhängen kann. Ich weiß nun nicht, ob das von den NNH kommt, aber leicht erkältet bin ich, an ein oder zwei Tagen früh hatte ich auch etwas Halsweh (mein Mann momentan etwas mehr). Kurz, nicht ideal für eine Zahnbehandlung, andererseits hat der Zahn jetzt schon einiges durch und ich will nicht ständig neue vorläufige Füllungen reinpacken lassen, irgendwann ist vielleicht einmal zu viel.


    Der ZA hat mir also am Dienstag den Zahn runtergeschliffen, ging soweit, war ja gespritzt. Aber seitdem die Betäubung weg ist, tut mir unten und oft auch oben alles weh. Einschließlich bis zum 4er Zahn oben und unten. Am ersten Abend war es wirklich nicht zu tolerieren, habe dann 30 Novaminsulfon-Tropfen genommen, hatte ich noch übrigen von meiner Mittelohrentzündung vor zwei Monaten. Am nächsten Tag gingen die Schmerzen dann weiter, nicht mehr so heftig, aber auf Dauer wird man doch mürbe. Wieder Tropfen genommen, die auch helfen, diesmal nur 20. Gestern wieder 20. Aber es macht mich langsam mürbe. Die Schmerzen sind jetzt nicht so, dass man die Wände hochgeht, aber sie sind eben permanent da, mal mehr, mal weniger, mal nur unten, mal unten und oben, mal alle Zähne bis zur 4, mal nur einzelne. Habe gestern beim ZA angerufen und er ließ mir sagen, er schaut sich das nächste Woche an (da ist der nächste Termin), und ich soll Schmerzmittel nehmen.


    Die Tropfen wirken ja wunderbar. Nur habe ich irgendwie gerade Sorge, dass das nicht einfach so aufhört. Mein Kiefer ist schon irgendwie richtig verspannt. Ich wache morgens auf, und sobald ich halbwegs wach bin, gehen die Schmerzen los. Nicht unerträglich, aber eben permanent.


    Kennt das jemand? Kann mich jemand insofern beruhigen, als dass so was vorkommen kann und sich wieder beruhigt?


    Ach ja, ich hab mir über eine Versandapotheke eine 100er Packung Gelomyrtol bestellt, was ich dann - es sollte heute kommen - wieder eine Zeitlang nehmen werde. Bei mir ist das mit der NNH chronisch, also niemals akute Anzeichen, aber eben immer oder immer wieder mal oder häufiger entzündete Schleimhäute, was ich aber höchstens mal merke, wenn es auf die Zähne haut. Aber eben nicht so wie jetzt, nicht so sehr und nicht so durchgehend...

  • 49 Antworten

    Bei mir war letztes Jahr erst der letzte Zahn kaputt, Wurzelbehandlung, dann fing ein paar Tage später der Nachbarzahn an, auch wurzelbehandelt. Das setzte sich fort, so dass schließlich bis heute 5 Zähne solche Behandlung brauchten. DAvon konnten 2 nicht gerettet werden.


    Beim letzten traten auch wieder Beschwerden auf, das hatte damit zu tun, dass die provisorische Kronen wohl bißlich nicht richtig paßten, der Druck wurde zu groß. Es waren überhaupt höllische Schmerzen. Wurde ein wenig abgeschliffen und es war wieder Ruhe im Karton.

    Das tut mir leid, dass es Dir so schlecht damit gegangen ist. Ich hatte das mal auf der anderen Seite, hat mich 3 gesunde Backenzähne gekostet, damals waren die KH komplett verschattet und entzündet, das hat man leider erst entdeckt, als der dritte Zahn gezogen worden war.


    Aber eigentlich wollte ich was hören, was mich etwas beruhigt ;-)


    Höllische Schmerzen habe ich keine (nur am ersten Tag, da hatte ich Schoki gegessen und da fing plötzlich der Zahn, der momentan so eine Hülse über hat, tierisch an wehzutun, bestimmt 10min). Die Schmerzen sind wenig bis mittel, das schwankt immer. Ich könnte mir auch vorstellen, dass extra dazu auch noch die Einstichstellen von der Spritze wehtun.


