Zahnzusatzversicherung für Kinder - Spange...notwendig? Welche?

    Hallo liebes Forum,


    gestern war ich mit meiner Tochter (6) beim Zahnarzt und diese stellte uns in baliger Zukunft sehr gute Chancen auf kiefernorthopädische Behandlung in Aussicht %:| %:| %:| . Der Kiefer meiner Tochter ist sehr eng gestellt und die neuen Zähne werden sich ganz schön breit machen (sie hat auch schon 7 Milchzähne verloren). Das ist natürlich so ein Moment, wo einem alle Sünden einfallen, denn Zahnspangen sind teuer. Aber der Markt gibt natürlich auch elendig viele Zusatzversicherungen und ähnliches her, womit ich mich jedoch noch nie wirklich beschäftigt habe. Daher meine Frage an euch. Habt ihr solche für eure Kinder? Lohnt sich das wirklich? Denn die Krankenkassen zahlen doch auch 80 % der Behandlungskosten - zwar erst NACH erfolgreicher Behandlung - aber immerhin. Die Suche im www. offenbart natürlich wieder millionen an Möglichkeiten und man versinkt im Policenchaos. Daher meine Frage an euch. Habt ihr Empfehlungen? Erfahrungen?

  • 23 Antworten

    Hallo Star,


    wir sind gerad drin im Spangen Thema;-) Nele hat auch einen sehr schmalen Kiefer und hier ist alles Kreuz und quer ;-) Wir sind gerade in der Frühbehandlung. Zu den Kosten 80% übernimmt die Kasse immer, während der Behandlung, du trägst nur 20% alleine ;-) Die du nach Beendigung der Behandlung bei der Kasse einreichen kannst und wieder bekommen kann ;-D ;-) Wir haben jetzt schon die 1. Rechnung gehabt und es waren 22 euro, also nicht die Welt. Hier kommt die Rechnung immer zum quatalsende :)_

    Der Kieferorthopäde, schreibt einen Behandlungsplan an die KK und die bewilligt diesen dann, dauert um die 10 Wochen

    Danke Joli für deine Erklärung.


    Das mit der Krankenkasse und den 80% und 20% und am Ende der ERFOLGREICHEN Behandlung das zurück bekommen, das weiß ich, aber mir ist noch nicht klar, was eine Zusatzversicherung jetzt zusätzlich machen soll. Was soll der Vorteil sein, wenn die gesetzliche Krankenkasse eh schon die volle Leistung übernimmt. Diese zahlt ja 90% (jedenfalls die, die ich mir jetzt mal genauer angeschaut habe).


    Und die 22 € sind erst der Anfang vom Ende...das läppert sich dann und ich weiß auch von späteren Beträgen, die dann gern mal im dreistelligen Bereich (3xx sein können). Also alles in allem muss man schon für ne Behandlung um die 1000 € rechnen, was halt auch über mehrere Jahre gesehen zwar jetzt nicht die Welt ist, aber letztendlich auch ne Menge kohle...vorallem wenn eh schon keine da ist %:| %:|

    Ja klar über die Jahre ist es schon einiges, aber ich hangel mich an dem wissen, es wird es wieder geben ;-) Ne Freundin ihre Tochter hatte nie ne grössere Rechung wie 70 euro ":/ Die sind jetzt bei der festen Zahnspange :-/


    ich kann ja bisschen weiter berichten, was so unsere Rechnungen sind ;-) Ich denke heute und morgen brauchst noch keine Zusatzversicherungen?

    Die Krankenkasse zahlt 100% bei stärkeren Fehlstellungen der Zähne. Die private unter Umständen schon bei leichteren Fehlstellungen.


    Das ist der Hauptunterschied.

    Wenn schon beim ZA bekannt ist, dass zur Zahnspange geraten wird nimmt dich keine Zusatzversicherung mehr.


