Zahnspange-welche Brackets?

    Hallo!


    Kennt sich hier jemand mit Zahnspangen aus? Mein Sohn soll bald eine feste Klammer bekommen und letzte Woche waren wir zu einem Beratungsgespräch beim Kieferorthopäden.


    Grundsätzlich übernimmt erstmal die Krankenkasse 80 % der Behandlungskosten und wir 20%. Den Betrag, den wir dann gezahlt haben, bekommen wir dann bei erfolgreicher Behandlung am Ende zurück. Das wird dann wohl quartalsmäßig abgerechnet. 1. Frage: Mit welcher Summe muß ich da so in etwa rechnen? Hab nämlich vergessen, zu fragen, wieviel das so im Durchschnitt ist.


    2. Frage, die mir aber noch wichtiger ist: Welche Brackets sind am besten? Die einfachen werden komplett von der Kasse übernommen, aber die Zahnarztmitarbeiterin hat gesagt, die wären nicht besonders toll, weil zu groß für kleinere Zähne, schlecht zu reinigen, schmerzhaftere Behandlung, ungleichmäßige Druckverteilung.


    Besser wären programmierte Brackets, wo der Druck auf die Zähne besser verteilt würde und die eben kleiner sind und daher die Zahnreinigung einfacher.


    Dann gibts noch so eine Luxusversion, wo das alles noch mal etwas besser wäre.


    jetzt müssen wir entscheiden, welche von den 3 Sorten wir möchten. Die zuzahlungsfreie Kassenversion, die mittelteure oder die ganz teure Version.


    Hat von euch jemand Erfahrung mit den verschiedenen Brackets und Drähten?


    Natürlich möchten wir unserem Sohn das mit der Spange so angenehm wie möglich machen, aber ich hab keine Ahnung, was nötig und was unnötig und nur "rausgeworfenes" Geld ist.


    Freue mich auf eure Antworten!


    LG

  • 25 Antworten

    Zu 1) Bei mir waren die Behandlungskosten etwa 5000€, also kannst du mit Quartalszahlungen irgendwo um 70-80€ rechnen, je nachdem was bei deinem Sohn alles gemacht werden soll.


    Zu 2) Die Mitarbeiterin hat leider Recht, die Kassenbrackets sind nicht unbedingt gut. Ich hatte in meinem Leben zwei Zahnspangen, eine zw. 13 und 17 mit Kassenbrackets und jetzt in den frühen 30ern, da sich meine Zähne wieder verschoben hatten, erneut eine, dieses Mal aber mit selbstligierenden Brackets und thermoelastischen Drähten. Im Gegensatz zum ersten Mal konnte ich dieses Mal den Zähnen in der Anfangszeit schon fast beim Bewegen zuschauen so schnell waren erste Behandlungserfolge da.


    Der Vorteil der teureren Brackets ist nicht nur in der erleichterten Mundhygiene zu sehen sondern auch darin, dass es um einiges schneller geht. Auf Luxus wie Keramik- oder Kunststoffbrackets wo wenig zu sehen ist würde ich dagegen verzichten, das bringt es nicht.


    Meine Empfehlung ist klar für die teurere Version, ob es unbedingt selbstligierende Brackets, also die Luxusversion nötig sind kann ich nicht unbedingt abschätzen, aber ich würde zumindest die Variante 2 ;-) wählen.


    Unter http://www.praxis-baxmann.de/pdf/Stiftung-Warentest.pdf kannst du dir einen kleinen Überblick über die verschiedenen Systeme verschaffen.

    Dankeschön für den Beitrag!


    Die kosten pro Quartal sind ja, wie es aussieht, überschaubar.


    Wenn ich mich jetzt spontan entscheiden müßte, würde ich auch die mittelteure Möglichkeit wählen, zumal mein Sohn sowieso manchmal nicht sooooo gewissenhaft beim Zähneputzen ist.


    Da hätte er dann mit größeren Brackets noch mehr Schwierigkeiten. Abgesehen davon werde ich ihm in der ersten Zeit sicherlich wieder bei Putzen helfen müssen, damit alles schön sauber bleibt und er keine Verfärbungen bekommt.


    Er soll eventuell später dann auch so einen Draht (Retrainer?) hinter die Zähne bekommen, damit das Ergebnis auch dauerhaft bleibt.


    In der Stiftung Warentest hab ich schon gelesen, die hat mir die Mitarbeiterin nämlich ausgeliehen, um in Ruhe nochmal alles anzuschauen.


    LG *:)

    Den Retainer würde ich unbedingt nehmen. Ich bekam damals eine lose Spange, die ich leider so gut wie gar nicht getragen habe (ja, der jugendliche Leichtsinn). Das Ende vom Lied ist jetzt die zweite Behandlung gewesen. Der Retainer kostet zwar, ist aber bis auf die Anwendung von Zahnseide absolut problemlos und die Zähne bleiben da wo sie sein sollen.

