Zyste im Unterkiefer, hat jemand damit Erfahrungen?

    Hallo,


    war neulich beim Zahnarzt und der hat per Zufall eine Zyste in meinem Unterkiefer gefunden (bei einem Röntgenbild).


    Ich war dann bei einem Chirurgen, und der meinte man müsse die Zyste großräumig entfernen, was in diesem Fall heißt ein gesamtes Stück des Unterkiefers zu entfernen!! Und dann muss Knochen aus dem Becken in die entstandene Lücke eingepflanzt werden.


    Hat jemand so einen Eingriff hinter sich oder sonst Erfahrung mit solchen Eingriffen?


    Wird sich der Kieferknochen auf lange Sicht wieder normalisieren oder bleiben da Schäden zurück?


    Kann man überhaupt Knochen verpflanzen, auch wenn der gesamte Kieferknochen auf einem kurzen Stück entfernt wurde (oder male ich mir das jetzt zu schlimm aus?)


    Muss da eventuell auch der Nerv durchtrennt werden, wenn großflächig Knochen entfernt wird??


    Ich habe dem Arzt die Fragen leider nicht gestellt, und jetzt hab ich im Internet ein wenig zu dem Thema gelesen, sodass ich jetzt totale Panik bekomme :D


    Ich hoffe mal dass jemand was dazu schreiben kann :)

  • 7 Antworten

    Hi,


    Ich habe einen Knochen aufbau nach einer Kierferknochenentzündung im UK hinter mir.


    War alles "einfacher" als es sich anhörte. Eigenen Knochen nimmt man aus dem einfachen Grund, da bei diesem die Abstossgefahr am geringsten ist.


    Und wenn alles klappt, dann wird das auch wieder mit dem Knochen. Allerdings sollte da halt wieder Meterial hin, weil Knochen braucht. Und ein Kiefer hat halt schon recht enorme Belastungen auszuhalten.


    Frag noch mal bei deinem Arzt.


    Drück dir die Daumen! Wird schon! :°_

    Ist die Zyste denn so groß, das man Knochen aus der dem Becken verwenden muss? Ich hatte jetzt bestimmt schon ca. 4 oder 5 Zysten im Kiefer, die mir entfernt werden mussten. Allerdings nie mit irgendwelchen Verpflanzungen ":/

    Lass Dich bitte genau beraten, was da passiert und frag nach Alternativen. Wird da wirklich eine Teilresektion des Kiefers (d.h. Unterbruch der Kontinuität des Unterkiefers) gemacht oder wird da "nur" aufgeklappt (d.h. ein Stückchen Knochen wie eine Art Deckel entfernt) und die Zyste ausgeschält? Das ist ein grosser Unterschied.


    Es gibt auch verschiedene Behandlungsmethoden bei grossen Zysten. Eine, etwas altmodische und langwierigere Variante ist (nur in geeigneten Fällen) das langsame Zuwachsen lassen durch Selbstheilung des Körpers. In der Zeit, die einige Monate dauern kann, muss ein Obturator (so ne Art Spange) getragen werden. Der Vorteil ist, dass keine Transplantation notwendig ist. Vielleicht wäre das auch eine Alternative bei Dir?


    Die Beckenkamm wird wohl stationär gemacht, oder wie ist geplant? Von daher würde ich mich an einen Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen in dem Fall wenden und eine zweite Meinung in einem Krankenhaus einholen.


    Wo liegt denn die Zyste genau?

    Hört sich ja nicht so gut an... Also der nächste Schritt ist nun die Auswertung der Computertomographie, die ich diese Woche hatte. Danach will der Arzt ne Gewebeprobe entnehmen und dann wissen wir dann mehr.


    Auf dem Röntgen (Panorama-)Bild war die Zyste ziemlich groß (1,6 cm) im Unterkiefer – wobei wenn ich mir 1,6cm auf dem Lineal anschaue, das doch nicht allzu groß wirkt. Sie ist an der Stelle, wo mein Weisheitszahn (regio 38) entfernt wurde und geht bis zum Kieferwinkel. (Ich hoffe mal, dass da nicht das Kiefergelenk davon beeinträchtigt wird?)


    Nachdem der Arzt das Röntgenbild gesehen hat, meinte er dass wahrscheinlich Knochen entnommen werden müsse und die gesamte OP in Vollnarkose durchgeführt werde.


    Ist so eine OP dringend? Ich schiebe die einzelnen Termine ein wenig auseinander, sodass mir mehr Zeit bleibt bis zur OP...

    Nun ja. 1.6 cm ist natürlich ne Zyste, aber jetzt nicht so ne Riesenzyste. Die kleinen, üblichen Zysten haben normalerweise so Kirschkerngrösse, Deine ist jetzt etwas grösser. Dennoch, da habe ich schon ganz anderes gesehen. Es gibt verschiedene Arten von Zysten, die zum Teil auch etwas verschieden behandelt werden.


    Dein Arzt scheint die Sache ja vernünftig anzupacken und wird dann mit Dir die Diagnose und die Optionen besprechen.

    Ich hatte im Februar diesen Jahres eine Kieferop zwecks großer Zyste und Mukozele am Oberkiefer inkl. WSR. Es wurde ein Teil des Kieferknochens aufgefräst, Zyste und sämtlicher anderer Mist entfernt und anschließend mittels Osteoplastik wieder aufgebaut.


    Allerdings hab ich mir zwei Tage nach dem Fäden ziehen mit einem Stück Toastbrot den WSR Zahn auseinandergebrochen und dieser musste letztendlich entfernt werden (16).