    Meine Tochter hat auch einen zu schmalen Kiefer. Bei ihr wurde die Behandlung nur übernommen, da sie noch verlagerte Zähne hatte.


    Für beide Kinder hab ich trotzdem ne Zusatzversicherung bei der Arag laufen, kostet 13 Euro irgendwas pro Kind. Wir haben sie schon fürs 3D-Röntgen in Anspruch genommen oder für die Zahnreinigung.


    Was die Kosten für die Behandlung betrifft....meine Behandlung kostet die KK 6800 Euro, 20% zahle ich im voraus und bekomme es nach Abschluss wieder zurück. Meine höchste Rechnung war um die 70 Euro, das war aber Einsetzen der festen Spange mit einem Bogenwechsel und was dazugehört. Für meine Kinder zahle ich im Schnitt pro Kind 15 Euro im Quartal.

    @ Jolie:

    die Genehmigung vom Behandlungsplan dauert unterschiedlich lange. Bei meiner Tochter was das OK nach einer Woche da, bei meinem Sohn nach 2 Wochen und ich selber musste 16 Wochen auf die Zusage warten (das lag aber daran, dass alles zum Gutachter ging)

    Was die Zusatzversicherungen für Extra-Leistungen bei Kindern anbieten, weiß ich nicht, ich denke aber, dass sowas nicht unbedingt nötig ist.


    Ich berichte mal kurz, wie das bei uns war, vielleicht hilft es dir:


    Beide Kinder brauchten eine feste Spange, Kasse übernahm das "Kassengestell", war kein Problem bei unseren beiden, die haben entsprechend große Zähne, dass die normalen "Kassenbrackets" da drauf passten. Wir hätten gegen eine Zuzahlung noch andere, kleinere Brackets oder ein komplett anderes System bekommen können, welches statt Haltegummis für den Draht so ein Klick-System hat. Das muss jeder selber entscheiden, ich weiß auch nicht, ob so eine Zusatzversicherung das übernehmen würde.


    Kind 1 bekam also die Spange, am Ende jedes Quartals kam jeweils die Rechnung, die sich zwischen ca. 8 Euro (nur Gummis wechseln) und ca. 80 Euro ( Abdrücke, Röntgen, Brackets kleben, neuer Draht, usw. ) bewegte.


    Diesen Betrag ( 20% der Gesamtkosten ) mussten wir jeweils überweisen.


    (Als Kind 2 dazu kam, zahlten wir für den nur 10% dazu.)


    Die Rechnungen habe ich alle abgeheftet. Alles in allem haben wir für Kind 1 über etwa 4-5 Jahre Behandlung um die 700 Euro zugezahlt, für Kind 2 etwa 300 Euro ( ca. 3 Jahre Behandlungsdauer).


    Als die Behandlungen abgeschlossen waren, habe ich die Rechnungen bei der KK eingereicht, Kontonummer dazu und innerhalb ein paar Tage hatte ich die komplette Summe auf dem Konto.


    Retainer wurden uns nach der Behandlung empfohlen, für Kind 1 mussten wir den selber zahlen, ( 150 Euro), für Kind 2 hat die Kasse den übernommen.


    Wichtig ist eine gute Zahnpflege, wir haben und eine elektrische Bürste und spezielle Zahnseide angeschafft.


    "Erfolgreich abgeschlossene Behandlung" meint nichts anderes als dass das Kind die Zähne gut putzt, die Termine einhält und eventuelle lose Spangen regelmäßig trägt.

    Hab noch interessehalber kurz gegoogelt und dieses hier gefunden:

    Zitat

    Ab wann lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung für Kinder?