    Ja, den wollen wir auf alle Fälle dann auch nehmen, denn was hat er von einer langen Behandlung, die uns und der Krankenkasse eine Menge Geld kostet, wenn es dann hinterher wieder alles verschoben ist? Die 150, – Euro investieren wir dann auch für diesen Draht.


    Wie ist das mit der Zahnbürste? Wir haben eine elektrische, aber ich weiß nicht, ob es dafür spezielle Bürstenaufsätze gibt? Muß es unbedingt die teuerste von Oral B sein, wo ein 3-er Pack Bürstchen ca. 15 Euro kostet? Oder kann man auch eine normale nehmen und dann diese Interdentalbürsten mit "Handbetrieb" und Zahnseide? Fragen über Fragen...... ":/


    LG

    huhu *:) ich hatte 2 jahre lang eine feste, und hab mich für die kleinen brackets entschieden (die sind deutlich leichter zu pflegen und sind auch optisch im vorteil :P)


    ich hab ne stinknormale zahnbürste genommen, aber ich denke das kommt auch drauf an was für eine zahnfehlstellung du hast, ob du überall ran kommst. eine elektische würde ich nicht unbedingt nehmen , die zupft unangenehm am draht herum... ;-)

    Wichtiger ist, dass er richtig putzt, dann geht das auch mit einer normalen Zahnbürste+Interdental-Bürsten+Zahnseide. Wenn er die Zahnspange bekommt wird sicherlich eine der AssisstentInnen deinem Sohn die richtige Technik erklären und vorführen und dann heißt es einfach üben, üben, üben. :)


    Ich habe auch mit einer elektrischen ohne speziellen Aufsatz geputzt. Die sind – meiner Meinung nach – auch nur ein Weg um aus diesem Markt noch mehr Geld rauszuholen.

    Mein Sohn hat einen relativ schmalen Oberkiefer, sodaß Platzprobleme entstehen, wenn alle bleibenden Zähne da sind.


    Mit der Bürste werden wir, glaub ich einfach mal schauen, womit er am besten klarkommt, ich besorge mal so ein einfaches Interdentalbüstchen und ich muß ihm in der ersten Zeit sowieso beim Putzen helfen. Wenn das nicht so gut klappt, kann man ja dann immer noch so eine neue elektrische besorgen,da hat ja auch die ganze Familie was von. Wir schauen mal mit diesen Zahnfärbetabletten, wie gut man womit an die kritischen Stellen kommt.


    Ich war gerade selber bei meiner Hauszahnärztin, die sagte, wenn es Probleme bei der Reinigung gibt, sollen wir uns einfach melden, sie würde dann auch noch mal schauen und ihn da unterstützen.


    Wegen den Brackets hab ich auch nach ihrer Meinung gefragt, sie sagte, es geht auch mit den Kassenteilen, aber pflegemäßig wären die kleineren schon einfacher.


    Ich hatte früher selber so eine Spange, aber das ist schon über 20 jahre her, daher weiß ich nicht mal, ob es früher schon diese Auswahlmöglichkeiten gab, oder nur die Kassenmodelle.


    Ich kann mich nur dran erinnern, daß die ersten 2-3 Tage nach dem Spannen jedesmal etwas unangenehm waren. Zum Putzen hatte ich nur eine normale Bürste. Früher wurde da irgendwie nicht so drauf geachtet wie heute, find ich. Eine kleine Verfärbung hab ich auch auf einem Eckzahn behalten.


    Ich möchte natürlich für meine Kinder das bestmögliche Ergebnis, aber ich hab eben auch schon oft die Erfahrung gemacht, daß nicht alles, was die Werbung so anpreist auch wirklich nötig ist, zumal wir eben auch keinen Goldesel im Keller stehen haben. ;-) Und unser jüngerer Sohn braucht bestimmt in 3 Jahren auch eine Klammer.


    Wie lange bleibt so ein Retrainer eigentlich drin?

    Meine Tochter hat eine feste Klammer mit den teuren Materialien.


    Ihre Zähne wurden vorher versiegelt (selber zahlen)


    Ich finds schlimm, dass man die guten Behandlungen selber zahlen muß. Aber so ist das nun mal. Die Kassen sind leer und wir haben die zweiklassengesellschaft. Harz4 Empfänger haben Pech und mit den Billigmaterialien eben später mehr Löcher. und größere Schmerzen beim Einsetzten und Nachziehen der Brackets.


    Sorry für das Offtopic @:)

    Zitat

    ich möchte natürlich für meine Kinder das bestmögliche Ergebnis, aber ich hab eben auch schon oft die Erfahrung gemacht, daß nicht alles, was die Werbung so anpreist auch wirklich nötig ist

    Also die teureren Brackets sind einfach die bessere Wahl, da hat in dem Fall hat die Werbung recht-´.


    GLG

    Zitat

    Harz4 Empfänger haben Pech und mit den Billigmaterialien eben später mehr Löcher. und größere Schmerzen beim Einsetzten und Nachziehen der Brackets.