    Jetzt hab ich erst mal wieder 20 Tropfen intus und die Welt ist okay.

    Inzwischen hat die Wirkung der Tropfen wieder nachgelassen und die Schmerzen sind wieder da. Was mir auffällt: Wenn ich den Mund etwas aufmache und die Mundwinkel spanne (so wie wenn man z.B. "Hey" sagt), tut mir unten auf den linken Seite das Kinn weh, da ist so ein Punkt, der fühlt sich dann an, als würde man auf einen blauen Fleck drücken. Die Stelle ist so ungefähr 2 Finger breit unterhalb des linken Eckzahns, also nicht direkt mittig sondern links. Kann das alles noch von dem Nerv kommen?

    Ja, genaugenommen tun gerade alle Zähne links unten weh, und zwar diesmal bis zum 1. Zahn (also der mittlere Schneidezahn links). Dazu kommen oben 1 - 2 Zähne, hinten. :-(

    Hi

    Zitat

    Ach ja, ich hab mir über eine Versandapotheke eine 100er Packung Gelomyrtol bestellt

    Zu deiner NNH-Sache kann ich dir Nasenspülungen empfehlen. Da gibt es schon für gut 10 Euro Nasenspülkannen aus Kunstoff. Eine Salzlösung rein und bei aktuten Sachen mehrmals am Tag, bei chronischen Sachen 1x am Tag damit spülen.


    Zu den Nerven wegen Zähnen kann ich dir Hyperikum D6 (homöopathisch als Globuli) 1-3x am Tag empfehlen wenn es akut ist.


    Oder als D12 einmal am Tag für einen begrenzten Zeitraum.


    Gute Besserung @:)

    Naja, muss ja mal wieder besser werden.... Habe, nachdem die 20 Tropfen nicht so gewirkt haben wie die zwei Tage davor, noch mal 10 genommen, dann war Ruhe. Langsam kommen die Schmerzen wieder, aber ich geh auch bald ins Bett.


    Eine Freundin mit medizinischem Hintergrund hat mir geraten, diese Tropfen wirklich nur bei sehr starken Schmerzen zu nehmen und sonst auf Ibuprofen oder so auszuweichen, vorausgesetzt das hilft.


    Nasenspülungen haben bei mir nie wirklich geholfen, höchstens, damit ich mir sagen konnte, ich hab alles versucht. Ich hab auch nie das typische akute Krankheitsbild mit Rotz und Co. gehabt, nicht mal damals vor der OP. Ich glaube, das Spülen kommt nicht mal bis an die Stellen, wohin es soll. Aber ich werde mal wieder inhalieren. Wie gesagt, ich habe nicht die klassischen Beschwerden, wenn, dann mal etwas Druck auf der Wange..... oder eben die Zähne.


    Ich glaub wirklich, dass das der Trigeminus ist, der sich ja unten nochmals in Unter- und Oberkiefer verzweigt. Und der ist momentan nicht amused....

    Zitat

    Ich glaub wirklich, dass das der Trigeminus ist, der sich ja unten nochmals in Unter- und Oberkiefer verzweigt. Und der ist momentan nicht amused....

    Passt zu Hyperikum perforatum.


    Einen Versuch finde ich es wert. ;-)

    Das sind Globuli (ein homöopathisches Mittel) und die sind in vielen Apotheken vorrätig.


    Preis für ein Fläschchen Hyperikum perforatum D12 mit 10g Streukügelchen ist ca. 8,10 € in einer Apotheke vor Ort.

    Ok danke für den Tipp. Ich bin damit nicht so bewandert und auch eher skeptisch, um ehrlich zu sein. ;-)


    Momentan ist es auch etwas besser mit den Schmerzen, das schwankt halt auch. Manchmal zerrt es auch einfach nur an den Nerven, im wahrsten Sinne des Wortes. ;-D

    Bin jetzt erst mal auf Ibuprofen umgestiegen. Heute nachmittag waren die Schmerzen so heftig, dass mir schlecht geworden ist. Nach ca. 1h hat das Medikament dann angeschlagen. Das mit den Globuli hab ich leider vergessen, ich bin nur in die Apotheke und wollte was gegen Schmerzen. Aber ich behalte das in Erinnerung, ich denke, es ist einen Versuch wert. @:)

    Provisorium ist locker.... Kippelt.... Kein Wunder, dass die abendliche Ibu nicht wirkt. %:|


    Heute nacht gibt es keinen Notdienst mehr. Morgen ab 10h kann ich hier wohin (mein ZA hat aber keinen Dienst).