    Bereits für Kinder ab dem 3. Lebensjahr ist eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll. Die meisten Zahnzusatzversicherungen bieten auch bereits für Kinder eine 100-prozentige Erstattung für den Zahnerhalt an. Wer Kinder erst ab dem 6. Lebensjahr über eine private Zahnzusatzversicherung absichert, läuft Gefahr, dass spätere kieferorthopädische Behandlungen durch die Versicherung nicht mehr ersetzt werden, da diese zumeist schon bereits bei Kindern im Alter von 5 Jahren abzusehen sind. In diesem Fall müssten die Kosten von bis zu 5.000 Euro komplett von den Eltern getragen werden. Nur ein frühzeitiger Vergleich von Zahnzusatzversicherungen kann dies verhindern.

    Quelle

    Nochmal was dazu: Die in dem Beitrag drüber erwähnten maximal 5000 Euro Selbstkosten kommen natürlich nur in Frage, wenn man sich für die "Luxusgestelle" entscheidet und auch sonst Leistungen in Anspruch nehmen möchte, die nicht von der KK getragen werden und die Behandlung ewig lange dauert.


    Das Basisprogramm übernimmt bei Kindern nahezu immer die Kasse, auch Zahnreinigungen und Versiegelungen der Backenzähne haben die bei uns gezahlt. Das einzige, was wir selbst gezahlt haben, war im Endeffekt der Retainer fürs ältere Kind.


    Sowas ist nicht lebensnotwendig, aber da sich die Zähne bei Jugendlichen noch bis ins junge Erwachsenenalter wieder verschieben können, haben wir uns dafür entschieden und diese Ausgabe investiert, damit nicht die doch relativ lange Behandlung hinterher fürn Eimer war.

    Selbst bei der Luxusvariante kostets keine 5000 Euro. Ich zahle 1500 Euro für kleinere, selbstligierende Speedbrackets, Thermodrähte, zusätzliches OPG und CMD-Diagnostik.


    Die KK übernimmt leider nicht mehr allzuviel. Die Tochter einer Bekannten hat einen Überbiss von 5mm und einen Tiefbiss- die KK hat abgelehnt, sie zahlen nur, wenn der Abstand mindestens 6mm hat.


    Zahnreinigung zahlt die Kasse bei uns generell nicht.


    Ratainer ist bei uns wiederrum Kassenleistung.


    Mit 3 Jahren hätte ich nicht an das Abschliessen einer Zusatzversicherung gedacht. Da haben viele Kinder ja erst das Milchgebiss und die Wurzeln der bleibenden Backen-und Eckzähne sind noch gar nicht ausgebildet.


    Bei Sohnemann hatten wir abgeschlossen, als die ersten bleibenden Zähne durchgekommen sind (mit 8) und für uns abzusehen war, dass er eventuell eine Spange braucht.

    Zitat

    Die Tochter einer Bekannten hat einen Überbiss von 5mm und einen Tiefbiss- die KK hat abgelehnt, sie zahlen nur, wenn der Abstand mindestens 6mm hat.

    Ok, in so einem Fall können dann natürlich diese Beträge von mehreren Tausend Euro anfallen, wenn man trotzdem eine Behandlung wünscht.

    Ich bin überrascht, dass die Kosten für eine Zahnspange hier als garnicht so hoch beschrieben werden. Wir sind selbst (noch) nicht betroffen, aber in bei Menschen in unserem Umfeld sind da schnell 4stellige Zahlungen erforderlich, wovon die gesetzlichen Kassen zwar was übernehmen, aber der Eigenanteil ist nicht gering. Und wenn man eine bessere Ausführung der Spange bekommen kann, als das Kassenmodell, dann finde ich eine Zusatzversicherung sinnvoll.


    Wir haben für unseren Sohn bereits mit 2 Jahren eine Krankenzusatzversicherung für alles abgeschlossen (maximale Erstattung: Einzelzimmer, Krankenhaustagegeld, Zähne, Brille etc.), weil die Kosten sich nach dem Alter bei Versicherungsabschluss richten. Und man weiß ja nie, was die Kids mal bekommen. Für mich habe ich auch schon seit zig-Jahren eine Zusatzversicherung, daher ist das für mich beim Zwerg selbstverständlich gewesen.