    Naja, so schlimm ist das nun auch nicht :-). Die normalen Brackets sind durchaus auch gut zu pflegen, man muss sich halt etwas mehr Mühe geben. Auch die schmerzen halten sich in Grenzen, wenn man sich vom KFO statt der Gummis einfach Drahtligaturen geben lässt, die auch normalerweise keinen Aufpreis kosten. Die wirken nämlich ähnlich zu den selbstligierenden Brackets.


    Ich würde auch die selbstligierenden Brackets wählen, wenn das Geld da ist, aber sicherlich ist es auch kein Weltuntergang mit den normalen Brackets behandelt zu werden. Es gibt sogar KFOs, die aus diversen Gründen die selbstligierenden Brackets ablehnen!

    Zitat

    Wie lange bleibt so ein Retrainer eigentlich drin?

    Mindestens bis 30 – bis Mitte 20 wächst der Kiefer eines jungen Mannes noch. Am besten aber ein Leben lang, weil die Zähne immer die Tendenz haben nach vorne zu wandern. Gerade bei einem Engstand ist der Lingualretainer besonders wichtig. Und noch etwas: Bitte, bitte auf zwei Retainer bestehen, für den OK und den UK. KFOs lehnen dern OK-Retainer gerne ab wegen der Gefahr den abbeißen zu können, aber das ist Quatsch und mit einer losen Spange für den OK tut man sich absolut keinen Gefallen – schon gar nicht bei einem Engstand.

    Jetzt hab ich so viel über diese Spangen gelesen.... Also die selbstligierenden Damon-Modelle schließe ich schon mal aus, weil die eben doch sehr teuer sind und durchaus anscheinend ihre Nachteile haben, Schlösser kaputt, usw.


    Eher in Frage kommen eben diese hochwertigeren Minibrackets zu denen man so ca. 450 Euro laut KO zuzahlen müsste, aber da ich meinem Sohn bei der Zahnpflege sowieso erstmal helfen muß, kam mir gerade der Gedanke, ob man nicht einfach die Kassenbrackets mit diesen thermoelastischen Drähten und den Drahtligaturen kombinieren könnte und das Geld, das man dann durch die Kassenbrackets spart, in eine Versiegelung oder eine professionelle Reinigung investiert. So kleine Zähne, daß die Kassenteile da nicht draufpassen, hat er auch nicht.


    Wenn bei den Spangen mal was kaputtgeht, Brackets abbrechen oder so, wie ist das eigentlich da mit der Kostenübernahme?

    Die Damon-Modelle sind eigentlich nicht teurer als die Mini-Brackets. Auch dass Schlösser kaputt gehen lese ich nur sehr selten. Ich würde Dir zu den Damon2 raten. Die liegen so bei 15€ pro Stück und sind wohl auch recht zuverlässig.


    Die Versiegelung hatte früher mal den Nachteil, dass die kleine Risse bekommen kann gegen die man nicht putzen kann. Bitte da vorher mal den KFO nach fragen ob das immernoch so ist. Die professionelle Reinigung hilft auch bei schlechter Mundhygien maximal gegen den Zahnstein nicht aber gegen Karies, dafür findet sie dann doch zu selten statt. Die PZR wird unter 18 auch noch beim Zahnarzt von der KK übernommen – wie oft um Jahr, müsste mit der KK geklärt werden.


    Also ich würde zu Damon2 oder Speed-Brackets raten. Die Schlösser gehe nicht so oft kaputt und der Tragekomfort ist ok. Die Minibrackets wären auch in Ordnung, wenn der KFO die anbietet – aber dann auf Drahtligaturen achten um einen ähnlich konstanten Druck bei den selbstligierenden Brackets zu haben. Sicherlich tun es auch die normalen Kassenbrackets – geputzt werden müssen alle Brackets irgendwie :-). Die Entscheidung ist nicht leicht, ich weiß. Vielleicht solltet Ihr nochmal klären, wie groß die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Varianten sein sollen und welche Brackets genau gemeint sind.

    Achso, Kostenübernahme. Ich glaube, im tolerierbaren Rahmen übernimmt die KK die Brackets. Wenn Ihr selbstligierende Brackets habt, werdet Ihr wohl auch die Brackets bezahlen müssen, die abgehen. Allerdings können wohl auch die Schlösser einzeln ausgetauscht werden, falls die wirklich kaputt gehen. Das Kleben übernimmt dann wohl auch die KK.


    Da ich Selbstzahler war bin ich mir da nicht ganz sicher, vielleicht noch mal den KFO fragen.

    Also, ich habe hier 3 Vordrucke liegen.


    1. Modell Damon Q mit selbstligierenden Brackets und hochwertigen Bögen, Kostenpunkt 850, – Euro.


    2. Modell High Tech mit hochwertigen Brackets und Bögen Kostenpunkt 450, – Euro.


    3. auch Modell High Tech, mit Mini Triple Control Brackets und Bändern und hochwertigen Bögen.


    Und jetzt ???