    Hoffentlich verschlucke ich das nicht über Nacht. So ein Mist.

    Ja heute. Dabei war ich heute morgen - ich konnte es nach 5 Tagen Dauerschmerz kaum fassen - schmerzfrei. Aber da das Ding ja locker war und befestigt gehört, war ich heute vormittag beim Notdienst. Die haben es ganz abgezogen. Tat nicht weh. Kurz draufgeklopft - tat etwas weh. Daher geröntgt - alles gut. Wieder draufgesetzt - auch ganz ok, das Zubeissen war etwas unangenehm, aber naja, im Gegensatz zu den letzten Tagen dennoch völlig okay. Dann packt mir die Zahnarzthelferin eine cortinsonhaltige Salbe um den Zahn, weil das Zahnfleisch so entzündet ist, erst innen, dann außen und außen, urplötzllich, irrsinnige Schmerzen. Ich saß auf dem Stuhl, nach vorne gebeugt, bekam einen Schweißausbruch und wurde fast verrückt, weil der Schmerz über Minuten nicht nachließ, sie meinte, ich sollte langsam atmen, weil sonst mein Kreislauf in den Keller geht. Keiner konnte sich das erklären außer mit dem Zahnfleisch. Habe dann den Mund ausspülen sollen, damit die Salbe wieder runter ist und habe anstelle dessen Chlorhexamed-Gel um den Zahn bekommen.


    Ich saß dann noch 20min oder so im Wartezimmer bis klar war, dass der Schmerz allmählich zurückgeht, ich konnte mir bei dieser Aktion ein paar Tränen echt nicht verkneifen, das ist mir das letzte Mal vor knapp 30 Jahren beim Jugendzahnarzt passiert. Sie haben mir dann gleich vor Ort noch eine Ibu 600 verpasst und ich bin nach Hause.


    Fazit: 5 Tage lang Schmerzen, die aber unter Schmerzmitteln weggehen. Am 5. Tag abends lockert sich das Provisorium. Ich nehme eine zweite Ibu (nach der 1., weil durch das Lockern die weggedopten Schmerzen wieder da waren), die Schmerzen sind weg damit, spüle den Mund mit Chlorhexamed und gehe ins Bett. Am morgen danach keine Schmerzen, obwohl über 8 Stunden um sind und die Tabletten nur 6 - 7 h halten. Beim Zahnarzt ist das Röntgenbild okay, aber sobald sie mir diese Salbe namens Dontisolon (ist jetzt bei mir auf der schwarzen Liste, genau wie Phosophatkleber für Kronen, da hatte ich ein ähnliches Erlebnis). Die ZÄ hat mir gesagt, ich sollte, kämen sie wieder, das Provisorium abziehen und morgen zu meinem ZA gehen. Das Provisorium wäre nicht optimal, das Zahnfleisch stark entzündet und da drin steckt das Provisorium mit gezackten Kanten. Ich weiß nicht, ob ich das mache oder lieber wieder eine Ibu nehme und zwischendurch immer mit Chlorhexamed spüle. Was soll mein ZA denn machen? Ich mag momentan niemanden da ran lassen, aber natürlich muss sich die Zahnfleischentzündung auch zurückbilden, sonst verzögert sich das mit der Krone.


    Habe mich nach der Rückkehr hingelegt und 3 - 4 Stunden am Stück geschlafen. Jetzt sind bald 6h mit der Ibu 600 um und ich bin gespannt, ob die Schmerzen wiederkommen, im Moment sind sie noch unterschwellig. Aber ich fürchte, das wird nicht so bleiben, denn heute 2 h nach der Einnahme waren sie völlig weg. Abnehmen möchte ich das Provisorium dennoch nicht. Ich frage mich, wieso letzte Nacht ein gelockertes Provisorium und Chlorhexamed derartig geholfen haben, dass ich heute morgen schmerzfrei war.